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Papst Benedikt XVI. Brutal im Vatikan

 ·  Im Vatikan weiß niemand, wem er noch vertrauen kann. Der Papst ist das Opfer einer Intrige, weil er der klerikalen Vertuschung den Kampf angesagt hat. Selbst um sein Leben wird gefürchtet.

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Franz Becker
Franz Becker (FBXL9) - 28.06.2012 10:22 Uhr

Vox populi -- Vox Dei?

Wie in vielen Phasen der Vermutungen, Spekulationen und Beobachtungen von Intrigen über "Die Machtstrukturen da oben" empfiehlt es sich, dem Volk Gehör zu schenken und aufmerksam zuzuhören.
Die Rheinländer haben schon in dem Liedgut der "Bläck Fööss"(Ich wör su jän ens Weihbischof) eine Aufgabenbeschreibung, die aktuelle Probleme vorwegnimmt: …
..“de hillije Jeist verdeele
an jede ärme Seele.
…“Bedde für die Kranke un Lahme, …
Af un zo nom Papst ens luure un en jet beduure.“
Die aktuelle Situation erscheint dem (gutgläubigen) Volk wie eine Art Dauerzustand und ist Ausdruck der Ohnmacht vor den "Geheimnissen des Vatikans“... Vox populi -- Vox Dei?.

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Volker Kraft

Die Fehler der Vergangenheit / RE Frau Holtmann

"Die Fehler der Vergangenheit sind doch eingestanden." Wirklich?
Die Entschuldigung Joh. Pauls II für die Fehler "einiger Söhne und Töchter der Kirche", wobei die "heilige" Kirche natürlich makellos bleibt für alle Zeiten - nennen Sie das ein glaubwürdiges "mea culpa" ? Angesichts einer wirklich grauenhaften Geschichte unter der Maxime der Intoleranz gegenüber Jedermann ist es meines Erachtens nicht mit so einem "Entschuldige bitte, tut mir leid" getan. Von einer wirklichen Einsicht ist doch auch Benedikt meilenweit entfernt. Lesen Sie dazu sein "Salz der Erde"! Bei allen wirklich kritischen Punkten verschlägt es Benedikt erstmal die Sprache, und dann kommt sofort sein "Ja, aber" - bitte lesen Sie seine Antworten zum Thema einer Theologie nach Auschwitz nach! Er hat keine, wie überhaupt das Theodizee-Problem ja die Behauptung eines allmächtigen und gütigen Gottes ad absurdum führt und faktisch die objektive Widersprüchlichkeit der christlichen Lehre schonungslos aufdeckt.

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Zeh Haans
Zeh Haans (sonderhai) - 27.06.2012 16:01 Uhr

wer ist Freund und wer Feind?

man könnte nach der Lektüre fast den Eindruck gewinnen, die Leaks sind nicht etwa auf Benedikt-feindliche Aktionen zurückzuführen sondern, im Gegenteil, auf Bemühungen seiner Unterstützer und Sympathisanten, die die Welt auf seine schwierige Lage aufmerksam machen wollen.

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Michel Cremer

Luther-Benedikt von Nursia-der Augurias-Stall und die positive Seite des Ganzen

Vielleicht könnte man dem ganzen Geschehen auch eine positive Seite abgewinnen: Ein deutscher Papst greift endlich durch und versucht, sofern in seinen Kräften stehend, die Kurie zu erneuern. Vergessen wir nicht, Luther war unser Landsmann und dessen Kritik nicht unbegründet, seinerzeit. Wenn dem heute immer noch so ist, ist in der Tat etwas faul im Staate des Vatikan. Wohin das führen kann, lehrt die Geschichte.
Benedikt von Nursia begründete nicht nur das abendliche Mönchtum, sondern verband damit zugleich eine Erneuerung der Kirche im Geiste des Urchristentums, "ad fontes" sozusagen. Seinem Namenspatron wird Benedikt sich verpflichtet fühlen und daher ist ihm zu wünschen, dass es ihm gelingen wird, den römischen Augurias-Stall auszumisten. Vielleicht das schönste Geschenk, dass der deutsche Katholizismus der Weltkirche machen konnte,- fast 500 Jahre nach Luther und der Reformation. Principiis obsta!

