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Recht auf Waffenbesitz Einzigartiger Ausdruck der amerikanischen Kultur

 ·  Für die „National Rifle Association“ ist klar: Ohne Waffen gibt es keine Freiheit. Und erst recht keine Sicherheit. Ein Besuch im „National Firearms Museum“.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (40)

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vera schmidt
vera schmidt (vera-s) - 27.12.2012 19:10 Uhr

ich kann nicht wirklich dran glauben, dass gesetze wirksam verhindern können

blicken wir doch mal europa: die allermeisten verbrechen, mit welchen waffen werden die begangen, legalen oder illegalen?
manche tun so, als ob man nur ein gesetz verabschieden bräuchte, und niemand könne sich mehr eine waffe beschaffen.
vor allem, die ursachen solcher amokläufe werden wir damit nicht beseitigen. warum jemand so etwas tut, das kann ein mensch mit halbwegs normalem gemütszustand nicht nachvollziehen.
allenfalls könnte man nach gesellschaftlichen ursachen forschen.
z.b. ist die ständige berieselung mit gewalt aller art via medien und spielen wirklich sooo harlmos, wie alle gern tun? welche botschaften werden damit transportiert? viele dieser spiele kommen aus dem militärischen bereich und dienten ursprünglich dazu, soldaten gegen das töten abzustumpfen.
aber auch das nur ein teil von vermutlich sehr vielen.

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joachim tarasenko

Axt oder Colt ist die Frage

Nach Ansicht eines NRA Betonkopfes benötigt jeder Lehrer eine Waffe um sich verteidigen zu können.Meiner Ansicht nach ist es nur noch eine Frage der Zeit bis das durch geht. Mittlerweile kann sich jeder Amokläufer aufführen wie der Fuchs im Hühnerstall denn er hat keinerlei Gegenwehr zu erwarten. Es ist leider so. Man könnte so argumentieren. aber wenn niemand eine Waffe hat gäbe es keine Amokläufer.Ausser wenn jemand mit dem Beil umher läuft. Aber mit Äxten macht man ja weitaus weniger Umsätze.

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Otto Meier

Gibt es einen Unterschied zwischen atomarer Abschreckung und allgemeiner Bewaffnung?

Haben wir den Frieden in Europa nicht auch der Tatsache zu verdanken, daß sich die Supermächte bis an die Zähne bewaffnet und mit Atomwaffen ausgerüstet gegenüberstanden und immer noch gegenüberstehen? Ist es nicht die Wahrscheinlichkeit gegenseitiger Vernichtung, die davor zurückschrecken ließ, weitere globale Konflikte heraufzubeschwören?

Und hat der Gedanke allgemeiner Bewaffnung denn nicht denselben Hintergrund der Abschreckung? Wer damit rechnen muß, den eigenen Schußwaffengebrauch nicht zu überleben, der wird es sich doch sicherlich auch zweimal überlegen, eine Schußwaffe einzusetzen, oder?

Zeigt das nicht deutlich, daß die Waffen selbst nicht das Problem sind? Daß es keine Rolle spielt, ob Waffen frei verfügbar sind, oder nicht. Einen außer Kontrolle geratenen Menschen wird kein Waffengesetz der Welt davon abhalten können, sich Waffen zu verschaffen und diese dann auch einzusetzen. Und je schwächer der Mensch, desto eher wird er zur Waffe greifen.

Nur Menschlichkeit hilft.

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Harald Ortmanns

@U@DH7XU

Lustiger Text, den Sie das schreiben.
Sie haben aber etwas vergessen: 1941-1945 haben amerikanische Jungs ihr Leben aufs Spiel gesetzt (und viele haben es verloren), um uns Schlaumeier von denen zu befreien, die uns das erste deutsche Waffengesetz beschert haben.
Und damit Sie solche Kommentare abgeben dürfen, ohne danach nachts zum Verhör abgeholt zu werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 12:04 Uhr
wolf biermann

Stimmt, aber wenn die Russen......

nicht so schnell in Deutschland gewesen wären, hätten wir die ersten Atombomben ausprobieren dürfen. Auch "amerikanische Jungs" waren ihrer jeweiligen Regierung oft egal, wenn es um "höhere" Ziele ging. (Vietnam, Irak......)
Ist Ihnen dieser Kommentar recht?

