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Republikaner Ein Sieg und eine Spaltung

 ·  Mit dem Sieg Mitt Romneys in der Vorwahl in Illinois wird seine Kandidatur für die Republikaner immer wahrscheinlicher. Das Dilemma der Partei wird damit aber nicht geheilt.

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Aus beinahe jeder republikanischen Vorwahl ließen sich bisher zwei Schlussfolgerungen ziehen: Der Favorit für die Präsidentschaftskandidatur, Mitt Romney, schafft es nicht, den konservativen Parteiflügel für sich einzunehmen oder gar zu elektrisieren; das ist die eine „Botschaft“. Die andere lautet: Mitt Romney steuert auf die Kandidatur langsam, aber sicher zu, mag sein innerparteilicher Hauptrivale, Rick Santorum, auch hier und da einen Achtungserfolg erringen oder sogar einen schweren Körpertreffer landen.

Denn Santorums Problem ist das Spiegelbild des Romney-Handicaps: Er kommt bei den Evangelikalen und Rechtskonservativen in der Partei gut an, aber jenseits dieses Milieus, in dem man mit einem scharf zugespitzten Werteprofil reüssieren kann, schwindet seine Attraktivität rasch dahin. Von der generellen Wählbarkeit einmal abgesehen.

Obama ist schlagbar - auch von einem wenig mitreißenden Gegner

Sein jüngster Erfolg in der Vorwahl in Illinois hat also Romneys Favoritenstatus erhärtet. Es ist nahezu unmöglich, dass sein Rivale Santorum in den verbleibenden Vorwahlen so viele Delegiertenstimmen gewinnt, dass er (mathematisch) der Kandidat der Partei wird, der Präsident Obama im November herausfordert. Offenbar zielt seine Strategie darauf, dass erst auf dem Wahlparteitag Ende August die – eben nicht nur formale – Entscheidung fällt. Auch das ist nicht unmöglich, aber wenig wahrscheinlich.

Und so ist die Republikanische Partei innerlich zerrissen und uninspiriert. So lange Romneys Gegner nicht aufgeben, kann diese Spaltung noch nicht einmal taktisch repariert werden. Das Merkwürdige freilich ist: Fachleute halten Präsident Obama weiterhin für schlagbar – trotz der sich aufhellenden Stimmung in der Wirtschaft und trotz einer Gegnerschaft, die nicht mitzureißen vermag. Das sollte für die Republikaner eigentlich Anreiz genug sein, zur Abwechslung wieder an der Geschlossenheit der Partei zu arbeiten.

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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