25.06.2012 · Im Vatikan weiß niemand, wem er noch vertrauen kann. Der Papst ist das Opfer einer Intrige, weil er der klerikalen Vertuschung den Kampf angesagt hat. Selbst um sein Leben wird gefürchtet.
Von Daniel DeckersRichtlinien für Lesermeinungen
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Wie in vielen Phasen der Vermutungen, Spekulationen und Beobachtungen
von Intrigen über "Die Machtstrukturen da oben" empfiehlt
es sich, dem Volk Gehör zu schenken und aufmerksam zuzuhören.
Die Rheinländer haben schon in dem Liedgut der "Bläck
Fööss"(Ich wör su jän ens Weihbischof) eine
Aufgabenbeschreibung, die aktuelle Probleme vorwegnimmt: …
..“de hillije Jeist verdeele
an jede ärme Seele.
…“Bedde für die Kranke un Lahme, …
Af un zo nom Papst ens luure un en jet beduure.“
Die aktuelle Situation erscheint dem (gutgläubigen) Volk wie eine
Art Dauerzustand und ist Ausdruck der Ohnmacht vor den
"Geheimnissen des Vatikans“... Vox populi -- Vox Dei?.
Die Fehler der Vergangenheit / RE Frau Holtmann
"Die Fehler der Vergangenheit sind doch eingestanden." Wirklich?
Die Entschuldigung Joh. Pauls II für die Fehler "einiger
Söhne und Töchter der Kirche", wobei die
"heilige" Kirche natürlich makellos bleibt für alle
Zeiten - nennen Sie das ein glaubwürdiges "mea culpa" ?
Angesichts einer wirklich grauenhaften Geschichte unter der Maxime der
Intoleranz gegenüber Jedermann ist es meines Erachtens nicht mit so
einem "Entschuldige bitte, tut mir leid" getan. Von einer
wirklichen Einsicht ist doch auch Benedikt meilenweit entfernt. Lesen
Sie dazu sein "Salz der Erde"! Bei allen wirklich kritischen
Punkten verschlägt es Benedikt erstmal die Sprache, und dann kommt
sofort sein "Ja, aber" - bitte lesen Sie seine Antworten zum
Thema einer Theologie nach Auschwitz nach! Er hat keine, wie
überhaupt das Theodizee-Problem ja die Behauptung eines
allmächtigen und gütigen Gottes ad absurdum führt und
faktisch die objektive Widersprüchlichkeit der christlichen Lehre
schonungslos aufdeckt.
man könnte nach der Lektüre fast den Eindruck gewinnen, die Leaks sind nicht etwa auf Benedikt-feindliche Aktionen zurückzuführen sondern, im Gegenteil, auf Bemühungen seiner Unterstützer und Sympathisanten, die die Welt auf seine schwierige Lage aufmerksam machen wollen.
Luther-Benedikt von Nursia-der Augurias-Stall und die positive Seite des Ganzen
Vielleicht könnte man dem ganzen Geschehen auch eine positive Seite
abgewinnen: Ein deutscher Papst greift endlich durch und versucht,
sofern in seinen Kräften stehend, die Kurie zu erneuern. Vergessen
wir nicht, Luther war unser Landsmann und dessen Kritik nicht
unbegründet, seinerzeit. Wenn dem heute immer noch so ist, ist in
der Tat etwas faul im Staate des Vatikan. Wohin das führen kann,
lehrt die Geschichte.
Benedikt von Nursia begründete nicht nur das abendliche
Mönchtum, sondern verband damit zugleich eine Erneuerung der Kirche
im Geiste des Urchristentums, "ad fontes" sozusagen. Seinem
Namenspatron wird Benedikt sich verpflichtet fühlen und daher ist
ihm zu wünschen, dass es ihm gelingen wird, den römischen
Augurias-Stall auszumisten. Vielleicht das schönste Geschenk, dass
der deutsche Katholizismus der Weltkirche machen konnte,- fast 500 Jahre
nach Luther und der Reformation. Principiis obsta!
Die Kurie des Vatikan ist vermutlich etwa genauso integer wie die
italienische Politik zur besten Zeit Berlusconis.
Der Papst ist kein Verwaltungsfachmann und auch kein raffinierter
Machtpolitiker, aber er scheint den ehrlichen Willen zu haben, diverse
Mißstände gründlich abzustellen, die viele Mitglieder
der Kurie offenbar als Gewohnheitsrecht betrachten.
