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Polen Konservativer Kaczynski gewinnt Präsidentenwahl

23.10.2005 ·  Bei der Präsidentenstichwahl in Polen hat der konservative Kandidat Lech Kaczynski nach Prognosen gewonnen. Sein Konkurrent, der Rechtsliberale Donald Tusk, kommt demnach nur auf rund 47 Prozent. Er hat seine Niederlage eingestanden.

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Bei der Präsidentenstichwahl in Polen liegt der konservative Kandidat Lech Kaczynski laut Wählernachfragen in Führung. Der bisherige Bürgermeister von Warschau war am Sonntag gegen den Rechtsliberalen Donald Tusk angetreten. Den Nachfragen zufolge kam Kaczynski auf 52,8 Prozent, Tusk auf 47,2 Prozent. Die Wählernachfrage wurde vom polnischen Fernsehen ausgeführt und nach Schließung aller Wahllokale verbreitet.

Tusk hat seine Niederlage bei der Präsidentenwahl in Polen eingestanden. „Ich muß mir heute abend eingestehen, daß ich es nicht geschafft habe“, sagte er zu seinen Anhängern in Warschau.

Tusk ist Vorsitzender der liberalkonservativen Bürgerplattform (PO), die Juniorpartner in der künftigen Koalitionsregierung werden soll. Der 48jährige hat mit seinem Eintreten für Wirtschaftsreformen und Steuersenkungen vor allem städtische und jüngere Wähler auf seiner Seite. Er hatte in den Umfragen lange klar vorn gelegen und im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten.

Kaczynski steht für die Werte der katholischen Kirche und lehnt mehr Rechte für Homosexuelle sowie Abtreibungen ab. Im Wahlkampf forderte der 56 Jahre alte ehemalige Justizminister die Wiedereinführung der Todesstrafe und versprach ein hartes Durchgreifen gegen Verbrechen. Sein Zwillingsbruder Jaroslaw ist Vorsitzender der PiS.

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