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Bernhard Fabricius

"Kultur"

Darf man nun auf weitere Kulturberichte hoffen? Drohnenkultur? Kultur der Steinigung in Afghanistan?
Die Kultur in Newtown?

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 24.12.2012 07:10 Uhr

Einzigartiger Ausdruck der amerikanischen "Kultur" !!!

Es passt schon: Zunächst wurde im Rahmen der massenhaften Einwanderung der Genozid an den Ureinwohnern verübt, dann das Land mit Hilfe afrikanischer Sklaven aufgebaut, dann bekriegte man sich gegenseitig, nach den beiden Weltkriegen ging es dann "lustig" weiter mit dem Engagement in Korea, dann wurde der Vietnamkrieg vom Zaun gebrochen (Stichwort: Tonkin-Zwischenfall) und dann ein weiterer Krieg gegen den Irak. Dazwischen gab es noch Scharmützel in der Schweinebucht, Panama und in Greneda. Nicht zu vergessen das militärische und politische Engagement im Nahen Osten.
Und wie sollen die Amerkaner jetzt auf einmal friedlich werden und sich von ihren Waffen verabschieden?

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Lothar Pienkny

Was bitte hat das mit KULTUR zu tun ?

Vielleicht sollte man die Begrifflichkeiten etwas sortieren ? Todbringende Distanzwaffen als elementarer Ausdruck von Kultur ? Nicht umsonst sagt man wohl , dass die kürzesten Bücher der Weltgeschichte u.a. die amerikanische Kulturgeschichte (und die englischen Kochbücher) sind.
Kultur ist immer noch ein akzeptierter Gegenbegriff zu Natur, und damit auch zu allen Ideologien , die das sog. "Recht des Stärkeren/Bewaffneten" betonen möchten. Freiheit und Gewalttätigkeit zu konnotieren geht fehl. Das Wasser und die Luft erodieren den Fels, die Friedfertigen werden letztendlich als "Fitteste = Passendste Menschen" die Geschichte der Menschheit bestimmen.

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K. Peter Luecke

Wenn man das Foto mit den "zurückgegebenen" Waffen so sieht, hat man den Eindruck, ...

... dass dort Ausgemustertes und Restmüll entsorgt wurde. Alles altes Gerät, geradezu mittelalterlich. Nicht mehr "State of Art"! Solche Waffen werden noch nicht mal mehr den Kindern zugemutet. Von derartigen Rückgabeaktionen sollte soll man sich nicht täuschen lassen: Die Leute dort in den USA sind inzwischen alle mit modernsten Halbautomaten bestens versorgt. Siehe Foto mit dem Weihnachtsmann!

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Konstantin Schneider

Hilfe, ich muss den Weihnachtsmann verteidigen

Ohne Sturmgewehr auf dem Gabentisch kann daraus aber leider nichts werden. Die Freiheit, die diese potentiellen Verbrecher glauben verteidigen zu müssen, könnten die Amerikaner ohne das konsequente Schüren von Ängsten längst haben.

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Heike Schneider

Ist für mich ein Rätsel...

