Home
http://www.faz.net/-gq5-75bq7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Putin in Delhi Milliardenschweres Waffengeschäft zwischen Russland und Indien

Russland und Indien stärken ihre strategische Allianz mit einem Rüstungsgeschäft von großem Umfang. Präsident Putin sprach mit Indiens Ministerpräsident Singh auch über die Lage in Afghanistan.

© AFP Vergrößern In Neu-Delhi: Russlands Staatspräsident Putin im Gespräch mit dem indischen Ministerpräsidenten Singh.

Russland und Indien stärken mit einem neuen, milliardenschweren Waffengeschäft ihre strategische Allianz. Die am Montag unterzeichnete Vereinbarung umfasst 42 Kampfjets vom Typ Suchoi Su-30 im Wert von 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) und die Lieferung von 71 Mil-Mi-17 Militärhubschraubern für 1,3 Milliarden Dollar. „Wir stimmen überein, die traditionell enge Zusammenarbeit im militärischen und technischen Bereich auszubauen“, sagte der russische Staatspräsident Wladimir Putin nach der Vertragsunterzeichnung.

Nach den Worten des indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh wurde bei den Verhandlungen auch über die Sicherheitslage in der Region gesprochen, darunter in Afghanistan. „Indien und Russland sind beide an einem stabilen, geeinten, demokratischen und blühenden Afghanistan interessiert, das frei von Extremismus ist“, sagte Singh.

Die Sowjetunion und Indien waren zu Zeiten des Kalten Krieges enge Verbündete, mit Moskau als wichtigstem Waffenlieferanten. Nach dem Zerfall des Ostblocks kühlten die Beziehungen zunächst ab. Nach  seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2000 suchte Putin wieder die Nähe Neu-Delhis. Seitdem hat sich der gemeinsame Handel versechsfacht.

Indien ist immer noch wichtigster Kunde für russische Waffenexporte, obwohl Russland in jüngster Zeit einige lukrative Aufträge an westliche Konkurrenten verloren hat. Zwischen 2000 und 2010 unterzeichneten beide Seiten Abkommen über Rüstungsgüter mit einem Volumen von 30 Milliarden Dollar.

Mehr zum Thema

Quelle: dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Indiens Luftverkehr Harte Landung

In Indien steht die nächste Fluggesellschaft vor dem Aus, Treibstoff und Löhne zahlt Spice Jet längst nicht mehr. Derweil feiert die überschuldete Air India ihre Aufnahme in die Star Alliance um Lufthansa. Mehr Von Christoph Hein

18.12.2014, 04:08 Uhr | Wirtschaft
Putin will Truppen abziehen

Seit ein paar Tagen gibt es Aussagen, die eine Entspannung der Lage bedeuten könnten: Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Abzug der Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze angeordnet. Mehr

13.10.2014, 11:49 Uhr | Politik
Gestoppte Lieferung Putin besteht nicht mehr auf französischen Kriegsschiffen

Russlands Präsident Putin will offenbar nicht mehr um zwei von ihm bestellte Kriegsschiffe aus Frankreich streiten. Er wäre nach eigenen Worten zufrieden, wenn Paris seine Anzahlung zurück überweist. Mehr

06.12.2014, 18:55 Uhr | Politik
Zweiter russischer Hilfskonvoi hat Ukraine erreicht

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat Russlands Staatschef Wladimir Putin vorgeworfen, sein Land als unabhängigen Staat auslöschen zu wollen. Russland hatte unterdessen einen zweiten Hilfskonvoi in die Ostukraine entsandt. Mehr

13.09.2014, 15:22 Uhr | Politik
EU-Gipfel in Brüssel Russland ist unser strategisches Problem

Keine Spaltung: Die Europäer halten im Konflikt mit Russland zusammen. EU-Ratspräsident Tusk fordert mehr Selbstvertrauen. Gegen die Wirtschaftsschwäche in Europa beschließen die Staats- und Regierungschefs ein Wachstumspaket. Mehr

19.12.2014, 03:39 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.12.2012, 13:24 Uhr

Abschied von der Mutter

Von Reinhard Müller

Der Bundesgerichtshof hat den Weg zur Leihmutterschaft freigemacht. Leibliche Mutterschaft spielt keine Rolle mehr, die Leidtragenden sind die Kinder. Mehr 2 10