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Wolfgang Richter

Korrupter Sumpf

Die Kurie des Vatikan ist vermutlich etwa genauso integer wie die italienische Politik zur besten Zeit Berlusconis.
Der Papst ist kein Verwaltungsfachmann und auch kein raffinierter Machtpolitiker, aber er scheint den ehrlichen Willen zu haben, diverse Mißstände gründlich abzustellen, die viele Mitglieder der Kurie offenbar als Gewohnheitsrecht betrachten.
Konsequentes Durchgreifen gegen sexuellen Mißbrauch und striktes Vorgehen gegen illegale Praktiken wie Geldwäsche beim IOR sind richtig und nötig.
Damit schafft er sich viele Feinde.
Wieviele der jüngsten Vorfälle sich direkt gegen ihn richten oder ob sie nur einen Machtkampf verschiedener Fraktionen widerspiegeln. ist schwer zu sagen.
Diese italienischen Hofintrigen werden zu einer Internationalisierung und Professionalisierung im Vatikan führen und so den Einfluß des italienischen Stammpersonals reduzieren. Diesen Machtverlust hat es sich selbst zuzuschreiben.

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Henry C. Brinker

Fragwürdige Schlüssellochperspektive

Daniel Deckers lustvoller Schlüssellochkommentar, der wohl nicht zufällig auch eine sexuelle Anschärfung der Indiskretionsvorgänge im Vatikan enthält, dient nicht der objektiven Meinungsbildung. Vielmehr betreibt er unter dem Anschein der unvoreingenommenen Haltung des Korrespondenten das Geschäft der Kirchengegner. Eigentlich untypisch für die FAZ, wird genau die finster-spekulative Dunkelgrau-Zone umschrieben, in der viele den Kirchstaat lieber heute als morgen untergehen sehen möchten. Dabei steht unbezweifelbar fest, dass Kirche in ihrer praktischen Gestalt unvollkommenes Menschenwerk ist. Doch Kirche wirkt zwar in der Welt, doch ist sie nicht von dieser Welt. Gerade der Papst ist es, der dieses Spannungsfeld durch die Mahnung zur "Entweltlichung" verkleinern will. Je weniger wir Katholiken bei unserem Wirken von dieser Welt sind, desto leichter fällt uns die Aufgabe, die Herausforderungen anzugehen. Deckers bestreitet das-und spricht vielen, sogar Gänswein, den guten Willen ab.

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Lore Fisch

Pfui Deibel

Bei der Ahndung von Sexualverbrechen an Kindern ist mehr als "leise Beharrlichkeit" nötig. Da sehe ich keinen Grund, Papst und Kirche zu loben. Und dann dieser unsägliche Vergleich von "homosexuellen Netzwerken" mit Schimmel.

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 26.06.2012 13:35 Uhr

Gähn

Schlecht recherchiert. Kein Inhalt. 2 Monate später als die Tagespresse. Was soll den dieser Artikel in der FAZ? Ich lese dreimal die Woche die Tagespost und werde dort von Korrespondenten vor Ort informiert.

Außer aufgeblasenen Pseudoschlagzeilen hat der ganz Vikileaks-"Skandal" keine Missstände über den Vatikan enthüllen können. Wie auch? Obwohl Tonnen an Papier gedruckt wurden.

Will man wirklich mit so schlechter Technik weiter Kulturkampf gegen die kath. Kirche betreiben, wie das unsere politisch korrekten Medien gerne tun?

Es ist ein bißchen, als ob man heute das Testspiel gegen die Schweiz groß aufgemacht hätte: "Löw hat riesige Probleme"...

