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Veröffentlicht: 18.01.2017, 06:48 Uhr

Berichte über Sexvideos Putin: Trump wurde bei Moskau-Besuch nicht ausspioniert

Russlands Staatschef Putin hat die Existenz von belastendem Material, das Trump in eindeutigen Szenen mit Prostituierten zeigen soll, zurückgewiesen. Und macht sich lustig: Russische Prostituierte seien zwar die Besten der Welt, aber Trump habe das nicht nötig.

© AP, reuters Trump ausspioniert? Putin macht sich über Berichte lustig

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat sich über Medienberichte lustig gemacht, wonach die russischen Geheimdienste den künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump während eines Besuchs in Moskau 2013 ausspioniert haben. Bei einer Pressekonferenz in Moskau witzelte Putin am Dienstag unter anderem darüber, dass der amerikanische Immobilienmilliardär anders als in Medienberichten nahegelegt als langjähriger Ausrichter der Miss-Universum-Wahl wohl kaum auf die Dienste russischer Prostituierter angewiesen sei.

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Auf Nachfrage von Journalisten sagte Putin, als Trump im November 2013 die russische Hauptstadt besucht habe, sei er „in keiner Weise eine politische Figur“ gewesen - „wir wussten nicht einmal etwas von seinen politischen Ambitionen“. „Denkt irgendjemand, dass unsere Geheimdienste jedem amerikanischen Milliardär hinterherjagen?“, fügte Putin hinzu. „Natürlich nicht, das ist einfach komplett lächerlich.“

Berichte über Sexvideos

Vor einer Woche hatten amerikanische Medien, darunter die renommierte Zeitung „New York Times“, über unbewiesene brisante Informationen zu Trumps Privatleben und seinen Finanzen berichtet, mit denen Russland ihn erpressen könnte. Das Medienportal Buzzfeed veröffentlichte 35 ein Seiten starkes Dossier, in dem unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 die Rede war.

Putin ging am Dienstag ausführlich auf die Angaben zu den Sexvideos mit Prostituierten ein. Trump sei ein Mann, „der sein ganzes Leben mit dem Organisieren von Schönheitswettbewerben zugebracht und die schönsten Frauen der Welt getroffen hat“, sagte der Kreml-Chef.

„Wissen Sie, ich kann mir kaum vorstellen, dass er aus seinem Hotel gerannt ist, um unsere Mädchen mit ’verringerter sozialer Verantwortung’ zu treffen, auch wenn sie natürlich die besten der Welt sind“, sagte der russische Staatschef, wobei er sich nur schwer ein Lachen verkneifen konnte. In ernstem Ton versicherte er dann, dass Prostitution „ein ernstzunehmendes, schreckliches soziales Phänomen“ sei.

Putin: Bewusste Falschmeldungen

Putin legte nahe, dass es sich bei den Vorwürfen gegen Trump um bewusste Falschmeldungen handele. „Die Menschen, die Fälschungen dieser Art anordnen, wie sie jetzt gegen den gewählten Präsidenten kursieren, sind schlimmer als Prostituierte, sie haben überhaupt keine moralischen Grenzen.“ Es sei „ein einmaliger Vorgang“, dass solche Methoden gegen einen gewählten amerikanischen Präsidenten angewandt würden.

„Das zeigt ein bedeutendes Maß an Verfall der politischen Elite im Westen“, fügte Putin hinzu. Trump selbst hatte die Berichte als „Fake News“ zurückgewiesen, die eine „totale politische Hexenjagd“ darstellten.

Amerikas Geheimdienste hatten Russland zuvor in einem Bericht vorgeworfen, sich mit Cyberattacken in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um der Demokratin Hillary Clinton zu schaden und Trump zu begünstigen. Wegen dieser mutmaßlichen Einmischung verhängte der scheidende Präsident Obama eine Reihe von Sanktionen gegen Moskau.

© AP, afp Trump weist Vorwürfe von sich

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