Home
http://www.faz.net/-gq5-o9lh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rußland Putin: Russische Atomstreitkräfte haben genügend Reserven

 ·  Mit „bedeutenden Reserven“ an bodengestützten Raketen habe Rußland „genügend Zeit, um konsequent und systematisch neue Waffen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln“, erklärte Präsident Putin.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die russischen Atomstreitkräfte haben nach Ansicht von Präsident Wladimir Putin genügend Reserven, um trotz fortschreitender Alterung ihrer Systeme die Zeit bis zu einer grundlegenden Modernisierung zu überbrücken.

Die „bedeutenden Reserven“ an bodengestützten Raketen in den Arsenalen könnten die in Dienst stehenden strategischen Waffen im Falle von deren Überalterung ersetzen, sagte Putin am Donnerstag bei Gesprächen im Verteidigungsministerium in Moskau. „Und damit haben wir genügend Zeit, um konsequent und systematisch neue Waffen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln“, erklärte Putin. Die internationalen Abrüstungsabkommen seien von diesen Plänen nicht betroffen.

„Deutliche Abrüstung möglich“

Verteidigungsminister Sergej Iwanow lobte das verbesserte Verhältnis zu den Vereinigten Staaten und anderen Industrienationen. Dadurch sei eine „deutliche Abrüstung des nuklearen Potenzials sowie konventioneller Waffen“ möglich, ohne daß die eigene Sicherheit gefährdet werde. Ungeachtet dessen hieß es in einer in Moskau veröffentlichten „Militärdoktrin zur Modernisierung der Streitkräfte“, Rußland erwäge eine neue Nuklearstrategie, falls die Nato ihre „aggressive Ausrichtung“ beibehalte.

In der Doktrin wird auf eine potentielle Gefahr durch politischen Extremismus in den zentralasiatischen Staaten an der Grenze zu Afghanistan verwiesen. Rußland behalte sich das Recht vor, im Falle einer politischen Destabilisierung in Nachbarstaaten zur eigenen Sicherheit präventiv einzugreifen. Im September hatte Rußland offiziell den Aufbau eines Luftwaffenstützpunkts in der zentralasiatischen Republik Kirgisien angekündigt.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Gestutzte Flügel

Von Günther Nonnenmacher

Bisher ist kein in der Sache triftiger Grund zu sehen, warum die Union de Maizière fallen lassen sollte. Angesichts eigener Mitwirkung am Drohnenprojekt kann ihm auch die SPD keinen Fallstrick drehen. Mehr 7 15