Vielleicht informiert man sich und uns in Zukunft, wenn man über den Papst schreibt: z.B. über das jüngste Familientreffen in Mailand. Vielleicht macht man sich in Zukunft die Mühe, den Papst zu zitieren (und zwar nicht selektiv) und greift nicht auf veraltete Tertiärquellen zurück.

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günther reichert

Irgendwann kann jahrtausendalte Tradition nicht mehr alles zudecken.

Wer sich, wie die Geschichte zeigt, eine Art eines Hofstaates sich zulegt oder diesen übernimmt,muss mit Intrigen rechnen.Die Menschen sind überall gleich,ob Kardinal ,Bettler oder Manager.Ferner gilt oft in solchen Fällen,dass wer hoch aufsteigt ,der fällt tief oder es wird vertuscht.
Es war ein größter Fehler,nur um die Macht ausbauen zu können,das Stellvertreterprinzip auch in der kath.Kirche einzuführen.Lange bevor es die kath.Kirche gab,haben sich zB die Pharonen wie Echnaton zum Stellvertreter eines Gottes oder auch Hercules in der Frühzeit der griechischen Antike als Stellvertreter des höchsten griech.Gottes der damaligen Zeit ernannt.
(PS:Auch der "Hirtenstab" des Papstes wurde aus der Pharaonenzeit Ägyptens durch das Papstwesens übernommen,usw.)
Die Struktur der Kirchen(auch Moscheen,usw.) werden eines Tages sich an den Kern ihrer Aussagen anpassen müssen,um die" babylonische" Verwirrung nach und nach aufzuheben,die sie selbst mit der Zeit geschaffen haben.

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Nico Hopf

Yesterday

Die Kirche: eine Institution von vorgestern.
Wenn jemand an Gott glaubt/glauben möchte, steht ihm dies frei zu tun! Dazu brauch er die Kirche nicht.
Niemand darf das Monopol für Glauben/Rechtgläubigkeit/Gott besitzen. Ohne Aufklärung und Säkularisierung würde Gottes selbsternanntes Bodenpersonal immer noch mit Freuden den ungebildeten Menschen versklaven und die Welt mit wunderbaren Dogmen versklaven (Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt natürlich auch Priester die hervorragende Gemeindearbeit verrichten und auch Papst Johannes Paul II. war im Großen und Ganzen ein Wohl für die Menschheit).

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 17:11 Uhr
Günther Werlau

Dezentralismus ist nur positiv besetzt

Der Glaube ist eine kompizierte Sache. Es ist ein bißchen wie in Diskussionsforen. Man gleitet schnell in eine rechthaberische Grundhaltung und ehe man sich versieht, gehen sich die Diskussionsteilnehmer mit Schaum vor dem Mund an die Gurgel. Deshalb hat die Existenz einer allgemeinen christlichen Weltkirche nicht nur negative Aspekte - auch wenn die heutzutage stärker betont werden. Sie ist als behäbiger Dampfer das Korrektiv für die persönliche Position zu Gott und schützt so - im Großen und Ganzen - vor allzu abwegigen Pfaden in der (schwierigen) Suche nach dem (transzendenten) Gott. Quasi wie ein Kompass oder neudeutsch: Sie ist die Intelligenz der Masse.

Nüchtern betrachet ist sie darüber hinaus, ein Verwaltungsapperat. Und der ist hierarchisch gegliedert. Wo es um Macht geht, gibt es auch immer die Gefahr des Machtmissbrauchs. Da unterscheidet sich die Katholische Kirche nicht von anderen Institutionen.

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Cornelia  Holtmann

Niemand zwingt Sie, Herr Hopf, der Katholischen Kirche beizutreten.

Und wenn Sie glauben, auf Glaubenslehrer verzichten zu können, so ist Ihnen das zugestanden.