Konsequentes Durchgreifen gegen sexuellen Mißbrauch und striktes
Vorgehen gegen illegale Praktiken wie Geldwäsche beim IOR sind
richtig und nötig.
Damit schafft er sich viele Feinde.
Wieviele der jüngsten Vorfälle sich direkt gegen ihn richten
oder ob sie nur einen Machtkampf verschiedener Fraktionen widerspiegeln.
ist schwer zu sagen.
Diese italienischen Hofintrigen werden zu einer Internationalisierung
und Professionalisierung im Vatikan führen und so den Einfluß
des italienischen Stammpersonals reduzieren. Diesen Machtverlust hat es
sich selbst zuzuschreiben.
Fragwürdige Schlüssellochperspektive
Daniel Deckers lustvoller Schlüssellochkommentar, der wohl nicht zufällig auch eine sexuelle Anschärfung der Indiskretionsvorgänge im Vatikan enthält, dient nicht der objektiven Meinungsbildung. Vielmehr betreibt er unter dem Anschein der unvoreingenommenen Haltung des Korrespondenten das Geschäft der Kirchengegner. Eigentlich untypisch für die FAZ, wird genau die finster-spekulative Dunkelgrau-Zone umschrieben, in der viele den Kirchstaat lieber heute als morgen untergehen sehen möchten. Dabei steht unbezweifelbar fest, dass Kirche in ihrer praktischen Gestalt unvollkommenes Menschenwerk ist. Doch Kirche wirkt zwar in der Welt, doch ist sie nicht von dieser Welt. Gerade der Papst ist es, der dieses Spannungsfeld durch die Mahnung zur "Entweltlichung" verkleinern will. Je weniger wir Katholiken bei unserem Wirken von dieser Welt sind, desto leichter fällt uns die Aufgabe, die Herausforderungen anzugehen. Deckers bestreitet das-und spricht vielen, sogar Gänswein, den guten Willen ab.
Bei der Ahndung von Sexualverbrechen an Kindern ist mehr als "leise Beharrlichkeit" nötig. Da sehe ich keinen Grund, Papst und Kirche zu loben. Und dann dieser unsägliche Vergleich von "homosexuellen Netzwerken" mit Schimmel.
Schlecht recherchiert. Kein Inhalt. 2 Monate später als die
Tagespresse. Was soll den dieser Artikel in der FAZ? Ich lese dreimal
die Woche die Tagespost und werde dort von Korrespondenten vor Ort
informiert.
Außer aufgeblasenen Pseudoschlagzeilen hat der ganz
Vikileaks-"Skandal" keine Missstände über den
Vatikan enthüllen können. Wie auch? Obwohl Tonnen an Papier
gedruckt wurden.
Will man wirklich mit so schlechter Technik weiter Kulturkampf gegen die
kath. Kirche betreiben, wie das unsere politisch korrekten Medien gerne tun?
Es ist ein bißchen, als ob man heute das Testspiel gegen die
Schweiz groß aufgemacht hätte: "Löw hat riesige Probleme"...
Vielleicht informiert man sich und uns in Zukunft, wenn man über
den Papst schreibt: z.B. über das jüngste Familientreffen in
Mailand. Vielleicht macht man sich in Zukunft die Mühe, den Papst
zu zitieren (und zwar nicht selektiv) und greift nicht auf veraltete
Tertiärquellen zurück.
Irgendwann kann jahrtausendalte Tradition nicht mehr alles zudecken.
Wer sich, wie die Geschichte zeigt, eine Art eines Hofstaates sich
zulegt oder diesen übernimmt,muss mit Intrigen rechnen.Die Menschen
sind überall gleich,ob Kardinal ,Bettler oder Manager.Ferner gilt
oft in solchen Fällen,dass wer hoch aufsteigt ,der fällt tief
oder es wird vertuscht.
Es war ein größter Fehler,nur um die Macht ausbauen zu
können,das Stellvertreterprinzip auch in der kath.Kirche
einzuführen.Lange bevor es die kath.Kirche gab,haben sich zB die
Pharonen wie Echnaton zum Stellvertreter eines Gottes oder auch Hercules
in der Frühzeit der griechischen Antike als Stellvertreter des
höchsten griech.Gottes der damaligen Zeit ernannt.
(PS:Auch der "Hirtenstab" des Papstes wurde aus der
Pharaonenzeit Ägyptens durch das Papstwesens übernommen,usw.)