...da es ja der Selbstjustiz freien Lauf läßt. Und ich würde das eher so interpretieren. Wir erschießen Euch, macht nichts! Wir vergiften Euch! Macht nichts! Und wer solte sich dagegen wehren, doch nur die Gemeinschaft - kollektiv indem dafür entsprechendes Personal eingesetzt wird. Die Amerikaner können mir nicht erzählen, dass Sie dafür nicht alle Mittel und Möglichkeiten hätten - wir fordern auch in Deutschland mehr Polizeipräsenz und Schutz. Aber ich möchte nicht mein Leben lang mit einer Schusswaffe rumlaufen. Als wäre es ein Spaß, einfach Menschen abzuknallen und zu töten. Wie lieblos und gleichgültig auf dieser Welt mit Menschen umgegangen wird. Eben doch wie im Tierreich! Als würde Ihnen allen im Oberstübchen was fehlen! Und wenn es Freiheit ist, dass ich dann auch die Lehrer und meine Mitmenschen bei jedem Frust mit Waffen bedrohe, na gute Nacht. Die Deutschen unterdrückt? So weit ich mich erinnern kann haben sie im letzten Jahrhundert die Welt überfallen. Schon vergessen?

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Hermann Rampf

keinewegs mit Verlaub..

...dieses Volk - und damit es klar ist - die ÚS- Amerikaner sind gemeint - ist ei Dummvolk.
Aus eigener Erfahrung sehe ich wenig Chancen diese Leute zu zivilisieren.
Der Maya Weltuntergang hat nicht stattgefunden, die Amis werden das aber ohne grosse Prrobleme innerhalb kurzer Zeit nachholen,
Gute Nacht!

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Rolf Pötsch

Schusswaffen in den USA

Das strengste Waffengesetz der Welt wie in Deutschland konnte Amokläufe an Schulen ebensowenig verhindern wie das vor ein paar Tagen ein Mann bei Angermund in der Nähe von Düsseldorf zusammengeschossen wurde. Solche kranken Täter wie in diese Schule oder in Norwegen stoppen Sie nicht mit diesen Gesetzen. In den USA haben sie das Recht auf absolute Selbstverteidigung. Dort heist es, wenn jemand in mein Haus einbricht kann ich jede Waffe einsetzen die ich zur Verfühgung habe, auch wenn diese tötlich ist. Ich muß mich auch nicht in U-Bahnhöfen zusammentreten lassen. Wenn ich mich in Deutschland zu wehr setze und verletze den Täter, bin ich noch der Dumme und stehe vor Gericht. In Deutschland schütz das Gesetz Leute die sich außerhalb des Gesetzes stellen besser als die Opfer. Ist das nicht Krank? Bei allen meinen Freunden in Deutschland wurde in den letzten 10 Jahren eingebrochen, bei meinen Freunden in den USA nicht bei einem einzigen. Ich verstehe die Amerikaner da sehr gut.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 19:17 Uhr
vera schmidt
vera schmidt (vera-s) - 27.12.2012 19:17 Uhr

ja, das wäre sehr zu wünschen...

dass man sich als opfer eines überfalls oder einbruchs nicht auch noch 100x überlegen muss, mit welchen mitteln man sich jetzt zur wehr setzen darf, sonst ist man wegen notwehrüberschreitung dran.

aber hallo...? wenn jemand auf mich losgeht oder in mein haus eindringt, dann muss er damit rechnen, das was passiert. null mitleid!

wir im südosten von österreich sind mehr oder weniger hilflos unseren lieben freunden aus südosteuropa ausgeliefert, die dank offener grenzen zu glauben scheinen, wir seien nichts als ein überdimensionaler selbstbedieunungsladen. gehört wahrscheinlich auch zur europäischen solidarität...
es gibt dörfer, da wurden in einer woche 10 oder mehr überfälle/einbrüche begangen.

