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Palästinenser Treffen in Mekka soll „Bruderkampf“ beenden

29.01.2007 ·  Bei weiteren Kämpfen zwischen Fatah und Hamas sind in der Nacht sechs Palästinenser getötet worden. Um den blutigen Konflikt zu beenden, hat der saudische König Abdullah die zerstrittenen Gruppen zu einem Versöhnungsgespräch eingeladen.

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Bei neuen Kämpfen der rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah im Gazastreifen hat es wieder Tote gegeben. Der palästinensische Rundfunk meldete am Montag, sechs Menschen seien über Nacht bei Feuergefechten von Anhängern beider Gruppierungen getötet worden. Darunter seien zwei Mitglieder der Hamas-Polizeimiliz und ein Mitglied der Fatah-Sicherheitskräfte, hieß es. Auch am Morgen kam es zu Schießereien in Gaza-Stadt und Chan Junis sowie im Norden des Gazastreifens. Damit stieg die Zahl der Toten in der neuen Runde der Gewalt seit Donnerstag auf etwa 30.

Angesichts der eskalierenden Gewalt lud der saudische König Abdullah die Konfliktparteien am Sonntag zu einem Versöhnungsgespräch in die heilige Stadt Mekka ein. Bei einem Dringlichkeitstreffen in der Großen Moschee sollten die Meinungsverschiedenheiten in neutraler Umgebung ohne äußeren Einfluss diskutiert werden, zitierte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA aus einem Brief des Monarchen. Der schrieb: „Was zurzeit im Land unserer palästinensischen Brüder geschieht, dient nur den Feinden der islamischen und arabischen Nationen.“ Zudem verunsichere es die internationale Gemeinschaft, die das gerechte Anliegen der Palästinenser respektiere.

Kurzlebige Waffenruhen

Hamas und Fatah nahmen die Einladung an, einen Termin gibt es aber noch nicht. Informationsminister Jussef Riska von der Hamas warnte, beide Seiten stünden am Rande eines Bürgerkriegs.

Seit dem Wahlsieg der Hamas am 25. Januar 2006 und der Bildung einer Hamas-Regierung sind beide Gruppen in einen blutigen Machtkampf verstrickt. Für den Fall, dass sie sich nicht auf eine Regierung der nationalen Einheit verständigen, fordert Präsident Abbas Neuwahlen. Hamas lehnt das jedoch ab.

Am Freitagabend hatten sich die rivalisierenden Gruppen in Gaza abermals auf eine Waffenruhe geeinigt. Diese wurde aber nicht eingehalten. Bisherige Abkommen über Waffenruhen zwischen Vertretern der Fatah und der Hamas von Ministerpräsident Ismail Hanija erwiesen sich immer wieder als kurzlebig.

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