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Piraterie Niederländer befreien Geiseln - Belgisches Schiff gekapert

18.04.2009 ·  Ein Schiff der niederländischen Marine hat vor Somalia 20 Geiseln aus der Hand von Piraten gerettet, aufgrund des niederländischen Rechts wurden die Piraten wieder freigelassen. Gleichzeitig wurde bestätigt, dass ein belgisches Baggerschiff überfallen wurde.

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Ein Schiff der niederländischen Marine hat am Samstag nach Nato-Angaben vor Somalia 20 Geiseln aus der Hand von Piraten gerettet. Zudem habe die Fregatte sieben Piraten festgenommen, die den Tanker einer griechischen Reederei angegriffen hätten, sagten Nato-Vertreter weiter. Bei den befreiten Geiseln soll es sich um Fischer aus dem Jemen handeln.

Die niederländische Fregatte kam demnach im Golf von Aden der „MT Handytankers Magic“ zu Hilfe und schlug die Piraten zurück, die das Schiff mit Gewehren und Panzerfäusten angegriffen hatten. Anschließend befreiten sie die 20 Menschen, die von den Piraten gezwungen worden waren, deren „Mutter-Schiff“ zu steuern. Von dem Schiff aus koordinieren die Piraten ihre Überfälle, die sie mit kleineren Booten ausführen. Die festgenommenen Somalier wurden aufgrund niederländischer Gesetze später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Piratenangriffe haben wieder zugenommen

In jüngster Zeit haben die Piratenangriffe vor der somalischen Küste wieder zugenommen. Derzeit sind mehrere Frachter, darunter auch deutsche, in der Gewalt von Piraten. Insgesamt halten die Entführer rund 260 Menschen fest. Beinahe täglich werden am Horn von Afrika Frachter aus allen Ländern der Welt gekapert. Seit Anfang 2009 wurden bereits 74 Piratenattacken vor der somalischen Küste gezählt, im gesamten Jahr 2008 gab es 107 Überfälle. Die Europäische Union will EU-Kreisen zufolge ihren Kampf gegen die Piraterie verstärken und weitere Kriegsschiffe in die Region schicken. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz.

Unterdessen ist am Samstag ein belgisches Schiff im Indischen Ozean auf dem Weg zu den Seychellen offensichtlich von Piraten gekapert worden. Nach Angaben eines Krisenzentrums der belgischen Regierung sandte das Schiff zwei „stille Notrufe“ aus, war jedoch nicht über Funk erreichbar. Bei dem Schiff handelt es sich um die 1988 gebaute „Pompei“ im Besitz einer Reederei in Gent. Das Schiff mit einem Leergewicht von 1760 Tonnen ist für die Aufnahme von Steinen bei Baggerarbeiten gebaut. An Bord befinden sich zehn Mann Besatzung.

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