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Putin bei Macron : Im Dissens vereint

Der pompöse Empfang, den Macron Putin bereitet hat, wirkt nach außen hin wie der Versuch eines Neustarts in den Beziehungen Frankreichs und Russland. Aber da sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

          Marine Le Pen war Putins beste Chance, Europa zu spalten und die Sanktionen gegen sein Land abzuschütteln. Daraus ist bekanntlich nichts geworden, weshalb der russische Präsident sich nun der Realität beugt.

          Während er die letzte Einladung Hollandes am Ende ausschlug, macht er dem neuen jungen französischen Staatschef gleich zu Beginn von dessen Amtszeit seine Aufwartung. Der dankt es ihm mit einem pompösen Empfang, der nach außen hin wie das Bemühen um einen Neustart wirkt. Aber da sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

          In den beiden wichtigsten Dossiers gibt es wenig Gemeinsamkeiten. Aus der westlichen Ukraine-Politik, die derzeit sogar noch von Trump getragen wird, kann Macron nicht ausbrechen, ohne ernsthaften Streit mit der deutschen Kanzlerin zu riskieren, seiner wichtigsten Verbündeten. Und in Syrien geht es eben nicht nur um die Bekämpfung des Terrorismus, sondern auch um das Schicksal Assads.

          Frankreich, das sich gerade für Europa entschieden hat, wird sich kaum für Putins antiwestliche Allianzen begeistern.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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