http://www.faz.net/-gpf-8wlq6

Russische Luftraumbeobachtung : Syrische Luftwaffe traf Chemiewaffenfabrik

  • Aktualisiert am

Ein syrischer Mann wird nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Chan Scheichun am 4. April 2017 von Helfern in ein Krankenhaus gebracht. Bild: AFP

Nach Angaben Russlands hat die syrische Armee in Chan Scheichun ein Munitionslager der Rebellen angegriffen, in dem auch Geschosse mit chemischen Kampfstoffen hergestellt worden seien.

          Die syrische Luftwaffe hat nach Angaben Russlands bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun im Nordwesten des Landes eine Chemiewaffenfabrik getroffen. Es sei ein großes Munitionslager der „Terroristen“ und eine Ansammlung militärischer Geräte ins Visier genommen worden, teilte das Verteidigungsministerium laut Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch mit. Das gehe aus den Aufnahmen der russischen Luftraumbeobachtungssysteme hervor.

          Auf dem Gebiet der Lagerstätte hätten sich Werkstätten befunden, in denen Geschosse mit chemischen Kampfstoffen produziert worden seien, hieß es weiter. Aus diesem großen Waffenlager seien Chemiewaffen an Kämpfer in den Irak geliefert worden. Rebellen hätten ähnliche Geschosse bereits in Aleppo eingesetzt.

          Bei einem der schwersten Angriffe mit Giftgas in dem Bürgerkrieg waren am Dienstag Aktivisten zufolge mindestens 58 Menschen getötet worden, darunter 19 Kinder und elf Frauen. Die Vereinigten Staaten hatten Russland und den Iran in scharfer Form aufgerufen, ihren Einfluss auf Präsident Baschar al-Assad geltend zu machen. Der UN-Sicherheitsrat will am Mittwoch auf Antrag Frankreichs und Großbritanniens zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.

          Weitere Themen

          Stichwahl ist friedlich verlaufen Video-Seite öffnen

          Mali : Stichwahl ist friedlich verlaufen

          Der Amtsinhaber Keita ging als Favorit in die Präsidentenstichwahl. Wahlbeobachter sagten, es habe keine nennenswerte Zwischenfälle gegeben, während die erste Runde der Wahl von Gewaltakten überschattet worden war.

          Zurück nach Afghanistan Video-Seite öffnen

          40 abgelehnte Asylbewerber : Zurück nach Afghanistan

          Mit dem 15. Abschiebeflug sind 40 abgelehnte Asylbewerber zurück nach Afghanistan gebracht worden. Die Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, da die Sicherheit im Land unterschiedlich eingestuft wird.

          Topmeldungen

          Steve Bannon : „Das Erbe der Finanzkrise ist Donald Trump“

          Viele Amerikaner leiden bis heute unter den Folgen der Finanzkrise. Donald Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon meint: Ohne die Krise wäre der Milliardär heute nicht Präsident.

          Schneller schlau : Die Altenwelle

          Dass Deutschlands Bevölkerung altert, ist bekannt. Doch wie schnell das Land schon jetzt älter wird, haben Sie noch nie gesehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.