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Thomas Kruse

Statistik

"Wie der Radiosender WBEZ unter Anlehnung an Daten des US-Außenministeriums und des FBI berichtet, ist es für US-Bürger wahrscheinlicher, in Chicago erschossen zu werden als in Afghanistan: Seit 2001 wurden in der "Windy City" 5.000 Menschen erschossen, während im gleichen Zeitraum 2.000 US-Soldaten in Afghanistan getötet wurden."
Quelle: Der Standard, 27.8.2012

Das sind die Erschossenen in einer einzigen amerikanischen Großstadt. Warum wurde denn dann wegen den "paar Toten" der Twin Towers so ein Aufhebens gemacht? Das Friendly Fire der USA ist sehr viel wirksamer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 19:08 Uhr
Thorsten Henning
Thorsten Henning (Thor70) - 24.12.2012 19:08 Uhr

Schon wieder jemand der Äpfel mit Birnen vergleicht

Was ist denn das für ein Beispiel? Eine Großstadt mit einer sehr hohen Bevölkerungsdichte (mit metropolitan area ca. 1/3 der Gesamtbevölkerungszahl Afghanistans!), sozialen Brennpunkten und Bandenvierteln vs. ein vom Bürgerkrieg geplagtes Land mit sehr geringer Bevölkerunsdichte, Soldaten, die Schutzwesten tragen, in gepanzerten Fahrzeugen sitzen, mit großem Aufwand Aufklärung betreiben usw.
Ich bitte Sie - das können Sie nicht ernst meinen!?

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Lothar Wölfel

Wer nie seine Freiheit erkämpft und verteidigt hat, wird das mit den Waffen nie verstehen.

Gerade Europa, wo - verglichen mit den USA - gerade erst vor kurzem das Zeitalter der Untertanen beendet wurde, wurden die Waffen zur Unterdrückung eingesetzt. Freiheit wurde in den USA seit hunderten Jahren mit Waffen in privaten Händen erkämpft und verteidigt. Auch wenn die Deutschen erst durch die Amerikaner befreit wurden, haben die Deutschen noch nicht die Vorteile von Waffen in eigenen Händen kennengelernt. Die 1000-jährige Geschichte ihrer Unterdrückung hat die Deutschen zu Untertanen gemacht. Bevor sie sich verteidigen, schreiben sie erst ein Anliegen an die Bezirksregierung.

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Antworten (9) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 08:07 Uhr
Falko Steinbach

Für sie gegen sie

"...bis es endlich gelang, diese Strömungen (Freikorps, Soldatenruate, ferngelenkte Separatisten, die das deutsche Reich zu vernichten drohten) einzugrenzen." Mit den bekannten Folgen. Mir ist klar, daß Sie das so nicht meinen, aber da muß ich wohl Herrn Wölfel recht geben. Mit weniger Untertanengeist und größerer Bereitschaft der Anständigen, die Waffe zu benutzen, wäre der Welt vielleicht viel erspart geblieben, wenn es genug Anständige gegeben hätte, die die Situation richtig hätten einschätzen können. Beweisen läßt sich das nicht, jedenfalls sollten gerade die Deutschen den Amerikanern dankbar sein, daß diese dann für sie gegen sie zu den Waffen gegriffen haben. Sonst gäbe es womöglich das gesamte antiamerikanische politische linke Spektrum in Deutschland heute gar nicht. Das wäre dann ein sehr braunes antiamerikanisches Spektrum.

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Michael Butter
Michael Butter (mbutter) - 24.12.2012 04:40 Uhr

Wenn man wüsste wogegen verteidigen!

Nach 9/11 haben die Amerikaner ihre geliebten Waffen gegen die irrsinnige Ausweitung staatlicher Schnüffelei, starker Einschränkung der Privatsphäre und abenteuerlicher Neuinterpretation von Menschen- und internationalem Recht... wie genau nochmal eingesetzt? Ach, das haben die einfach mit sich machen lassen? So wie der tumbe Deutsche? Ja, Weltbilder sind was Schönes - ich mag die feine weiße Asche, die sie hinterlassen, wenn sie in sich zusammenfallen.

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K. Peter Luecke

@L Wolfel: Die "Freiheit" nach 1945 war für die Deutschen ...