Die Struktur der Kirchen(auch Moscheen,usw.) werden eines Tages sich an
den Kern ihrer Aussagen anpassen müssen,um die"
babylonische" Verwirrung nach und nach aufzuheben,die sie selbst
mit der Zeit geschaffen haben.
Die Kirche: eine Institution von vorgestern.
Wenn jemand an Gott glaubt/glauben möchte, steht ihm dies frei zu
tun! Dazu brauch er die Kirche nicht.
Niemand darf das Monopol für Glauben/Rechtgläubigkeit/Gott
besitzen. Ohne Aufklärung und Säkularisierung würde
Gottes selbsternanntes Bodenpersonal immer noch mit Freuden den
ungebildeten Menschen versklaven und die Welt mit wunderbaren Dogmen
versklaven (Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt natürlich
auch Priester die hervorragende Gemeindearbeit verrichten und auch Papst
Johannes Paul II. war im Großen und Ganzen ein Wohl für die Menschheit).
Dezentralismus ist nur positiv besetzt
Der Glaube ist eine kompizierte Sache. Es ist ein bißchen wie in
Diskussionsforen. Man gleitet schnell in eine rechthaberische
Grundhaltung und ehe man sich versieht, gehen sich die
Diskussionsteilnehmer mit Schaum vor dem Mund an die Gurgel. Deshalb hat
die Existenz einer allgemeinen christlichen Weltkirche nicht nur
negative Aspekte - auch wenn die heutzutage stärker betont werden.
Sie ist als behäbiger Dampfer das Korrektiv für die
persönliche Position zu Gott und schützt so - im Großen
und Ganzen - vor allzu abwegigen Pfaden in der (schwierigen) Suche nach
dem (transzendenten) Gott. Quasi wie ein Kompass oder neudeutsch: Sie
ist die Intelligenz der Masse.
Nüchtern betrachet ist sie darüber hinaus, ein
Verwaltungsapperat. Und der ist hierarchisch gegliedert. Wo es um Macht
geht, gibt es auch immer die Gefahr des Machtmissbrauchs. Da
unterscheidet sich die Katholische Kirche nicht von anderen
Institutionen.
Niemand zwingt Sie, Herr Hopf, der Katholischen Kirche beizutreten.
Und wenn Sie glauben, auf Glaubenslehrer verzichten zu können, so
ist Ihnen das zugestanden.
Ich aber bin davon überzeugt, dass sich die Theologen der Kirche
seit 2000 Jahren um ein tieferes Verständnis des Glaubens
bemühen. Die Glaubenslehren der Kirche halte ich also für das
Ergebnis einer intensiven Arbeit im Dienst des Glaubens. Diese Lehren
sind daher für Menschen interessant, die den Glauben nicht auf ein
schwärmerisches individualistisches Gefühl reduziert sehen
wollen. Die Gemeinschaft der Gläubigen bedarf eines soliden Fundaments.
wer dazu etwas schreibt sollte vorher die katholische Geschichte lesen, zurück bis mindestens 1200 n
das im Vatikan, vieles nicht mit rechten Dingen zugeht, ist doch nichts neues
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 08:12 UhrKönnen oder wollen Sie nicht konkret werden, Herr Buder?
Mit solch unpräzisen Aussagen wie "vieles", "nichts
Neues" kann ich wirklich nichts anfangen.
Und die Fehler der Vergangenheit sind doch eingestanden, die
Missstände der heutigen Zeit gilt es zu bekämpfen. Das gilt
doch für jede Organisation, für jeden Verein, für jeden Staat.
Die Rolle Benedikts und befremdliche Homophobie
Auch ein Kommentar muss Fakten nennen, wenn dort angestellte
Tatsachenbehauptungen nicht hinreichend belegt sind. Aus meiner Sicht
kann die Behauptung, die laufenden Enthüllungswellen gingen
letztlich auf die herausgehobene persönliche Integrität und
den Aufklärungswillen Benedikts XVI. zurück, kaum als
unbezweifelbare Tatsache gelten. Dadurch, dass Herr Decker dies dennoch
als eine Wahrheit hinstellt, wirkt der Artikel für das Niveau von
FAZ-Kommentaren ungewohnt tendentiös.
