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Russland Putin unterzeichnet Gesetz über Adoptionsverbot

 ·  Der Tod des russischen Anwalts Magnitskij bleibt ungesühnt. Ein Moskauer Gericht sprach den einzigen Angeklagten frei. Wladimir Putin unterschrieb ein Gesetz, das Amerikanern die Adoption russischer Kinder untersagt - eine Reaktion auf Kritik am Tod Magnitzkijs.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (21)
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Stefan Wahowski

Hr.Mankowski, Sie hätten recht gehabt, wäre der amerikanische Präsident nicht ein schwarzer Mann.


„Bei Euch werden die Schwarzen geschlagen“ - war der Propagandaspruch aus der Sowjetzeit. Die Sowjetunion ist allerdings tot, was der aktuelle russische Führer sehr bedauert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 15:34 Uhr
Ludgar Mankowski

Sehe keinen Zusammenhang

Das müssen Sie mir mal genauer erklären: Weil der US-Präsident schwarz ist, gibt es automatisch keinerlei (verdeckten) Rassismus mehr in den USA? Soweit mir bekannt ist, stellt sich die Lage doch dort sogar so dar, dass eine eigene Gesetzgebeung ("hate crimes") notwenig ist, um die Sache nicht allzusehr aus dem Ruder laufen zu lassen.

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Ludgar Mankowski

Sehr gut

In den USA gibt es genügend "coloured children", die sehnsüchtig auf eine Adoption durch ihre eigenen und reichen Staatsbürger warten. Leider ist die Rassendiskriminierung, welche immer noch in den USA vorherrscht und sehr schwer auszutreiben ist, so stark inder Gesellschaft verkankert, dass sich viele reiche US-Adoptiveltern für ein (weißes) russisches Kind entscheiden, dem in Vergangheit durch korrupte Beamten teilweise die absurdesten Behinderung für mehere Tausend Dollar zugesprochen werden mussten,damit es von einer US-Familie dann adoptiert werden kann. Dass Putin dieses dreckige Spiel beendet und hoffentlich für eine Verbesserung der Zustände sorgt, kann man nur begrüßen.

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Matthias Günther

Sowas nennt man Kollektivieren!

Hier wird anscheinend verkannt, dass Putin kollektiviert. Ich kann doch nicht eine Gruppe für etwas bestrafen, was ein Einzelner falsch gemacht hat. Das wäre ja genauso als wenn ich jemanden erschieße und meine gesamte Familie ins Gefängnis müsste für eine Tat, die ich begangen habe und niemand sonst. Dasselbe in Russland bzw. den USA: Dort wird auch mal ein russisches Kind misshandelt oder stirbt, weil die Eltern unfähig sind sich ordnungsgemäß darum zu kümmern oder warum auch immer und das kommt dann immer ganz groß raus, weil die Medien das hoch pushen, sodass es sich anhört, als wäre es in allen amerikanischen Familien, die russische Kinder adoptiert haben, der Fall. Dabei werden all die Kinder außer Acht gelassen, denen es nun gut, wahrscheinlich (kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen) sogar um einiges besser als in Russland, geht. Ich trete also auch denen ins Gesicht, die es besser machen wollen. Politische Schlammschlacht à la Ost vs. West.

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Stefan Wahowski

Hr.Tarasenko, wären Sie so gut informiert ,

wie Sie immer behaupten, wüssten Sie dass die Kindersterblichkeit in den russischen Pflegefamilien um das vielfache höher ist als die in den amerikanischen.

Die Amerikaner nehmen grundsätzlich nur die Kinder, die keiner in Russland haben will, weil diese krank oder behindert sind.

