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Regierungskritische Demonstrationen Mehr als 100 Festnahmen in Russland

Nach den gewaltsam aufgelösten Protesten von Regierungsgegnern sind in Russland 120 Demonstranten festgenommen worden. Der bekannte Oppositionelle Eduard Limonow wurde im Eilverfahren zu 15 Tagen Haft verurteilt.

© dpa Vergrößern Russische Polizisten nehmen eine Demonstrantin in Gewahrsam

Bei zwei nicht genehmigten Kundgebungen in der russischen Hauptstadt Moskau sowie in St. Petersburg sind am Silvesterabend rund 120 Demonstranten festgenommen worden.

Nach den gewaltsam aufgelösten Protesten von Regierungsgegnern in Russland wurde der bekannte Oppositionelle Eduard Limonow im Eilverfahren zu 15 Tagen Haft verurteilt worden. Das bestätigten die Behörden in Moskau am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.

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Unter den Demonstranten war auch der frühere stellvertretende Regierungschef Boris Nemzow, der am Samstag zunächst weiter im Gefängnis war. Der heutige Kremlkritiker bezeichnete seine Festnahme als Beispiel für Polizeiwillkür.

Proteste gegen Verurteilung Chodorkowskis

Scharfe Kritik an der Inhaftierung kam auch von der Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe, Ljudmila Alexejewa. Die Festsetzung Nemzows sei ein Skandal. „Er hat niemals zu einem Protestmarsch durch Moskau aufgerufen, wie die Polizei behauptet“, sagte die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

In mehreren russischen Städten hatten Gegner des Regierungschefs Wladimir Putin bei erlaubten und nicht erlaubten Kundgebungen unter anderem gegen die jüngste Verurteilung des Kremlkritikers und Ex-Ölmagnaten Michail Chodorkowski zu 14 Jahren Haft protestiert. In Russland demonstrieren Menschenrechtler und Kremlgegner traditionell am 31. eines Monats. Sie verweisen damit auf die in Artikel 31 der russischen Verfassung verankerte Versammlungsfreiheit.

Quelle: dpa

 
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