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Rüstung Iran testet angeblich Super-Unterwasserrakete

03.04.2006 ·  Der Raketentest müsse die Welt nicht beunruhigen, sagt Irans Botschafter bei der Atomenergiebehörde. Doch das Land brüstet sich mit einer neuen Waffe, die dem Radar entgehen und mehrere Ziele gleichzeitig bekämpfen soll.

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Der Iran hat innerhalb weniger Tage den Test einer weiteren hochmodernen Raketenwaffe bekannt gegeben. Dabei handele es sich um eine schnelle Unterwasser-Rakete, die von Sonar-Ortungssystemen nicht erfaßt werden könne, sagte Konteradmiral Ali Fadawi im staatlichen Fernsehen.

Am Freitag hatte ein ranghoher Kommandeur der Revolutionsgarden mitgeteilt, der Iran habe eine neue Rakete getestet, die der Radar-Überwachung entgehen und mehrere Ziele gleichzeitig bekämpfen könne. Beide Waffen wurden den Angaben zufolge erfolgreich bei einem gegenwärtig im Golf laufenden Marinemanöver getestet.

Konteradmiral Fadawi sagte: „Diese Rakete entgeht dem Sonar unter Wasser und selbst wenn das feindliche Sonarsystem ihre Bewegung unter Wasser entdecken sollte, könnte ihr kein Kriegsschiff entkommen, weil sie eine so hohe Geschwindigkeit hat.“

„100 Meter pro Sekunde schnell“

Normalerweise sei die maximale Geschwindigkeit einer Rakete unter Wasser 25 Meter pro Sekunde. „Wir besitzen jetzt aber eine Rakete, die 100 Meter pro Sekunde schnell ist“, sagt er. Der Iran sei damit eines von zwei Ländern, die über solche Waffen verfügten. Der Admiral nutzte in seiner Ansprache das Farsi-Wort für „Rakete“ und nicht für „Torpedo“.

Der Westen beobachtet mit Sorge die Entwicklung neuer Waffen im Iran, die unter Umständen auch als Träger für eigene Atomsprengköpfe dienen könnten. Der Iran bestreitet zwar, Atomwaffen zu entwickeln, konnte Zweifel des Westens aber bislang nicht ausräumen. Europäische Diplomaten hatten zudem kürzlich berichtet, das Land entwickle Raketen, die als Träger für Atomsprengköpfe dienen könnten. So könnte nach Informationen von Geheimdiensten die Schahab-3-Rakete mit Atomwaffen ausgerüstet werden. Diese Rakete hat nach Einschätzung von Experten eine Reichweite von 2000 Kilometern und könnte damit Israel, aber auch Südosteuropa erreichen.

Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Aliasghar Soltanijeh, sagte am Sonntag dem amerikanischen Fernsehsender CNN, der Raketentest müsse die Welt nicht beunruhigen. Seines Wissens nach kann die Rakete keinen Atomsprengkopf tragen.

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