http://www.faz.net/-gpf-986jz

Putin-Kritiker Gluschkow : Polizei: Russischer Geschäftsmann wurde ermordet

  • Aktualisiert am

Ein Polizist bewacht ein Wohnhaus im Südwesten Londons, in dem der russische Geschäftsmann Nikolaj Gluschkow vor wenigen Tagen tot aufgefunden worden ist. Bild: dpa

Kurz nach dem Nervengift-Anschlag auf Sergej Skripal wurde in London ein russischer Exilant tot aufgefunden. Die Umstände seines Todes waren zunächst unklar. Doch jetzt scheint sich die britische Anti-Terror-Polizei sicher zu sein.

          Während Moskau und London Anschuldigungen und Drohungen wegen des Giftanschlags auf den ehemaligen russisch-britischen Doppelagenten Sergej Skripal austauschen, wurde nun bekannt, dass offenbar auch der russische Geschäftsmann Nikolaj Gluschkow Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Nach Angaben der britischen Anti-Terror-Polizei vom Freitag wurde der 69 Jahre alte Gluschkow ermordet. An seinem Hals seien Gewaltspuren entdeckt worden. Der Geschäftsmann, der als Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin galt, war am vergangenen Montag tot in seinem Haus in London entdeckt worden.

          Gluschkow hatte für die russischen Großkonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. 2004 war er zu drei Jahren und drei Monaten Haft nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäsche verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl.

          Gluschkow war eng mit dem Oligarchen und Putin-Gegner Boris Beresowski befreundet, der 2013 in der Nähe von London starb. Sein Tod sorgte nach dem Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Skripal für weitere Unruhe. Großbritannien macht Russland für die Attacke auf Skripal und seine Tochter Julia verantwortlich. Der Fall hatte zu einem diplomatischen Konflikt zwischen London und Moskau geführt. Die britische Premierministerin Theresa May hatte in der Folge 23 russische Diplomaten ausgewiesen und weitere Strafmaßnahmen verhängt. Russland hatte seinerseits mit Sanktionen gedroht.

          Weitere Themen

          Übung mit Bundeswehr Video-Seite öffnen

          Anti-Terroreinsatz : Übung mit Bundeswehr

          Auf dem alten Luftwaffenstützpunkt in Penzing haben sich zahlreiche Einsatzorganisationen an BAYTEX 2018 beteiligt. Das ist die erste praktische Großübung zur Zusammenarbeit bei der sogenannten „Terrorabwehr“.

          Topmeldungen

          FAZ.NET exklusiv : Immer mehr Beschwerden über die Post

          Beschädigte Pakete, verschollene Briefe – schon jetzt sind so viele Kunden sauer auf die Post wie im gesamten vergangenen Jahr. In einem Vergleich kommt sie aber sogar noch gut weg.

          Asylfrage : Kurz und Söder loben gemeinsame Haltung

          Die Haltung von Bayern und Österreich in der Flüchtlingsfrage sei in Europa „immer mehrheitsfähiger“ sagte der bayerische Ministerpräsident. Der österreichische Bundeskanzler bedankte sich für die Unterstützung aus München.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.