Diese werden in den USA aufgepäppelt und haben , soweit möglich, ein normales Leben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 22:00 Uhr
joachim tarasenko

Davon glaube ich kein Wort sorry, dass die Amis behinderte Kinder adoptieren wollen

Dann dürften die Amis ja keine Probleme haben. IN Rumänien gibt es genug Kinderheime in denen verkrüppelte Kinder ihr trauriges Dasein fristen müssen. Warum gehen sie dann nicht dorthin? Ganz einfach, sie wollen keine behinderten Kinder, denn sonst wären die Kinderheime in Rumänien leer. Und die in Bulgarien auch. Ein paar Bomben und Raketen weniger und es gäbe kein Elend mehr in irgendwelchen Heimen. Ich kenne ein Geschwisterpaar welches von einem GI gezeugt wurde. Der kümmerte sich nie um seine Kinder, die waren für ihn vollkommen uninteressant. Und so denke ich ist es vielen ergangen mit den ach so guten Amerikanern.

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Edda Kuhlmann

Immer das gleiche

Die Woerter "Israel" oder "Amerika" rufen sofort die ueblichen Kommentatoren auf den Plan um ihrer Frustration mit diesen beiden Laendern Luft zu machen. Man hat im Internet mal was ueber in die USA adoptierte russische Kinder gelesen und schon werden Einzelfaelle zum Normalfall hochstiilisert. Man weiss von dem Jungen, der von seiner Adoptivmutter unbegleitet ins Flugzeug nach Russland gesetzt wurde, aber nichts ueber das psychisch voellig zerstoerte Maedchen das ein Arbeitskollege von mir aus Russland adoptiert hat, das erst nach Monaten ueberhaupt ansprechbar war aber jetzt hier in den USA die Uni besucht. "Das Geschaeft mit Saeuglingen" klingt auch besser als der Hinweis, dass tausenden von chinesischen Maedchen in den USA ein Leben ermoeglicht wurde (fuenf von ihnen im engeren Bekanntenkreis). Es ist offensichtlich dass Putin die Macht des Kremls aus- und Demokratie und Menschenrechte abbaut, aber man sieht eben nur, was man sehen will.

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Hans Joachim Voigt

Man spielt wieder Weltbillard

Amerikas Politik ist die eines Billardspielers. Amerika zielt immer scheinbar auf eine harmlose Kugel um damit dann einen Volltreffer zu landen. Die Kinder würden Einestages russisch sprechende US-Soldiers werden, die zum Hass auf Russland erzogen, willfähriges Werkzeug der amerikanischen Außenpolitik werden. Diese würden dann in Russland eingeschleust um unerkannt die amerikanische Form von Demokratie dort einzuführen. Bei der „Orangenen Revolution“ in der Ukraine hat man den politischen Wandel über Wodka kurzzeitig herbeigeführt. Um die amerikanische Außenpolitik zu verstehen muss man ein Gehirnakrobat werden, um den gewollten Verlauf der Billardkugel vor dem Abstoß zu erkennen.

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Hans-Peter Jaspers

@Tarasenko - 28.12.2012 12:03 Uhr, Mueller - 28.12.2012 13:33 Uhr

"dass es wiederholt zu Misshandlungen bis zum Aussetzen auf die Strasse von russischen Adoptivkindern gekommen ist in den USA."

Konsequenterweise müsste der russische Staat Adoptionen - nach Ihrer (und seiner) Logik - gänzlich verbieten. Denn Misshandlungen russischer Adoptivkinder wird es nicht nur in den USA gegeben haben und geben. Sie dürften darüber hinaus selbst in den Heimen vorkommen, aus denen die Kinder durch eine Adoption herausgeholt werden.
Des Weiteren liegt es auch an den russischen Behörden zu prüfen, ob die jeweiligen Adoptiveltern in spe überhaupt geeignet sind, dass jeweilige Kind zu adoptieren.
Die Geeignetheit hängt aber sicher nicht mit Nationalität der potentiellen Adoptiveltern zusammen, sondern viel mehr mit der individuellen Einstellung der möglichen Adoptiveltern Eltern.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 20:18 Uhr
Hans-Peter Jaspers

@ joachim tarasenko

Gesetze sollten aber keine Gerüchte zur Grundlage haben.
In Deutschland wäre das von Putin unterzeichnete Gesetz wegen Art. 3 GG grob verfassungswidrig.