Damit aber nicht genug: Dass es derartige homophobe
Äußerungen wie die Diagnose "homosexueller Netzwerke,
von denen gerade [sic!] der Vatikan durchzogen ist wie ein Roquefor mit
Schimmel" auf die Titelseite der FAZ schaffen, bestürzt mich.
Solche diskriminierenden und beleidigenden Äußerungen sind ja
geradezu ekelhaft!
Wer definiert die christliche Position?
Hm, es gibt eine Menge Christen, die Homosexualität im Priesteramt
nicht als problematisch ansehen - man beachte die jüngsten
Entscheidungen der Sächsischen und Bayerischen Evangelischen
Landeskirche.
Was ich kritisiert hatte, war aber nicht, ob die katholische Kirche ein
problematisches Verhältnis zur Homosexualität hat (das
wäre ein eigenes Thema), sondern der Standpunkt des Autors Deckers.
Aus dem Kontext des Artikels folgt das nicht zwingend.
Ich glaube nicht, dass die von Ihnen angeprangerte Aussage
diskriminierend oder beleidigend gemeint sei. Aus dem Kontext des
Artikels ergibt sich vielmehr, dass es in der Tat sehr auffällig
wäre, wenn es im Vatikan derartige Netzwerke, sprich, eine
derartige Nachfrage, gäbe, obgleich die Katholische Kirche
Homosexualität als schwere Sünde und wider die Natur
brandmarkt. Vom dem Weihesprechen des Zöllibates ganz zu schweigen.
Vor diesem Hintergrund des eklatanten Widerspruches zwischen
Verkündigung nach außen und (teilweiser möglicher)
gelebter innerer Realität würde ich die Käsemetapher
deuten.
Wem dem wirklich so wäre, wäre es in der Tat ein Paukenschlag,
der die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern könnte, - der
Vatikan als das neue Babel. Die drastischen Worte des Vergleichs
wären hierfür dann schon angemessen. Ja, das wäre
"ekelhaft".
Der Christ...
wird die Käsmann-"alles geht"-Version des Christentums nicht mittragen. Er wird nicht diskriminieren, aber auch nicht der Gleichwertigkeit der Homosexualität das Wort reden. Die politische Korrektness ist von Heiden erfunden worden.
Solche diskriminierenden,beleidigenden Äußerungen sind ja geradezu ekelhaft
Unerträglicher pastoraler Verschleierungmodus!
Im Kontext schon!
Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Der Vergleich an sich ist eigentlich
ein Kompliment, da der Schimmel den Käse ganz besonders lecker
macht. Die Kernaussage des Abschnittes ist, dass der Papst gegen
Sexualität im Priesteramt vorgeht, was ihm Feinde macht. So weit,
so richtig.
Tendenziös klingt dann aber die undifferenzierte Zusammenfassung
von Kindesmissbrauch, freiwilliger(!) Homosexualität und dem
Vergehen an Frauen ("im Schutz ihrer Macht"). Das stellt zwei
partiell unfreiwillige und extrem menschenverachtende Sexualakte mit
einer freiwilligen (homo-)sexuellen Beziehung gleich.
Die Kampfansage an Kindesmissbrauch auch als Kampfansage an
Homosexualität gewertet welches für den Papst zwar stimmen
mag, für den Autor des Textes aber sicherlich nicht. Hier wäre
eine kritische Anmerkung von vonnöten gewesen, um den Vorwurf einer
homophoben Beleidigung endgültig zu entkräften.
Ich denke nicht, dass der Autor des Textes homophob ist, seine
Formulierung ist aber äußerst missverständlich.
Beleidigend?
Nur wenn man es als Beleidigung sehen will. Als Leser.
ich habe einige Bücher des Kardinal Ratzinger gelesen und habe Ihn für einen unsagbar intelligenten und strukturiert denkenen Menschen gehalten, der zutiefst das widerspiegelt, das eigentlich jeder in einem solchen Amt haben sollte. Menschenliebe...Nächstenliebe. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Papst, an den der Kelch nicht vorüber ging...zutiefst enttäuscht ist über die schon grotesk perversen (in jeglicher Hinsicht) Abgründe, die sich Ihm zeigten (auch wenn er sicherlich Vieles im Vorfeld ahnte oder wußte). Mir als Nicht-Katholik tut er leid. Denn hier spielen sich Dinge ab, die jeden Thriller verblassen ließen. Und sicherlich wird er am Ende die "tragische Figur" sein und das Böse triumphieren.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 14:18 UhrRatzingers Bücher
Habe auch etliche Bücher von ihm gelesen. Z.B. sein Jesusbuch, sein
"Gesülz der Erde", sein "Credo für
vorgestern", seine "Werte in Zeiten des Umbruchs", seine
"Einführung in das Christentum" u.a., ausserdem
"Dominus Jesus" u. "Deus caritas est". Seitdem
verstehe ich nicht mehr, wieso ihn soviele Menschen einen
Intellektuellen nennen.