Ich aber bin davon überzeugt, dass sich die Theologen der Kirche seit 2000 Jahren um ein tieferes Verständnis des Glaubens bemühen. Die Glaubenslehren der Kirche halte ich also für das Ergebnis einer intensiven Arbeit im Dienst des Glaubens. Diese Lehren sind daher für Menschen interessant, die den Glauben nicht auf ein schwärmerisches individualistisches Gefühl reduziert sehen wollen. Die Gemeinschaft der Gläubigen bedarf eines soliden Fundaments.

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Manfred Buder
Manfred Buder (tesaro) - 26.06.2012 12:48 Uhr

wer dazu etwas schreibt sollte vorher die katholische Geschichte lesen, zurück bis mindestens 1200 n

das im Vatikan, vieles nicht mit rechten Dingen zugeht, ist doch nichts neues

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 08:12 Uhr
Cornelia  Holtmann

Können oder wollen Sie nicht konkret werden, Herr Buder?

Mit solch unpräzisen Aussagen wie "vieles", "nichts Neues" kann ich wirklich nichts anfangen.

Und die Fehler der Vergangenheit sind doch eingestanden, die Missstände der heutigen Zeit gilt es zu bekämpfen. Das gilt doch für jede Organisation, für jeden Verein, für jeden Staat.

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Stefan Arpia
Stefan Arpia (Arpia) - 26.06.2012 11:28 Uhr

Die Rolle Benedikts und befremdliche Homophobie

Auch ein Kommentar muss Fakten nennen, wenn dort angestellte Tatsachenbehauptungen nicht hinreichend belegt sind. Aus meiner Sicht kann die Behauptung, die laufenden Enthüllungswellen gingen letztlich auf die herausgehobene persönliche Integrität und den Aufklärungswillen Benedikts XVI. zurück, kaum als unbezweifelbare Tatsache gelten. Dadurch, dass Herr Decker dies dennoch als eine Wahrheit hinstellt, wirkt der Artikel für das Niveau von FAZ-Kommentaren ungewohnt tendentiös.

Damit aber nicht genug: Dass es derartige homophobe Äußerungen wie die Diagnose "homosexueller Netzwerke, von denen gerade [sic!] der Vatikan durchzogen ist wie ein Roquefor mit Schimmel" auf die Titelseite der FAZ schaffen, bestürzt mich. Solche diskriminierenden und beleidigenden Äußerungen sind ja geradezu ekelhaft!

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 13:41 Uhr
Stefan Arpia
Stefan Arpia (Arpia) - 27.06.2012 13:41 Uhr

Wer definiert die christliche Position?

Hm, es gibt eine Menge Christen, die Homosexualität im Priesteramt nicht als problematisch ansehen - man beachte die jüngsten Entscheidungen der Sächsischen und Bayerischen Evangelischen Landeskirche.

Was ich kritisiert hatte, war aber nicht, ob die katholische Kirche ein problematisches Verhältnis zur Homosexualität hat (das wäre ein eigenes Thema), sondern der Standpunkt des Autors Deckers.

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Michel Cremer

Aus dem Kontext des Artikels folgt das nicht zwingend.

Ich glaube nicht, dass die von Ihnen angeprangerte Aussage diskriminierend oder beleidigend gemeint sei. Aus dem Kontext des Artikels ergibt sich vielmehr, dass es in der Tat sehr auffällig wäre, wenn es im Vatikan derartige Netzwerke, sprich, eine derartige Nachfrage, gäbe, obgleich die Katholische Kirche Homosexualität als schwere Sünde und wider die Natur brandmarkt. Vom dem Weihesprechen des Zöllibates ganz zu schweigen.
Vor diesem Hintergrund des eklatanten Widerspruches zwischen Verkündigung nach außen und (teilweiser möglicher) gelebter innerer Realität würde ich die Käsemetapher deuten.
Wem dem wirklich so wäre, wäre es in der Tat ein Paukenschlag, der die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern könnte, - der Vatikan als das neue Babel. Die drastischen Worte des Vergleichs wären hierfür dann schon angemessen. Ja, das wäre "ekelhaft".

