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Rede vor Veteranen Bush sieht Parallele zwischen Kampf im Irak und Weltkrieg

23.08.2007 ·  Der amerikanische Präsident Bush hat den Waffengang im Irak in einen historischen Zusammenhang zum Zweiten Weltkrieg und zum Vietnamkrieg gestellt und Durchhalten angemahnt. Seine Kritik an Iraks Ministerpräsident Maliki nahm er zurück.

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Der amerikanische Präsident George W. Bush hat den unpopulären Waffengang im Irak in einen historischen Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg gestellt und Durchhalten angemahnt. Bush sagte am Mittwoch vor Tausenden Kriegsveteranen in Kansas City, es sei im besten Interesse der Vereinigten Staaten, weiter an der Stabilisierung der Demokratie in dem Golfstaat zu arbeiten. Es gehe ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg und in Vietnam um einen „ideologischen Kampf“.

Der Irak sei Teil des von Amerika geführten Krieges gegen den Terror, sagte Bush. Dabei ergebe sich eine historische Parallele: Militaristen in Japan sowie Kommunisten in Korea und Vietnam seien von einer „gnadenlosen Vision“ beseelt gewesen. Ähnliche Motive hätten nun „die Terroristen, die im Irak Krieg führen“, sagte Bush.

Kerry: Geschichtsklitterung

Der gegen Bush unterlegene demokratische Präsidentschaftsbewerber und Vietnam-Veteran John Kerry warf Bush Geschichtsklitterung vor. „Wenn der Präsident die Lektion aus Vietnam beherzigen würde, dann sollte er jetzt den Kurs ändern“, sagte Kerry. Die Demokraten dringen auf einen Fahrplan zum Abzug der Truppen aus dem Irak, wo rivalisierende Bevölkerungsgruppen einander bekämpfen.

Unterdessen nahm Bush am Mittwoch seine Kritik am irakischen Ministerpräsidenten Maliki zurück. Maliki sei „ein guter Kerl, ein guter Mann“, sagte Bush in seiner Rede in Kansas City. „Er hat einen schwierigen Job, und ich unterstütze ihn.“ Am Vortag hatte sich Bush angesichts mangelnder Fortschritte im Irak enttäuscht gezeigt und angedeutet, Maliki könnte schon bald vom irakischen Volk ausgetauscht werden. Es gebe einen gewissen Grad an „Frustration“ über die Bilanz der irakischen Regierung.

Maliki: Niemand kann uns Fristen setzen

Auch der amerikanische Botschafter in Bagdad, Crocker, hatte die sehr enttäuschende Bilanz der Regierung Maliki beklagt: „Wir erwarten Ergebnisse, und auch das irakische Volk erwartet Ergebnisse. Unsere Unterstützung ist kein Blankoscheck.“

Maliki hatte Bushs Kritik am Mittwoch noch vor dessen Lob zurückgewiesen. „Die Regierung ist vom irakischen Volk gewählt worden, und niemand kann ihr Fristen setzen“, sagte er in Damaskus. Die Kritik aus Washington nannte er „unverantwortlich“.

Von Washington aus kritisierte dafür Hillary Clinton den irakischen Regierungschef. Die Senatorin von New York und demokratische Präsidentschaftskandidatin rief am Mittwoch das Parlament in Bagdad dazu auf, Maliki abzusetzen. Er sei nicht Herr der Lage und werde seinem Amt nicht gerecht, sagte Frau Clinton. Irak brauche einen Ministerpräsidenten, der das Land vereine.

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