... nur eine Einbahnstraße. Die Verfassung, die uns die Besatzungsmächte verpasst haben, muteten die sich selbst in keiner Weise zu. Genausowenig wie den exzessiven Föderalismus. Auch die "unabhängige Zentralbank" ist ein Entmachtungsinstrument (schon in den 20er Jahren von den Siegermächten des WK-I etabliert und - wie die EZB - mit deren Vertretern bis sogar bis 1936 unter Hitler besetzt), das wir aber jetzt den Europäern "zurückgegeben" haben (klappt aber nicht so recht,denn wie Draghi gezeigt hat, emanzipiert sich den Zentralbank plötzlich ...). Ansonsten galt es, die Deutschen zu kontrollieren. Freier Waffenbesitz wäre da kontraproduktiv gewesen. Im übrigen haben uns die Amerikaner (und nicht irgendwelche europatümelnden Franzosen) die EU (EGKS, EWG, EG ...) verordnet, damit wir auch immer schön "eingebunden" bleiben. Wirtschaftliche Freiheit gibt's hierzulande. Das hat aber nur am Rande etwas mit dem Freiheitsbegriff zu tun, der in den USA als Ethos vorherrscht.

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Thorsten Henning
Thorsten Henning (Thor70) - 24.12.2012 00:28 Uhr

Setzen 6

Denn sie haben die psychologische Geschichte dahinter nicht verstanden! Die "Deutschen" waren schon immer obrigkeitshörig. Waffen im Volke haben damals nicht viel bewirkt - Der Kaiser oder Kanzler war das Mass aller Dinge ("haben Sie gedient"). Ein Aufstand folgt nicht zwangsläufig aus der Tatsache, dass ein Volk bewaffnet ist. Betrachten Sie die Geschichte als Ganzes - Entwicklungen in Europa und in Nordamerika. Völlig verschiedene Grundvoraussetzungen und (psychologisch betrachtet) völlig verschiedene Antriebe der Bevölkerung - alleine schon die geographischen Bedingungen, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass eine neue Nation am Entstehen war und es sich von deren Kolonialisten zu befreien galt.
Äpfel und Birnen - nicht wahr?

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 23.12.2012 23:15 Uhr

Wenn man schon Noten verteilt

sollte man etwas besser im Film sein.

Die 1848 Revolution hat leider den Schönheitsfehler, dass sie letztlich nicht obsiegte. Und viele der Revolutionäre hatten später unter der (bewaffneten) Macht der "Tyrannen" (wenn man so will) zu leiden. Manche sind die in die USA geflohen.

Die Waffen aus dem Kämpfen nach 1918 stammen wohl eher nicht aus privaten Waffenkammern der Einwohner, sondern aus der Ausrüstung der sich auflösenden Kaiserlichen Armee. Diese Form von Soldateska - (ob nun links oder rechts) - ist eben nicht das, was man sich in den USA oder der Schweiz unter einer Milizarmee vorstellt.

Also Herr Friedrichs - welche Note passt denn bei Ihnen?
Mal abgesehen davon, dass Herr Wolffle überhaupt keine Milizen gepredigt hat.

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Weitere Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Winfried Nöth
Winfried Nöth (wnoeth) - 23.12.2012 21:46 Uhr

Ausgezeichnete Beispiele...

... Herr Friedrichs. Die friedliche Revolution von 1848 war ja ungemein erfolgreich, mit zwei
Weltkriegen als Spätfolge. Und im Gegensatz zum unverantwortlichen Waffenbesitz in Privathand war der staatliche Einsatz von Waffen im 20. Jhdt äußerst verantwortungsvoll. Geschätzte 500 Millionen Tote durch staatlichen Waffeneinsatz, das kriegen private Waffenbesitzer nicht hin, solange die Menschheit existiert. Setzen 6, das trifft wohl eher Sie...

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Frank Müller

Auch wenn ich eventuell "das mit den Waffen" nie verstehen werde hat die Argumentation Logikfehler

Sehr geehrter Herr Wölfl,
da stimme ich Ihnen nicht zu.
Sie haben ja selbst gesagt, dass die Deutschen keine Waffen in privaten Händen hatten, und trozdem leben wir heute frei und demokratisch.