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Christoph Rohde

Der Christ...

wird die Käsmann-"alles geht"-Version des Christentums nicht mittragen. Er wird nicht diskriminieren, aber auch nicht der Gleichwertigkeit der Homosexualität das Wort reden. Die politische Korrektness ist von Heiden erfunden worden.

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peter bernhardt

Solche diskriminierenden,beleidigenden Äußerungen sind ja geradezu ekelhaft

Unerträglicher pastoraler Verschleierungmodus!

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Leon Holz
Leon Holz (L.Holz) - 26.06.2012 14:53 Uhr

Im Kontext schon!

Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Der Vergleich an sich ist eigentlich ein Kompliment, da der Schimmel den Käse ganz besonders lecker macht. Die Kernaussage des Abschnittes ist, dass der Papst gegen Sexualität im Priesteramt vorgeht, was ihm Feinde macht. So weit, so richtig.
Tendenziös klingt dann aber die undifferenzierte Zusammenfassung von Kindesmissbrauch, freiwilliger(!) Homosexualität und dem Vergehen an Frauen ("im Schutz ihrer Macht"). Das stellt zwei partiell unfreiwillige und extrem menschenverachtende Sexualakte mit einer freiwilligen (homo-)sexuellen Beziehung gleich.
Die Kampfansage an Kindesmissbrauch auch als Kampfansage an Homosexualität gewertet welches für den Papst zwar stimmen mag, für den Autor des Textes aber sicherlich nicht. Hier wäre eine kritische Anmerkung von vonnöten gewesen, um den Vorwurf einer homophoben Beleidigung endgültig zu entkräften.
Ich denke nicht, dass der Autor des Textes homophob ist, seine Formulierung ist aber äußerst missverständlich.

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Johann Schulz-Gebeltzig

Beleidigend?

Nur wenn man es als Beleidigung sehen will. Als Leser.

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Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 26.06.2012 11:27 Uhr

der Papst...ein Philantrop

ich habe einige Bücher des Kardinal Ratzinger gelesen und habe Ihn für einen unsagbar intelligenten und strukturiert denkenen Menschen gehalten, der zutiefst das widerspiegelt, das eigentlich jeder in einem solchen Amt haben sollte. Menschenliebe...Nächstenliebe. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Papst, an den der Kelch nicht vorüber ging...zutiefst enttäuscht ist über die schon grotesk perversen (in jeglicher Hinsicht) Abgründe, die sich Ihm zeigten (auch wenn er sicherlich Vieles im Vorfeld ahnte oder wußte). Mir als Nicht-Katholik tut er leid. Denn hier spielen sich Dinge ab, die jeden Thriller verblassen ließen. Und sicherlich wird er am Ende die "tragische Figur" sein und das Böse triumphieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 14:18 Uhr
Volker Kraft

Ratzingers Bücher

Habe auch etliche Bücher von ihm gelesen. Z.B. sein Jesusbuch, sein "Gesülz der Erde", sein "Credo für vorgestern", seine "Werte in Zeiten des Umbruchs", seine "Einführung in das Christentum" u.a., ausserdem "Dominus Jesus" u. "Deus caritas est". Seitdem verstehe ich nicht mehr, wieso ihn soviele Menschen einen Intellektuellen nennen.
In seinem Jesusbuch zeigt er, dass 200 Jahre kritischer Religionswissenschaft spurlos an ihm abgeperlt sind. Ich empfehle Ihnen, dazu mal G.Lüdemann "Das Jesusbild des Papstes" zu lesen. Zitat: "Ratzingers Ausgangspunkt, dass man den Evangelien historisch trauen kann, ist ein Holzweg". Und allein Drevermanns Insider-"Kleriker" entblättert den ganzen Laden bis auf die Grundmauern.
Ratzinger bekommt beim Namen "Augustin", dem Erfinder der Erbsünde und des kath. Geschäftsmodells, immer noch glänzende Kinderaugen. Dahin müsste die Welt zurückgehen, wenn es nach ihm ginge.
Ratzinger ein Intellektueller? Für mich ist er ein esoterischer Scharlatan.

