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Rußlands Verteidigungsminister „Litwinenko war für uns ein Nichts“

16.12.2006 ·  Rußlands Regierung tritt nach: Der mit Polonium vergiftete Ex-Geheimdienstler Alexander Litwinenko sei wegen Charakterschwächen aus dem Geheimdienst entlassen worden, so Rußlands Verteidigungsminister Iwanow.

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Der mit Polonium vergiftete Ex-Geheimdienstler Alexander Litwinenko wurde der russischen Regierung zufolge wegen seines schlechten Charakters gefeuert. „Er war nie ein Spion und er wußte nie etwas von wirklichem Wert, das er irgendeinem ausländischen Geheimdienst hätte sagen können“, sagte Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Freitagabend ausländischen Journalisten in Moskau.

Litwinenko war zu der Zeit entlassen worden, als der KGB-Nachfolgedienst FSB vom heutigen Präsidenten Wladimir Putin geleitet wurde. Auf seinem Sterbebett machte er Putin für seinen qualvollen Tod verantwortlich. Die russische Regierung hat dies zurückgewiesen.

„Für uns war Litwinenko ein Nichts“, sagte Iwanow. Er habe bei einer Sondereinheit des Innenministeriums gearbeitet, die für die Begleitung von Gefängniswärtern zuständig gewesen sei. Dabei seien Fragen über seine Integrität und Ehrlichkeit aufgekommen. „Er hatte keine Ausbildung, kaum Intellekt und eine Neigung zu Provokationen“, sagte Iwanow, der unter Putin als Vize-Direktor für den Geheimdienst gearbeitet hatte. „Sein Charakter war nicht richtig.“ Daß Litwinenko den Job überhaupt bekommen habe, sei darauf zurückzuführen, daß zu der Zeit viele qualifizierte Agenten in die Privatwirtschaft gewechselt seien.

Russische Medien haben berichtet, daß Litwinenko in einer Abteilung des Dienstes gearbeitet hatte, die gegen das organisierte Verbrechen in der Wirtschaft vorgegangen sei. Die Einheit sei nach einigen Jahren ausgelöst worden. Putin war von Juli 1998 bis August 1999 FSB-Chef.

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