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Pentagon-Chef über Iran : „Größter Staatssponsor von Terrorismus“

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Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis wird bei seinem Japan-Besuch am 4. Februar 2017 von einer Ehrengarde begrüßt. Bild: EPA

Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis finedt zwar harte Worte für Iran, will die Zahl der Streitkräfte im Nahen Osten aber nicht erhöhen. Auch im Streit um das Südchinesische Meer plädiert er für friedliche Mittel.

          Iran ist nach Worten des amerikanischen Verteidigungsminister James Mattis der „größte Staatssponsor von Terrorismus in der Welt“. Dennoch sehe er zurzeit keine Notwendigkeit, „die Zahl der Streitkräfte, die wir in der Region haben, zu erhöhen“, sagte Mattis am Samstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der japanischen Verteidigungsministerin Tomomi Inada in Tokio. Das amerikanische Finanzministerium hatte am Vortag weitere Wirtschaftssanktionen gegen 25 iranische Personen und Einrichtungen verhängt. Die Vereinigten Staaten reagierten damit auf Tests einer Rakete und eines Marschflugkörpers der iranischen Streitkräfte. Der Iran reagierte erbost auf die neuen Sanktionen.

          Auch im Streit um Chinas zunehmende Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer hält Mattis militärischen Druck derzeit für unnötig. Es gebe „zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit für militärische Manöver“, sagte er. Die Probleme seien „am besten durch Diplomaten“ zu lösen. China beansprucht im Süd- sowie Ostchinesischen Meer große Seegebiete mit bedeutenden Fischgründen, Rohstoffvorkommen und Schifffahrtsstraßen und baut vor diesem Hintergrund Militäranlagen auf Inseln und Riffen.

          Bedrohung durch Nordkorea

          Als ernste Bedrohung bezeichneten Mattis und Inada das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas. Zum Abschluss seiner zweitägigen Gespräche in Japan verständigte sich Mattis mit Inada darauf, die Sicherheitsallianz beider Länder zu stärken. „Die Sicherheitslage im asiatisch-pazifischen Raum wird zunehmend ernster", sagte Inada bereits zu Beginn ihres Treffens mit Mattis. Der Pentagon-Chef, der zuvor Südkorea besucht hatte, bekannte sich am Freitag bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe zum Verteidigungspakt zwischen beiden Ländern. Mattis nannte Japans Kostenbeteiligung für die amerikanischen Militärstützpunkte in Japan ein „Beispiel für andere Länder“. Präsident Donald Trump hatte als Kandidat während des Wahlkampfs mit Äußerungen irritiert, wonach er Südkorea und Japan dazu drängen wolle, mehr für die Stationierung der amerikanischen Truppen zu zahlen.

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