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Jakob Cornides
Jakob Cornides (cornija) - 26.06.2012 11:27 Uhr

Herr Deckers weint Krokodilstränen

Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde die Tonart, in der dieser Artikel verfasst ist, widerlich: der Redakteur gibt sich besorgt um das Wohl der Kirche, aber diese vrdergründige Besorgtheit dient ihm letztlich nur als Vorwand für seine vielen kleinen Giftspritzer.

Vor allem frage ich mich: wieso ist es "fahrlässige Naivität", wenn der Papst seinen engsten Mitarbeitern vertraut? Jeder, der in ein derartiges Amt gewählt wird, würde sich doch einen Stab von Mitarbeitern zusammenstellt, die er seit längerem gut kennt und denen er vertraut. Dass Vertrauen missbraucht wird, ist bedauerlich - aber dass man deswegen grundsätzlich überhaupt niemandem mehr vertrauen soll, scheint mir doch eine etwas überzogene Schlussfolgerung.

Klar ist: dieser Papst steht für Sauberkeit und Transparenz - dass er viele Feinde hat, braucht daher niemanden zu wundern. Dass er trotzdem unbeirrt seinen Weg geht, zeigt seine Führungsqualitäten. Er wird sein Ziel erreichen, auch gegen Widerstände.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 26.06.2012 11:21 Uhr

Der größte Esotherik-Club der Welt

Finanziert von Schafen und Steuergeldern. Sein Nutzen beschränkt sich als Quellenmaterial für Romanautoren, Film- und TV-Produzenten, Verschwörungstheoretikern und zur Unterhaltung der Aufgeklärten dieses Landes.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 22:42 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 27.06.2012 22:42 Uhr

@ Cornelia Holtmann

Die Aufgeklärten diese Landes orientieren sich in ihrer Lebenswirklichkeit an dem was wir wissen und an dem was uns die Wissenschaft an Erkenntnissen gebracht hat. Zu glauben heißt sein Leben einer unbeweisbaren, irrationalen Fiktion unterzuordnen. Es gibt sie auf unserer Welt in diversen Varianten, auch Religionen genannt von der jede behauptet die einzig richtige zu sein. Letztlich ist es eine Form von Esotherik wie der Glaube an Geister, Dämonen, Heilsteine, Globuli usw. usw.

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Cornelia  Holtmann

Ich frage mich, wer für Sie die "Aufgeklärten dieses Landes" sind, Herr Sax.

Die Positivisten? Und verstehen Sie unter Esoterik jede Art von Glauben?

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 26.06.2012 11:20 Uhr

„Zwischenreich aus Mafia, Politik und Geistlichkeit“

Oh,das kommt meiner „Vatikanmafia“ sehr nahe.Nur,dass mir der „Benedetto“ hier zu gut bei weg kommen möchte.So geht doch die wahre Intrige, die gegen die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils (Johannes XXIII., Paul VI),von diesem ganz persönlich aus.Daher der Schulterschluss mit den reaktionärsten,nicht selten profaschistischen Kräften innerhalb wie außerhalb der Kirche.So auch zu interpretieren diese Hinterlist da in „Palästina“. (Dort lässt er sich von den Israelis die Hand küssen,redet aber unaufhörlich von „Palästina“.Zuvor durfte er,allen Anschein nach,in Sachen Kreuzzug gegen die „Muselmanen“ einen Rückzieher antreten.Alles nur Taktik,im Geiste der ihm gegebenen Kunst der Scholastik.Der „Nibelungentreue“ beherrscht den Verrat meisterlich.)Setzt doch dieser Papst genau die Kräfte in Szene,die ihm jetzt offenbar zu schaden gedenken.Doch stellt sich auch hier die Frage,ob der Deutschen Doppeltaktik nun endlich endgültig in Verruf geraten ist,oder ob sie wieder einen Meister gebar?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 19:56 Uhr
Wolfgang Richter

Einspruch

Zwar finde ich persönlich diverse Positionen des Papstes etwas zu konservativ, aber eines muß man ihm zugestehen:
Er versucht nach bestem Wissen und Gewissen, zu tun, was er für richtig und nötig hält.
Auch wenn ihm das Anfeindungen einbringt.
Seine Aufgabe ist nicht, beliebt und beliebig zu sein. Und das ist gut so.

