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Russland und China blockieren : Verhandlungen über Meeresschutzgebiete in Antarktis gescheitert

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Fischfang in Gebieten von der fünffachen Fläche Frankreichs sollte verboten werden. Bild: dpa

In der Antarktis sollten zwei riesige internationale Meeresschutzgebiete ausgewiesen werden. Russland und China haben eine Einigung nun blockiert.

          Internationale Verhandlungen um zwei riesige Meeresschutzgebiete in der Antarktis sind am Freitag erneut gescheitert. Russland und China hätten eine Einigung verhindert, sagten Teilnehmer des Treffens von Vertretern der Europäischen Union und 24 beteiligten Einzelstaaten in der australischen Stadt Hobart auf der südöstlichen Insel Tasmanien. Bei den Verhandlungen galt das Einstimmigkeitsprinzip.

          Der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) hatte zwei Vorschläge vorgelegt, um den Fischfang in Gebieten von der fünffachen Fläche Frankreichs zu verbieten. Die EU und Australien wollten ein Schutzgebiet von 1,6 Millionen Quadratkilometern im Indischen Ozean einrichten, die USA und Neuseeland waren für ein Gebiet von 1,25 Millionen Quadratkilometern im Rossmeer auf der Pazifikseite der Antarktis.

          Umweltschützern zufolge leben in den beiden Gebieten rund 16.000 bekannte Tierarten, darunter Wale, Robben, Albatrosse, Pinguine und seltene Fischarten. Bereits bei einer CCAMLR-Konferenz im Juli in Bremerhaven hatte die russische Delegation die Initiative blockiert. Vor dem Folgetreffen kamen positivere Signale aus Moskau. Die Größe der Gebiete und die Dauer ihres Schutzes galten als Verhandlungsmasse.

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