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Petraeus-Affäre : E-Mail-Verkehr

Juli 2011: Die Generäle John Allen und David Petraeus (M.) begrüßen Verteidigungsminister Leon Panetta in Kabul Bild: AFP

Zufall, Dummheit oder ein Komplott? Die Affäre des CIA-Direktors David Petraeus und die Vorwürfe gegen den Oberbefehlshaber in Kabul, General Allen, werfen viele Fragen auf.

          Auch ohne gleich die große Verschwörung zu wittern, ist festzuhalten: Eine außereheliche Affäre, deren Anfang in Kabul liegt, weitet sich zu einem Skandal aus. Erst sah sich CIA-Direktor Petraeus, der vielbewunderte ehemalige Heeresgeneral, zum Rücktritt veranlasst - drei Tage nach der Präsidentenwahl -, nun steht der amerikanische Oberbefehlshaber in Kabul, General Allen, im Verdacht unlauteren Handelns: Tausende E-Mails soll er an eine Frau geschrieben haben, die auch im Fall Petraeus eine Rolle spielt.

          Zufall, Dummheit oder ein Komplott? Dass Allen, wie geplant, demnächst Nato-Oberbefehlshaber wird, kann man sich kaum vorstellen.

          Dafür drängen sich Fragen auf: Wurden Sicherheitsbelange verletzt und Informationen weitergegeben? Hätte das FBI den Kongress früher informieren müssen? Was wusste wann das Weiße Haus? Wie kommt ein Befehlshaber im Krieg dazu, Abertausende Mails zu verfassen?

          Und dann die Mutter aller Fragen: Wem nutzen die Aufdeckung der Affäre und ihre personellen Konsequenzen? Doch spekulieren wir nicht, die Geschichte ist bizarr genug.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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          Quelle: F.A.Z.

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