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Rücktritt Laridschanis Sorge vor einer Verschärfung des Atomstreits mit Iran

21.10.2007 ·  Nach dem Rücktritt des iranischen Unterhändlers Laridschani wächst im Westen die Sorge, dass sich Streit mit dem Regime in Teheran wegen dessen nuklearen Pläne verschärfen könnte. Washington wertet Laridschanis Rückzug als Sieg von Ahmadineschads Kurs.

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Der Rücktritt des iranischen Unterhändlers Laridschani hat international die Sorge wachsen lassen, dass sich der Atomstreit mit dem Westen verschärfen könnte.

Laridschani war am Wochenende auf eigenen Wunsch zurückgetreten und durch den bisherigen stellvertretenden Außenminister Said Dschalili ersetzt worden. Die iranische Regierung teilte mit, die Ernennung Dschalilis, der Präsident Ahmadineschad nahestehen soll, bedeute keinen Kurswechsel. Laridschani wolle sich nun auf „andere politische Tätigkeiten“ konzentrieren, sagte ein Regierungssprecher nach Agenturberichten in Teheran. Er habe wiederholt um seine Demission gebeten. An dem am Dienstag in Rom geplanten Treffen mit dem EU-Außenbeauftragen Solana würden Dschalili und Laridschani teilnehmen.

Washington: Ein Sieg Ahmadineschads

Der Rücktritt Laridschanis fügt sich in das Bild einer intensiven Iran-Diplomatie der vergangenen Wochen zwischen Moskau, Washinghton, Tel Aviv und Teheran. In den Vereinigten Staaten wurde Laridschanis Rückzug als Sieg von Ahmadineschads Kurs in Teheran gewertet.

Video: Putin trifft Ahmadineschad

Der frühere amerikanische UN-Botschafter John Bolton sagte, die Entwicklung in Teheran zeige, dass die iranische Führung entschlossen sei, ihr Atomprogramm trotz der Forderung des UN-Sicherheitsrates nach einer umgehenden Aussetzung der Urananreicherung fortzusetzen. (Siehe auch: Kommentar: Laridschanis Abschied )

Amerikanisches Angebot an Moskau

Unterdessen bewerteten Nato-Vertreter das jüngste amerikanische Angebot im Streit um das geplante Raketenabwehrprogramm als einen wichtigen Umschwung. Nato-Generalsekretär de Hoop Scheffer sprach in einem Interview von einem „substantiellen“ Angebot an Russland. Er hoffe, dass Russland positiv darauf reagiere.

Der Europa-Abteilungsleiter im Außenministerium, Dan Fried, hatte in Brüssel zuvor gesagt, das Raketenabwehrprogramm sei eine Reaktion auf eine Bedrohungslage. Sollte diese nicht mehr bestehen oder deutlich verringert werden, ließen sich leichter „programmatische Anpassungen“ vornehmen. Nicht mehr länger wäre dann über die Raketenabwehr isoliert von anderen Streitfragen zu reden, sondern etwa auch über das iranische Atomprogramm und den Streit über das Kosovo. (Siehe auch: Ein Paket in Richtung Iran)

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