Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates hat die Schaffung eines „Cyber Command“ im Pentagon angeordnet. Die Struktur des neuen Kommandos soll bis Oktober geschaffen werden, die volle Einsatzfähigkeit des „Cyber Command“ wird bis Oktober 2010 erwartet.
Zunächst soll das Kommando beim „Strategic Command“ der amerikanischen Streitkräfte angesiedelt sein, das für nukleare Kriegsführung und für den Kriegseinsatz von Computern und Datenverarbeitungstechnologie zuständig ist. Mittelfristig dürfte das „Cyber Command“ zu einem eigenständigen Kommando werden. Die amerikanischen Streitkräfte sind einerseits in regionale Kommandos für die unterschiedlichen Kontinente und Weltgegenden eingeteilt sowie andererseits in Kommandos mit besonderen Aufgabengebieten wie das für Elitetruppen zuständige „Special Operations“, das für koordinierte Einsätze der Teilstreitkräfte zuständige „Joint Forces Command“ oder das „Transportation Command“.
Mit der Schaffung des „Cyber Command“ wird der zunehmenden Bedeutung der Kriegsführung durch Mittel der Informationstechnologie Rechnung getragen. Das neue Kommando soll vor allem Angriffe auf sicherheitsrelevante Computernetzwerke in den Vereinigten Staaten, vor allem der Streitkräfte abwehren und selbst im Cyberspace operieren. Das neue Kommando ist zudem Teil der Bemühungen des Weißen Hauses, militärische wie zivile Computersysteme besser vor Hackern, Netzpiraten und politisch motivierten Angriffen zu schützen.
Die Zahl der Angriffe auf sicherheitsrelevante und militärische Computernetzwerke in den Vereinigten Staaten hat in den vergangenen Jahren sprunghaft zugenommen. Nach Angaben des stellvertretenden Verteidigungsministers William Lynn kommt es täglich zu etwa rund tausend Hacker-Attacken auf die militärischen Netzwerke. Allein in den vergangenen sechs Monaten hätten die Vereinigten Staaten mehr als 100 Millionen Dollar aufbringen müssen, um von Hackern angerichtet Schäden zu beheben.
Bei der Abwehr von Angriffen im Cyberspace hat Washington laut Lynn vor allem Russland und China im Visier. Vor allem in Pekings Militärstrategie spiele der „Cyberkrieg“ eine wichtige Rolle, so Lynn. Nach amerikanischen Medienberichten gelang es Cyber-Piraten unter anderem, das Bewaffnungsprogramm des neuen Jagdbombers F-35 einzudringen. Die Attacke sei über Computernetze von Subunternehmen geführt worden. Auch sei es Hackern im vergangenen Jahr mehrmals gelungen, in das amerikanische Stromnetz vorzudringen.
Was fehlt ist Hirnschmalz...
Else Schnabelbeiss (ElseSchnabelbeiss)
- 24.06.2009, 22:25 Uhr
Die Hacker scheinen eben die Technik besser zu beherrschen...
Alfred E. Sprengmeister (AESP)
- 25.06.2009, 01:57 Uhr