In den USA müssen potentielle Adoptiveltern persönlich vorstellig werden und werden dabei regelrecht durchleuchtet - in Deutschland ist das nicht viel anders
Wenn der russische Staat das grundsätzlich anders handhabt und die potentiellen Adoptiveltern gar nicht hinreichend prüft, dann macht er sich dabei mitschuldig, wenn russische Adoptivkinder später durch ihre Adoptiveltern misshandelt werden.

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Hans-Peter Jaspers

@ Hans-Joachim Mueller

Hat denn der russische Staat irgendwo die Behauptung aufgestellt und belegt, dass Kinder bei us-amerikanische Adoptiveltern wesentlich häufiger zu deren Opfer werden?

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joachim tarasenko

ja sicher, aber die Amis könnten ja die Kinder in Kanada auch adoptieren

Im Internet kursieren Gerüchte dass die Amis russische Kinder bevorzugen aufgrund ihrer Hautfarbe. In Europa ist die Adoption ziemlich schwierig, ausserdem gibts weniger Armut. Wie wollen denn die Russen eine Eignung der in Frage kommenden Adoptiveltern überprüfen wenn die soweit weg sind? Weiters ist nicht nachvollziehbar warum die Amerikaner nicht im Nachbarland Kanada nach geeigneten Kindern suchen. Auch in D gibt es jede Menge Heime mit Kindern die auf eine Familie warten. Viele Russen wollen auch gar nicht in den Westen.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 28.12.2012 14:37 Uhr

kann ich nachvollziehen

Kann ich nachvollziehen, was Putin jetzt beschlossen hat.

Ausgerechnet die amerikanische Justiz will Russland erklären, wie gerecht geurteilt wird - Ganovenehre billigen sie sich selber zu und Putin ist der Böse.

Warum eigentlich sind einige Amerikaner so scharf darauf, russische Waisenkinder zu adoptieren ? Gibt es keine in den USA ? oder soll auf diese Art und Weise langfristig Russland amerikanisiert werden ?

Diese überhebliche, amerikanische Machtbessenheit und Selbstbezogenheit, nur sie seien die Guten und alle anderen Völker die schlechten, die froh sein sollten, dass man mit ihnen spricht, ist verletzend und insofern Putins Handeln, keine Adoptionen an amerikanische Staatsbürger mehr zuzulassen, folgerichtig.

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Stefan Wahowski

(nur) ein Kind wurde zurück geflogen

In den letzten 20 Jahren haben die Amerikaner 60000 russ.Kinder adoptiert, davon waren die im Artikel genannten 19 durch Nachlässigkeit oder Misshandlung durch die Eltern gestorben. In Russland werden jährlich um die 100000 Kinder Opfer von Verbrechen, um die 25000 verschwinden jährlich, 1500 wurden durch Pflegeeltern getötet. Russland hat weltweit den 1.Rang bei Kinderselbstmorden, Anzahl der Kinder in Drogen- und Alkoholiker-Familien. Darüber hinaus adoptieren die Amerikaner meistens die behinderten Kinder, die keiner in Russland haben will und somit werden diese vor einem Verecken in Heimen gerettet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 17:14 Uhr
joachim tarasenko

Es waren sicher mehr als 19

Und wie viele Kinder gibt es in unsrem Land die gerne eine bessere Familie hätten? Soviel ich informiert bin findet in den USA ein reger Kinderhandel statt. Diese kommen meist aus Mexico und Lateinamerika. Ich glaube die Dunkelziffer ist weitaus höher als nur 19. Über 50 Millionen Menschen (ein sechstel der Bevölkerung) in den USA ist arm und bezieht Essensmarken. Wie die USA darauf kommen dass es die Kinder dort alle besser haben ist mir schleierhaft. Wenn die Amis doch behinderte Kinder nehmen wie Sie meinen warum nicht jene aus den Ländern die sie bombardiert haben? Vietnam, Irak, Afghanistan, dort gäbe es derer mehr als genug

