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Der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi am 1. Juni in Rom Bild: EPA

Streit um Rettungsschiff : Rom bestellt französischen Botschafter ein

  • Aktualisiert am

Weil Italien einem Flüchtlings-Rettungsschiff die Einfahrt verwehrte, hatte der französische Regierungssprecher von Zynismus und Verantwortungslosigkeit der italienischen Regierung gesprochen. Jetzt reagiert der italienische Außenminister.

          Im Streit zwischen Italien und Frankreich um das Flüchtlings-Rettungsschiff „Aquarius“ muss der französische Botschafter in Rom zum Rapport. Außenminister Enzo Moavero Milanesi habe den Diplomaten einbestellt, teilte das Ministerium am Mittwoch in Rom mit.

          In Italien hatten vor allem Aussagen des französischen Regierungssprechers für Unmut gesorgt. Der hatte vom „Beweis einer Form von Zynismus und einer gewissen Verantwortungslosigkeit der italienischen Regierung“ gesprochen.

          Italien hatte dem Schiff mit Hunderten erschöpften Migranten an Bord die Einfahrt in einen Hafen des Landes verwehrt.

          Die „Aquarius“ ist nach zwei Tagen Blockade nun – begleitet von zwei italienischen Schiffen der Marine und der Küstenwache – unterwegs nach Spanien.

          Um das Thema Migration streiten sich Paris und Rom häufiger. Auch Hilfsorganisationen werfen Frankreich oft vor, Migranten aus Italien mit Gewalt zurückzudrängen.

          Im sizilianischen Catania ist unterdessen am Mittwoch ein Schiff der italienischen Marine mit 932 Flüchtlingen gelandet. An Bord befanden sich laut Berichten italienischer Medien auch zwei Leichen. Die Migranten waren am Wochenende bei sieben Rettungsoperationen aus dem Mittelmeer geborgen worden.

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