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Nach Freilassung durch Gericht : Pastor Brunson in Deutschland eingetroffen

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Nach zwei Jahren Haft: Der amerikanische Pastor Andrew Brunson befindet sich inzwischen auf seiner Heimreise. Bild: dpa

Der von der Türkei freigelassene Pastor Andrew Branson ist auf der Luftwaffenbasis in Rammstein eingetroffen. Noch am Samstag soll er Donald Trump in Washington treffen.

          Nach seiner Freilassung aus türkischer Haft ist der Pastor Andrew Brunson auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Ramstein bei Kaiserslautern eingetroffen. Der Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, nahm ihn nach mehrstündigem Flug auf dem Rollfeld in Empfang und verbreitete am Samstagmorgen ein Foto davon via Twitter.

          „Dank Donald Trump ist er fast zuhause“, schrieb Grenell über Brunson, der nach seiner Landung die ihm überreichte amerikanische Flagge geküsst habe. Nach einem kurzen Zwischenstopp zwecks medizinischem Check sollte er dann von Ramstein weiter nach Washington fliegen und dort möglichst noch am Samstag von Trump im Oval Office empfangen werden.

          Am Freitag war Brunson nach monatelangem diplomatischen Tauziehen freigelassen worden. Ein türkisches Gericht hat den Hausarrest und die Ausreisesperre des amerikanischen Pastors Andrew Brunson aufgehoben, dessen Inhaftierung zu einer schweren Krise mit den Vereinigten Staaten geführt hatte. Das Gericht in Aliaga bei Izmir verhängte zwar am Freitag eine Haftstrafe von drei Jahren und einem Monat für die Unterstützung einer Terrororganisation. Wegen der abgeleisteten Untersuchungshaft und seines guten Verhaltens während des Verfahrens wurde Brunson jedoch freigelassen.

          Brunson war im Oktober 2016 wegen Terrorvorwürfen in der Türkei festgenommen und wenig später in Untersuchungshaft genommen worden. Ende Juli hatte ein Gericht die Haft in Hausarrest umgewandelt. Um Brunson freizubekommen, hatten die Vereinigten Staaten im August Sanktionen und Strafzölle gegen die Türkei verhängt. Die türkische Landeswährung Lira brach daraufhin auf historische Tiefstände ein.

          Am Donnerstag hatte der amerikanische Fernsehsender NBC bereits berichtet, die Vereinigten Staaten und die Türkei hätten im Streit um Brunson eine Einigung erzielt. Unter Berufung auf ranghohe Regierungsvertreter war von einer „geheimen Vereinbarung“ die Rede, die den Weg für die Freilassung Brunsons und dessen Rückkehr in die Vereinigten Staaten ebne.

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