Ein weiterer und deutlich wichtigerer Punkt ist, dass in den USA jährlich 12.000 Menschen erschossen werden. In Deutschland sterben nur 550 Menschen pro Jahr unter Benutzung von Schusswaffen.

Die Argumentation der Waffenlobby, dass das Drama von Aurora nicht stattgefunden hätte, wenn Waffen in Kinos erlaubt gewesen wären ist auch nicht schlüssig. In einem Kino ist es dunkel, und auch Soldaten hätten bei Dunkelheit wahrscheinlich nur Zivilisten getroffen, und nicht den Attentäter.

Ein anderer Punkt ist, dass wir derzeit in einer Demokratie leben. Bei uns treten Politiker zurück, nur weil die Bevölkerung gegen sie demonstriert. Ganz ohne Waffen.
Es ist unwahrscheinlich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

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Viktor Schulin

Wer, welche, wann, gegen wen?

Welche privaten amerikanischen Waffenbenutzer haben wann gegen wen welche Freiheit (wovon oder wofür) in den letzten "hunderten von Jahren" erkämpft? Privat wohlgemerkt, nicht als Miliz im Unabhängigkeitskrieg oder gar als Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte in den Weltkriegen. Farmer in der Frontier gegen Desperados? Und wie lässt sich das auf gegenwärtige Verhältnisse übertragen?

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Heiko  Friedrichs
Heiko Friedrichs (Heikjo) - 23.12.2012 20:54 Uhr

Geschichte sollte man verstehen,

bevor man sie für die eigene Argumentation nutzt.
Denn wenn sie die Geschichte durchgehen, gerade die Deutsche, werden sie sehen, was Waffen hierzulande für eine Bedeutung haben.
Die Revolution 1848 wurde friedlich errungen, bzw. überwiegend, abgesehen von Berlin wo es zu Toten kam, was zur Folge hatte, dass der preußische König sich dem Volkes Willen zeitwillig unterwarf. Während in Österreich die Bevölkerung Wien in ein Schlachtfeld verwandelte.

Und dann kam eine Zeit wo die Deutschen Waffen hatten, da sie ihnen niemand wegnahm, nämlich in der Weimarer Republik.
Vllt wissen sie ja, was die Folge war ?
Freikorps und Soldatenräte, Seperatisten die ferngelenkt wurden und das Deutsche Reich zu vernichten drohten, Mord und Terror regierten das Vaterland, bis es endlich gelang diese Strömungen einzugrenzen.
Und da predigen Sie den Nutzen von Waffen in den Händen von Zivilisten und Milizen ?
Ich würde sagen, setzen 6 und lesen sie nochmal die Geschichte der Deutschen.

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Carlos Anton

Niemand kommt auf die Idee Autos zu verbieten...

...obwohl jedes Jahr Tausende durch Automobile getötet werden. Die Forderung nach strengeren Regeln für Waffenbesitz entsprechen dem populären Wunsch nach einfachen Antworten. Jedoch würde damit nichts erreicht, was man in Ländern, wo das versucht wurde besichtigen kann.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 04:31 Uhr
Michael Butter
Michael Butter (mbutter) - 24.12.2012 04:31 Uhr

Nicht alles was hinkt...

Der Unterschied ist der, dass ein Auto nicht primär dafür entwickelt wurde, um anderen Leuten die Birne vom Torso zu pusten, sondern um damit von A nach B zu gelangen. Werden also Autos verboten, kann ich eine - zumeist - nicht mit Verletzung oder gar Tod einhergehende Möglichkeit der Fortbewegung nicht mehr nutzen. Welche Einschränkung fürs tägliche Leben müsste man nochmal in Kauf nehmen, wenn Schusswaffen komplett verboten wären? Ach ja, richtig... GAR KEINE.

