30.12.2003 · Kurz vor Ablauf der Nominierungsfrist haben mehrere russische Politiker ihre Absicht erklärt, bei der Präsidentenwahl gegen Wladimir Putin anzutreten, dessen Sieg bei der Wahl im März dennoch als ungefährdet gilt.
Kurz vor Ablauf der Nominierungsfrist haben mehrere russische Politiker ihre Absicht erklärt, bei der Präsidentenwahl im kommenden März gegen Wladimir Putin anzutreten. Der populäre fühere Kommunist Sergej Glasjew, der bei der Parlamentswahl den linksnationalistischen Parteienblock Rodina geführt hatte, gab am Dienstag in Moskau seine Kandidatur bekannt.
Gleichzeitig nominierte die Führung von Rodina den früheren Zentralbankpräsidenten Viktor Geraschtschenko als Bewerber. Auch die liberale Politikerin Irina Chakamada von der Union rechter Kräfte (SPS) erklärte einen Tag vor Ablauf der Nominierungsfrist ihre Kandidatur.
Die liberalen Parteien SPS und Jabloko hatten nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Dumawahl am 7. Dezember zunächst auf eine Teilnahme an der Präsidentenwahl verzichtet. Zudem reichte der frühere Parlamentsvorsitzende Iwan Rybkin, ein erklärter Gegner des Tschetschenienkrieges, seine Bewerbung ein.
Der Sieg Putins bei der Wahl am 14. März 2004 gilt als völlig ungefährdet. Für die übrigen Bewerber sind nach Umfragen bestenfalls Achtungserfolge zu erzielen. Die Kommunisten hatten nach dem Mißerfolg bei der Parlamentswahl nicht mehr ihren Vorsitzenden Gennadi Sjuganow, sondern den linksgerichteten Agrar-Politiker Nikolai Charitonow aufgestellt.