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Sonntag, 19. Februar 2012
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Piraterie Indische Marine vereitelt Überfall auf Handelsschiff

13.12.2008 ·  Die indische Marine hat im Golf von Aden die Entführung eines weiteren Frachters verhindert. 23 Piraten aus Somalia und dem Jemen wurden festgenommen. Das bedrohte Handelsschiff fuhr den Angaben zufolge unter äthiopischer Flagge vor der somalischen Küste.

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Die indische Marine hat im Golf von Aden am Samstag einen Piratenüberfall auf ein äthiopisches Handelsschiff verhindert. Nach einem Seegefecht seien 23 somalische und jemenitische Seeräuber gefangen genommen worden, berichtete die indische Nachrichtenagentur IANS unter Berufung auf die Marine weiter.

Die Seeräuber hatten demnach versucht, die „MV Jibe“ 160 Seemeilen östlich von Aden von zwei Schnellbooten aus zu kapern. Auf einen Notruf hin habe das Kriegsschiff „INS Mysore“ sofort Kampfhubschrauber entsandt und habe Kurs auf das in Bedrängnis geratene Boot genommen, sagte ein Marinesprecher der Agentur.

Nach dem Gefecht hätten die indischen Eliteeinheiten an Bord der beiden Piratenschiffe zudem Maschinengewehre, einen Granatwerfer sowie weitere Waffen und Munition sichergestellt. Die Piraten würden an Bord des Kriegsschiffs festgehalten, bis klar sei, was weiter mit ihnen geschehen solle.

Griechischer Tanker wieder frei

Wie am Samstag bekanntwurde, haben somalische Piraten am Vorabend einen Anfang Oktober gekaperten griechischen Tanker wieder freigegeben. Das bestätigte der Leiter des ostafrikanischen Seeleute- Programms, Andrew Mwangura, in Nairobi. Drei der 20 Besatzungsmitglieder der unter der Flagge Panamas fahrenden „MS Action“ hätten das Geiseldrama nicht überlebt. Die Umstände ihres Todes waren zunächst nicht klar. Üblicherweise verlangen die Seeräuber ein Lösegeld.

Ausländische Streitkräfte vor der somalischen Küste könnten schon in der kommenden Woche ermächtigt werden, ihren Einsatz gegen Piraten auf das Festland auszudehnen. Nach der Zustimmung der somalischen Regierung dürfte der Weltsicherheitsrat einer Vorlage der USA schon an diesem Dienstag zustimmen, hieß es am Freitag in diplomatischen Kreisen in New York.

Die Deutsche Marine wird voraussichtlich Ende nächster Woche in ihren ersten internationalen Einsatz gegen Piraten gehen. Das Bundeskabinett hat die Beteiligung an der EU-Mission gebilligt. Jetzt muss noch der Bundestag zustimmen.

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