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Christopher Lüning

Sie liefern das beste Beispiel

...für platte Floskeln und zu kurz gedachte Antworten. Wenn sie "populärer Wunsch nach einfach..." schreiben, meinen Sie wohl ihre eigenen Aphorismen.
Es ist Ihnen schon klar, dass es einen Unterschied zwischen gezielter Tötung und Unfällen gibt?

Dann nehmen Sie nochmal die gezielen Tötungen und überlegen, worin der Unterschied besteht.
Ah, in der Effektivität.
Militärisches Gerät ist effektiver als Haushaltsgerät.
Weglassen von Streusalz nicht so "sicher" wie Messer.
Messer nicht so sicher wie Schusswaffe.
Automatisches Sturmgewehr ziemlich sicher.
Mehrstufige Fusionsbombe (Tritium, vulgo Wasserstoffbombe) sehr sicher.

Wo liegt die Grenze? Wieso nicht alles freigeben?
Weils blöd wär.
Grenze zwischen Haushalts- oder Gebrauchsgegenständen und Militärgerät zu ziehen, macht Sinn. Effektivität.

Einfach genug?

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S. Schäfer
S. Schäfer (humhum) - 23.12.2012 22:22 Uhr

Ja, niemand kommt auf die Idee Autos zu verbieten..

...obwohl jedes Jahr Tausende durch Automobile getötet werden.

Hmm. Vielleicht liegt es einfach daran, dass Autos einen primären Nutzen haben, nämlich Personen und Güter zu transportieren. Schusswaffen dagegen eignen sich zu nichts -- außer zum Töten.

Schon mal drüber nachgedacht?

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Frank Müller

Autos sind ja auch zu etwas nutze

Sehr geehrter Herr Anton,
Autos sind ja auch im Gegensatz zu Waffen zu etwas friedlichem Nutze.
Mit Waffen wird nur getötet, oder bedroht, mit Autos wird meist transportiert, aber nur in seltenen Fällen bewusst getötet.

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Thomas Kruse

Unterschied

Es gibt unbestreitbar viele Tote durch Autos. Aber das primäre Ziel dieses Geräts ist nicht das Töten, das ist ein gewaltiger Unterschied zu Schusswaffen.

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Jens Bruckner

wieso WaffenNARR?!

Schade, dass auch bei diesem Artikel wieder der bei den MSM übliche Begriff "Waffennarr" verwendet wurde. Bin ich dumm, ignorant, einfältig weil ich Waffenbesitzer bin? Streng genommen handelt es sich hierbei um eine Diskriminierung und billige Meinungsmache - ein wenig mehr Neutralität würde der FAZ hier gut stehen.
Schön widerum, dass Sie die Aussagen des Herrn LaPierre zum Thema Wachleute an Schulen etwas umfassender wiedergegeben haben, denn natürlich macht eine professionelle Bewachung von Schulen in den USA Sinn: Egal wie eine mögliche Verschärfung der Waffengesetze in den USA aussehen mag, die geschätzten 300 Mio vorhandenen Schusswaffen werden ja nicht verschwinden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 00:09 Uhr
Heike Schneider

Solange Sie die Kontrolle behalten...

...und nicht aus Hysterie einen Unschuldigen töten! Wir sind intelligente Menschen einer Generation,. die keinen Spaß in der Form versteht, dass hier jeder machen kann was er will. Und wenn die Waffen in Kinderhände geraten und damit auch Lehrer befroht werden und in Discotheken Messer gezogen werden, dann haben wir es hier mit Selbstjustiz zu tun. Wie wäre es mit ein wenig Kraftsport, dann wäre wenigstens faires Kräftemessen angesagt! Das Gedankengut das hier vertrieben wird, "Deine Nase passt mir nicht und bei dem geringsten Anzeichen von Wut schieße ich", denn die Kinder sind heutzutage schon teilweise genauso emotional geladen! Leichtsinn hat seinen Preis!

