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Russland Stühlerücken im Kreml

13.09.2007 ·  Putins Schachzug, den eher unbekannten Subkow zum Regierungschef zu berufen, beflügelt Spekulationen über seinen Nachfolger. Das Geheimnis wird aber wohl nicht so schnell gelüftet. Mit einem demokratischen Prozess hat das nichts zu tun, meint Horst Bacia.

Von Horst Bacia
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Mit der Berufung eines neuen russischen Regierungschefs hat Präsident Putin die Spekulationen über seine Nachfolge weiter beflügelt. Nicht einer der beiden Stellvertretenden Ministerpräsidenten, Iwanow oder Medwedew, rückt in das Amt auf, sondern ein eher unbekannter Leiter der Finanzaufsichtsbehörde namens Subkow.

Ob seine Ernennung, der die Duma noch zustimmen muss, schon eine Vorentscheidung darüber ist, wer in sechs Monaten bei der Präsidentenwahl als Putins Kandidat und Nachfolger antritt, bleibt unklar. Noch hat der Herr im Kreml sein Geheimnis nicht gelüftet. Zweifellos gehört der angeordnete Amtswechsel aber zum Stühlerücken vor der Parlamentswahl im Dezember und der Präsidentenwahl im März.

Dass Iwanow oder Medwedew, die bisher als aussichtsreichste Bewerber galten, jetzt nicht berücksichtigt wurden, kann viel bedeuten, muss es aber nicht. Schon länger wird aus Putins Umgebung verlautbart, er könne auch mit einem Überraschungskandidaten aufwarten. Das alles hat mit einem demokratischen Prozess nichts zu tun. Vielleicht lässt sich das jüngste Manöver mit der zwischenzeitlich überholten Methode der Kreml-Astrologie besser durchschauen.

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