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Closed via SSO
Helmut Smith (fmsus) - 28.12.2012 14:10 Uhr

Das Aufbäumen des kranken Tigers

Gerade jetzt könnte man meinen, die Gerüchte über Putins Gesundheitszustand sind wahr. Auf der anderen Seite: der kalte Krieg war nie vorbei.

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Samuel  Lang
Samuel Lang (Orendel) - 28.12.2012 12:51 Uhr

Löblich!

Was die "Mutter" aller derzeitigen Kultur alles Schönes hervorbringt, mag jetzt nicht angesprochen werden, geht es jetzt doch um Rußland.

Internationale Kritik ist relativ, ob jetzt US Amerikaner russische Kinder adoptieren dürfen oder nicht, ist international eigentlich egal. Da gibt es andere Sorgen: Krieg, Hunger, Unfreiheit.

Mich stört es nicht, ich finde es in Ordnung, wenn ein Staat dies selbst bestimmt, dies ist alle mal besser als in einem Staat zu leben, in dem alles abgenickt werden muß, was angewiesen wird.

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joachim tarasenko

Die USA sind einfach nur unglaubwürdig in der Causa

Putin wirft den USA auch Menschenrechtsverletzungen vor. Hätte dieser russische Anwalt nicht für eine US Firma gearbeitet wäre die USA auch nicht tätig geworden. Die USA maßen sich arrogant an, sich in interne Angelegenheiten andrer Länder einzumischen. Derweil hat Obama ein Gesetz verabschiedet das auch die Tötung US Bürger im Ausland vorsieht, wenn es der Präsident der USA für richtig erachtet. Es wird ausserdem ausser Acht gelassen dass es wiederholt zu Misshandlungen bis zum Aussetzen auf die Strasse von russischen Adoptivkindern gekommen ist in den USA. So hat z.B. eine Frau die ihres Adoptivkindes überdrüssig wurde, dieses einfach allein in ein Flugzeug gesetzt. Es wird auch vermutet dass russische Kinder wegen ihrer weissen Hautfarbe in den USA gefragt sind. Dass alle Gesetze die Putin zum Schutz russischer Bürger erlässt um die USA zu ärgern ist reine Paranoia.

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Otto Kaldrack

putin und amerika

schröders großer demokratischer freund zeigt einmal mehr,
wie sehr er seine landsleute, in diesem fall kinder liebt.
wenn die usa auf mißstände hinweisen, müssen russ. kinder
das ausbaden, kaum glaublich aber wahr. spd und grüne
werden das sicher richtig finden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 13:17 Uhr
Otto Kaldrack

ja frau schramm

das land ohne dreck vor der tür müssen sie mir mal zeigen. aber für
kinder die statt in russ. erziehungsanstalten in einer familie in einem
demokratischen land aufwachsen können, dürfte das in 99% der
fälle wesentlich besser sein. aber jeder hat natürlich seine eigene
meinung dazu, genauso wie zu putins demokratieverständnis.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 28.12.2012 14:43 Uhr

Jedes Land hat genug Dreck vor der eigenen Tür

Ich könnte Ihre Einwände richtig finden, wenn die USA ein Land mit einwandfreier, weißer Weste wären. Sind sie aber nicht. Was SPD und Grüne dabei richtig oder falsch finden, spielt überhaupt keine Rolle. Jedes Land hat genug Dreck vor der eigenen Haustür - den gilt es, erst einmal zu beseitigen bevor man andere Länder wegen ihres Drecks beschimpft.

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28.12.2012, 11:20 Uhr

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