In seinem Jesusbuch zeigt er, dass 200 Jahre kritischer
Religionswissenschaft spurlos an ihm abgeperlt sind. Ich empfehle Ihnen,
dazu mal G.Lüdemann "Das Jesusbild des Papstes" zu lesen.
Zitat: "Ratzingers Ausgangspunkt, dass man den Evangelien
historisch trauen kann, ist ein Holzweg". Und allein Drevermanns
Insider-"Kleriker" entblättert den ganzen Laden bis auf
die Grundmauern.
Ratzinger bekommt beim Namen "Augustin", dem Erfinder der
Erbsünde und des kath. Geschäftsmodells, immer noch
glänzende Kinderaugen. Dahin müsste die Welt zurückgehen,
wenn es nach ihm ginge.
Ratzinger ein Intellektueller? Für mich ist er ein esoterischer
Scharlatan.
Herr Deckers weint Krokodilstränen
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde die Tonart, in der dieser
Artikel verfasst ist, widerlich: der Redakteur gibt sich besorgt um das
Wohl der Kirche, aber diese vrdergründige Besorgtheit dient ihm
letztlich nur als Vorwand für seine vielen kleinen Giftspritzer.
Vor allem frage ich mich: wieso ist es "fahrlässige
Naivität", wenn der Papst seinen engsten Mitarbeitern
vertraut? Jeder, der in ein derartiges Amt gewählt wird, würde
sich doch einen Stab von Mitarbeitern zusammenstellt, die er seit
längerem gut kennt und denen er vertraut. Dass Vertrauen
missbraucht wird, ist bedauerlich - aber dass man deswegen
grundsätzlich überhaupt niemandem mehr vertrauen soll, scheint
mir doch eine etwas überzogene Schlussfolgerung.
Klar ist: dieser Papst steht für Sauberkeit und Transparenz - dass
er viele Feinde hat, braucht daher niemanden zu wundern. Dass er
trotzdem unbeirrt seinen Weg geht, zeigt seine
Führungsqualitäten. Er wird sein Ziel erreichen, auch gegen Widerstände.
Der größte Esotherik-Club der Welt
Finanziert von Schafen und Steuergeldern. Sein Nutzen beschränkt sich als Quellenmaterial für Romanautoren, Film- und TV-Produzenten, Verschwörungstheoretikern und zur Unterhaltung der Aufgeklärten dieses Landes.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 22:42 Uhr@ Cornelia Holtmann
Die Aufgeklärten diese Landes orientieren sich in ihrer Lebenswirklichkeit an dem was wir wissen und an dem was uns die Wissenschaft an Erkenntnissen gebracht hat. Zu glauben heißt sein Leben einer unbeweisbaren, irrationalen Fiktion unterzuordnen. Es gibt sie auf unserer Welt in diversen Varianten, auch Religionen genannt von der jede behauptet die einzig richtige zu sein. Letztlich ist es eine Form von Esotherik wie der Glaube an Geister, Dämonen, Heilsteine, Globuli usw. usw.
Ich frage mich, wer für Sie die "Aufgeklärten dieses Landes" sind, Herr Sax.
Die Positivisten? Und verstehen Sie unter Esoterik jede Art von Glauben?
„Zwischenreich aus Mafia, Politik und Geistlichkeit“
Oh,das kommt meiner „Vatikanmafia“ sehr nahe.Nur,dass mir der „Benedetto“ hier zu gut bei weg kommen möchte.So geht doch die wahre Intrige, die gegen die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils (Johannes XXIII., Paul VI),von diesem ganz persönlich aus.Daher der Schulterschluss mit den reaktionärsten,nicht selten profaschistischen Kräften innerhalb wie außerhalb der Kirche.So auch zu interpretieren diese Hinterlist da in „Palästina“. (Dort lässt er sich von den Israelis die Hand küssen,redet aber unaufhörlich von „Palästina“.Zuvor durfte er,allen Anschein nach,in Sachen Kreuzzug gegen die „Muselmanen“ einen Rückzieher antreten.Alles nur Taktik,im Geiste der ihm gegebenen Kunst der Scholastik.Der „Nibelungentreue“ beherrscht den Verrat meisterlich.)Setzt doch dieser Papst genau die Kräfte in Szene,die ihm jetzt offenbar zu schaden gedenken.Doch stellt sich auch hier die Frage,ob der Deutschen Doppeltaktik nun endlich endgültig in Verruf geraten ist,oder ob sie wieder einen Meister gebar?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 19:56 UhrEinspruch
Zwar finde ich persönlich diverse Positionen des Papstes etwas zu
konservativ, aber eines muß man ihm zugestehen:
Er versucht nach bestem Wissen und Gewissen, zu tun, was er für
richtig und nötig hält.