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Thomas Kruse

Teils teils

Sie haben bezüglich der Wortwahl Waffennarr irgendwo Recht, sie ist nicht neutral.
Andererseits ist Ihre Einschätzung hinsichtlich der Bewachung von Schulen aus meiner Sicht alles andere als "natürlich".
Die Waffen verschwinden nicht von heute auf morgen, das ist klar. Aber irgendwann muss man anfangen. So wie jetzt, geht es offenbar nicht. Dass Gewalt Gegengewalt erzeugt, ist nicht gerade neu.

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wolf biermann

Vergessen Sie nicht die Kirchen.....

irgendwohin muss ja der geneigte Amokläufer hin ausweichen; Ironie aus.......
Und zum Waffennarren: Wenn Ihnen die Jacke nicht passt, was fällt Ihnen noch so ein, was sich "professionell" bewachen lässt? Reichen Schusswaffen? Wären Handgranaten nicht besser? Vielleicht Geschütztürme in den Schultoiletten?
Beunruhigend, daß es Typen gibt, die auf alles einfache Antworten haben, und damit meine ich nicht die Waffengegner.

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Siegfried  Weber

Schiefes Amerikabild

89 Schusswaffen auf 100 Einwohner...

Tatsächlich, habe ich grad auf einer anderen Internetseite gelesen, besitzen ungefähr 70 Mio der 308 Mio US-Amerikaner Schusswaffen. Das wäre nicht mal jeder vierte. Hat mich angesichts der Berichterstattung sonstwo erstaunt.
Auf die Haushalte gerechnet, wären das maximal 2/3. Also in mindestens jedem 3. US-Haushalt scheint es keine registrierte- (legale?) Waffe zu geben.

Was mir auch auffällt: Auf den Fotos posieren nur weiße US-Amerikaner (72% der Bevölkerung) mit ihren Knarren.
Haben farbige US-Amerikaner oder Latinos keine Schusswaffen?
Oder wird so indirekt suggeriert, dass diese die illegalen Waffen haben müssten?
Also etwas differenzierter sollte es schon sein...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 04:24 Uhr
Michael Butter
Michael Butter (mbutter) - 24.12.2012 04:24 Uhr

Äpfel und Birnen

Wenn im Artikel von der Anzahl Schusswaffen pro hundert Einwohner die Rede ist, heißt das ja nicht, dass diese gleichmäßig auf die Einwohner verteilt sein müssen.

Wenn also Ihre 70 Mio. Amerikaner jeweils ziemlich genau vier Schusswaffen ihr Eigen nennen (und da sind einige *deutlich* drüber), kommen wir landesweit auch etwa auf die 89. Dadurch wird es hoffentlich etwas klarer.

Was die Bilder angeht - die NRA hat nun mal einen recht hohen Anteil (höher als der an der Gesamtbevölkerung) weißer Mitglieder. Was die Truppe nicht gerade weniger suspekt erscheinen lässt.

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 23.12.2012 23:20 Uhr

Die hohen Zahlen

ergeben sich, weil die meisten Waffenbesitzer mehrere Waffen haben. Jäger, Sportschützen, Sammler. Nur Leute, die rein wegen der Selbstverteidigung eine Waffe haben, blieben dann bei einer.
Auf dem Land hat jeder eine Waffe - egal welcher Hautfarbe.

Zu beachten ist vielleicht, dass Einwanderer mit nicht ganz legalem Status keine legal erwerben können. Ebenso gibt es Restriktionen für Vorbestrafte. Und für ganz Arme ist es dann auch nichts, wegen der Kosten.

Ich nehme aber an, dass sich nicht alle Gruppen gleichermaßen in Clubs organisieren

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Martin Hoffmann

Diskrepanz zwischen Stadt und Land

In den großen Städten sind Waffen oftmals verboten oder schwerer zu bekommen. Auf dem Land bzw. Kleinstadt sieht das ganze schon anders aus. Da hat mehr als jeder 3. Waffen im Haushalt.

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Jahrgang 1962, politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

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