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Walter Kunz (waltk) - 26.06.2012 11:13 Uhr

wer ist Deckers - Romanschreiber

was auch immer im Vatikan möglich war und ist, der Artikel scheint sich anzupassen, den er wirkt irgendwie romanhaft. Immer mit Andeutungen und Möglichkeiten. Keine konkrete Hinweise, bis auf noch nicht aufgeklärte Umstände. Keiner weiß bisher, was der Paladin im Gefängnis bisher ausgesagt hat.
Wenn es Gewissheit ddgibt, dann sollte eine seriöse Zeitung berichtet. Aber nicht in einer Art Mafiakrimi, auch wenn Deckers den Vatikan gerne so hinstellen möchte.

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Mit der Religion ist kein Staat zu machen

daher bin ich für eine strikte Trennung. Bei Staatsreligionen bleibt die Wahrheit schnell auf der Strecke. Hier in Deutschland haben die offiziellen Stellungnahmen der Kirchen auch schon lange ihre Durchschlagskraft verloren und mußten islamischen Zentralratsverkündigungen weichen.
Christen sollten daher immer grundsätzlich der Aufforderung mehr Beachtung schenken, die da lautet:Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

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perry hagedorn

Es werden viele kommen

Es werden viele kommen und sagen sie seine ich aber an den Früchten werdet ihr sie erkennen. Jesus Chrsitus
Die Katholische Kirche schleppt ein Moloch mit sich herum den sie selber erschafft hat.
Er ist düster greift nach kleinen Kindern und will Macht und Geld. Mir tut es sehr leid um den kleinen Dorfpfarrer der jeden Tag sein bestes gibt. Er ist der Vertretung Jesus auf Erden um vieles näher, als die ihn meinen zu führen.

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Christoph Rohde

Unkraut wächst mit der Saat auf

Augustinus hat in seiner 2-Reiche-Lehre gezeigt, dass die civitas dei von der civitas terrena durchdrungen wird. Benedikt ist ein konsequenter Mann, der notfalls sein Leben für Wahrheit gibt. Das ist biblisch, wird vom linken Mainstream aber nicht wahrgenommen. Es gibt so viele Katholiken, weil es Christus und seine Botschaft gibt, nicht wegen dem Bodenpersonal!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 14:42 Uhr
Volker Kraft

Christus und seine Botschaft?

Eine Botschaft hätte zumindest erstmal der irdische Jesus hinterlassen müssen. Und obwohl er doch angeblich so hochgebildet war, hat er der Menschheit leider nicht eine einzige Zeile hinterlassen. Alles wäre für alle Zeiten damit klargewesen. Stattdessen musste die Kirche unzählige hirnrissige angebliche Wunder bemühen. Und unzählige emsige Theologen mussten die story immer wieder zurechtstricken, um auch nur mit den allergröbsten Widersprüchen in der "Schrift" fertigzuwerden.
Aber 2 Botschaften hat Jesus laut NT hinterlassen. 1. Das Ende der Welt wird bald, d.h. zu Lebzeiten der Jünger, eintreten. 2. Dann komme ich zurück und werde die Lebenden und die Toten richten. (Sogar den Toten gönnte die Kirche ihre Grabesruhe nicht!)
Beide Botschaften haben sich als falsch erwiesen.
Laut AT 5. Moses 18.22 war Jesus ein falscher Prophet: Wenn der Prophet redet in dem Namen des Herrn und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, .. dann hat er aus Vermessenheit geredet.

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Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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