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Pjöngjang provoziert Nordkorea testet zwei Kurzstreckenraketen

02.07.2009 ·  Nordkorea hat in der Nähe der Küstenstadt Wonsan zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert und damit abermals die internationale Gemeinschaft herausgefordert. Nach Berichten südkoreanischer Zeitungen ist für die nächsten Tage noch mit weiteren Raketentests zu rechnen.

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Nordkorea hat am Donnerstag zwei Kurzstreckenraketen getestet und damit abermals die internationale Gemeinschaft herausgefordert. Wie ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte, sind die Raketen in der Nähe der Küstenstadt Wonsan abgefeuert worden. Sie seien etwa 100 Kilometer weit geflogen und dann ins Meer gestürzt. Nach Berichten südkoreanischer Zeitungen ist für die nächsten Tage noch mit weiteren Raketentests, wahrscheinlich auch von Mittelstreckenraketen zu rechnen.

Der neue Test kam nicht unerwartet, nachdem Nordkorea bereits einen Bereich seiner Ostküste für den Schiffsverkehr gesperrt hatte. Die Sperrung gilt bis zum 10. Juli. Schon vor dem Test seiner Langstreckenrakete im April hatte Nordkorea eine ähnliche Warnung für den Schiffsverkehr vor seiner Küste ausgegeben. Die südkoreanische Zeitung Joon An Ilbo berichtete, dass Nordkorea nun noch Scud-B -Raketen mit einer Reichweite von 340 Kilometern und Rodong-Raketen mit einer noch größeren Reichweite testen wollte.

Embargo und Gespräche

Nordkorea ist unter Druck, nachdem der UN-Sicherheitsrat verschärfte Sanktionen gegen das Land beschlossen hat. In Reaktion auf den Atomtest Nordkoreas hatte der Sicherheitsrat alle Staaten dazu aufgerufen, verdächtige nordkoreanische Schiff zu kontrollieren und ein Waffenembargo gegen das kommunistische Land konsequent durchzusetzen. Ein von den Vereinigten Staaten beobachtetes nordkoreanisches Schiff, das möglicherweise für Burma bestimmte Rüstungsgüter an Bord hatte, ist mittlerweile umgekehrt. Am Dienstag hatten die Vereinigten Staaten bekanntgegeben, dass sie gegen nordkoreanische Unternehmen vorgehen wollten, die verdächtigt werden, an dem Atomprogramm beteiligt zu sein.

Verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea

Unterdessen ist am Donnerstag ein Treffen der Unterhändler Nord- und Südkoreas in der auf nordkoreanischem Territorium gelegenen Industriezone Kaesong ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Unterhändler waren zusammengetroffen, um über die Zukunft der Zone zu beraten. Nordkorea hat entgegen der Vereinbarungen der ursprünglichen Verträge eine Vervierfachung des Lohnes der 40.000 nordkoreanischen Arbeiter gefordert, die dort für mehr als siebzig südkoreanische Unternehmen arbeiten. Außerdem verlangt es mehr pacht für das Gelände.

Südkorea fordert von Nordkorea die Freilassung eines südkoreanischen Ingenieurs, der seit Monaten im Norden festgehalten wird, weil er angeblich eine Arbeiterin zum Überlaufen überreden wollte. Südkorea hat die Infrastruktur der Indsutriezone finanziert, nach den Forderungen Nordkoreas steht nun das Überleben der Zone in Frage.

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