Auch wenn ihm das Anfeindungen einbringt.
Seine Aufgabe ist nicht, beliebt und beliebig zu sein. Und das ist gut so.
wer ist Deckers - Romanschreiber
was auch immer im Vatikan möglich war und ist, der Artikel scheint
sich anzupassen, den er wirkt irgendwie romanhaft. Immer mit Andeutungen
und Möglichkeiten. Keine konkrete Hinweise, bis auf noch nicht
aufgeklärte Umstände. Keiner weiß bisher, was der
Paladin im Gefängnis bisher ausgesagt hat.
Wenn es Gewissheit ddgibt, dann sollte eine seriöse Zeitung
berichtet. Aber nicht in einer Art Mafiakrimi, auch wenn Deckers den
Vatikan gerne so hinstellen möchte.
Mit der Religion ist kein Staat zu machen
daher bin ich für eine strikte Trennung. Bei Staatsreligionen
bleibt die Wahrheit schnell auf der Strecke. Hier in Deutschland haben
die offiziellen Stellungnahmen der Kirchen auch schon lange ihre
Durchschlagskraft verloren und mußten islamischen
Zentralratsverkündigungen weichen.
Christen sollten daher immer grundsätzlich der Aufforderung mehr
Beachtung schenken, die da lautet:Seid klug wie die Schlangen und ohne
Falsch wie die Tauben.
Es werden viele kommen und sagen sie seine ich aber an den Früchten
werdet ihr sie erkennen. Jesus Chrsitus
Die Katholische Kirche schleppt ein Moloch mit sich herum den sie selber
erschafft hat.
Er ist düster greift nach kleinen Kindern und will Macht und Geld.
Mir tut es sehr leid um den kleinen Dorfpfarrer der jeden Tag sein
bestes gibt. Er ist der Vertretung Jesus auf Erden um vieles näher,
als die ihn meinen zu führen.
Unkraut wächst mit der Saat auf
Augustinus hat in seiner 2-Reiche-Lehre gezeigt, dass die civitas dei von der civitas terrena durchdrungen wird. Benedikt ist ein konsequenter Mann, der notfalls sein Leben für Wahrheit gibt. Das ist biblisch, wird vom linken Mainstream aber nicht wahrgenommen. Es gibt so viele Katholiken, weil es Christus und seine Botschaft gibt, nicht wegen dem Bodenpersonal!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 14:42 UhrChristus und seine Botschaft?
Eine Botschaft hätte zumindest erstmal der irdische Jesus
hinterlassen müssen. Und obwohl er doch angeblich so hochgebildet
war, hat er der Menschheit leider nicht eine einzige Zeile hinterlassen.
Alles wäre für alle Zeiten damit klargewesen. Stattdessen
musste die Kirche unzählige hirnrissige angebliche Wunder
bemühen. Und unzählige emsige Theologen mussten die story
immer wieder zurechtstricken, um auch nur mit den allergröbsten
Widersprüchen in der "Schrift" fertigzuwerden.
Aber 2 Botschaften hat Jesus laut NT hinterlassen. 1. Das Ende der Welt
wird bald, d.h. zu Lebzeiten der Jünger, eintreten. 2. Dann komme
ich zurück und werde die Lebenden und die Toten richten. (Sogar den
Toten gönnte die Kirche ihre Grabesruhe nicht!)
Beide Botschaften haben sich als falsch erwiesen.
Laut AT 5. Moses 18.22 war Jesus ein falscher Prophet: Wenn der Prophet
redet in dem Namen des Herrn und es wird nichts daraus und es tritt
nicht ein, .. dann hat er aus Vermessenheit geredet.
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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