12.06.2012 · Es müsste eigentlich im Interesse des Kremls sein, dass in der Opposition relativ gemäßigte Politiker tonangebend bleiben. Aber offenbar setzen die Machthaber lieber auf Konfrontation.
Von Reinhard VeserRichtlinien für Lesermeinungen
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wie die Autoren wissen, wes Geistes Kind die "Demonstranten"
sind. Da werden diese Leute schlicgtweg als Demokraten erkannt, in
anderen Fällen sind es Fans von irgendwelchen Clubs (dabei sind
denen, wie sie mitunter selbst unverblümt erklären, die Clubs
völlig egal, ihnen geht es um die Schlägerei), In Syrien sind
es dann auch Demokraten (wobei dortt fraglich ist, woher sie eigentlich
ihre Waffen beziehen, woher das Geld dafür kommt).
Gerade weil das regelmäßig nicht thematisiert und schon gar
nicht recherchiert wird, werden die Bericht immer unglaubwürdiger.
Alles geht offenbar nach der Devise, wenn man nicht genug Feinde hat,
schafft man sich welche. Man muss zugeben, das wird hier erfolgreich betrieben.
Verfasser Veser will in einer Menge 'Extremisten' wahrgenommen haben
In der Tat fragt es sich, wie er zu dieser Einschaetzung gekommen sein mag.
Putin scheint den jungen russischen Mittelstand herausfordern und
zerschlagen zu wollen. Meint er, sein Riesenland bloss mit den
Nutzniessern seiner Herrschaft voran bringen zu koennen?
Putin duerfte sich selbst sein aergster Feind sein. Er weiss, dass man
nicht bloss ein bisschen Demokratie, Pluralismus, Gewaltenteilung, etc.
haben kann. Wenn er einmal anfaengt, sich auf Kompromisse mit der
Opposition einzulassen, wuerde sein Herrschaftsanspruch rasch verfallen.
Es wird sehr spannend bleiben, wie sich dieser innerrussische Machtkampf
entwickeln wird.