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Nach Hurrikans in Amerika : Papst nennt Leugner des Klimawandels „dumm“ und „stur“

  • Aktualisiert am

Der Papst spricht vor Journalisten auf dem Rückflug von seiner Kolumbienreise Bild: dpa

Die Verwüstungen durch Hurrikans in Mittel- und Nordamerika lassen das katholische Kirchenoberhaupt zu biblischen Vergleichen greifen. Mit seiner deutlichen Kritik an Klimaleugnern hat er wohl einen ganz bestimmten Mann im Blick.

          Angesichts der zerstörerischen Hurrikan-Serie in der Karibik, den Vereinigten Staaten und Mexiko hat Papst Franziskus Leugner des Klimawandels als „dumm“ gebrandmarkt. Diejenigen, die den Klimawandel anzweifelten, sollten sich an Wissenschaftler wenden und diese befragen, sagte Franziskus am Montag auf dem Rückflug von Kolumbien nach Rom vor Journalisten. Die Experten seien „sehr klar, sehr präzise“.

          Ihm komme ein Satz aus dem Alten Testament in den Sinn, in dem der Mensch als „dumm“, „stur“ und „blind“ beschrieben werde, sagte Franziskus. Dabei habe jeder einzelne Mensch und Politiker eine „moralische Verantwortung“, dem Rat der Wissenschaftler zu folgen. Diese hätten klar dargelegt, was zu tun sei, um die Erderwärmung aufzuhalten. „Wir müssen das ernst nehmen, es ist eine Sache, über die keine Scherze gemacht werden können.“ 

          „Das sind keine aus der Luft gegriffenen Meinungen“, sagte Franziskus. Die Geschichte werde über die Entscheidungen der Verantwortlichen „richten“, fügte er hinzu.

          Der Papst ist ein leidenschaftlicher Unterstützer der Bemühungen, den Klimawandel und seine Folgen vor allem für benachteiligte Gruppen zu stoppen. Beobachter sehen in seinen regelmäßigen kritischen Kommentaren einen Angriff auf die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen.

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