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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Pakistan Weltbank stellt Millionenkredit zur Verfügung

 ·  Die Weltbank gewährt Pakistan zur Bewältigung der Hochwassserkatastrophe einen Kredit in Höhe von etwa 900 Millionen Dollar. Die pakistanische Regierung denkt derweil weiter über das Hilfsangebot seines Erzrivalen Indien nach.

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Angesichts der Verwüstungen durch die Hochwasserkatastrophe hat die Weltbank Pakistan einen Millionenkredit zur Verfügung gestellt. Die Regierung in Islamabad erhalte rund 900 Millionen Dollar (703 Millionen Euro), teilte die Weltbank in Washington mit. Diese Summe hatte die Regierung in Islamabad angefordert. Der ökonomische Schaden durch die Flut sei noch gar nicht absehbar, aber „gewaltig“, teilte die Weltbank mit. Die pakistanischen Behörden gehen von nahezu 1500 Toten, 20 Millionen Obdachlosen und Milliardenschäden aus.

Nach Angaben der Weltbank dürften die größten Flutschäden an Gebäuden, Straßen, Bewässerungssystemen und in der Landwirtschaft entstanden sein. Schätzungen zufolge seien über 720.000 Häuser durch das Hochwasser zerstört oder beschädigt worden.

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sagte dem Südwestrunkfunk, die Bundesregierung übernehme vier Prozent des Notkredits der Weltbank. Außerdem übernehme Deutschland 20 Prozent der EU-Soforthilfe. Weitere 15 Millionen Euro stelle Deutschland bilateral zur Verfügung. Die staatliche Hilfe aus Deutschland für die Hochwasseropfer in Pakistan versickere nicht in dunklen Kanälen, sagte Niebel.

Pakistan denkt über indisches Angebot nach

Derweil denkt die pakistanische Regierung weiter über das Hilfsangebot des Erzrivalen Indien nach. Das Außenministerium in Islamabad teilte am Dienstag mit, die Angelegenheit sei noch nicht entschieden, wie der indische TV-Sender NDTV meldete. Indien hatte in der vergangenen Woche fünf Millionen Dollar Unterstützung für die Flutopfer angeboten.

Der Nachrichtensender Dawn News meldete derweil, drei Menschen seien am Montag verletzt worden, als eine aufgebrachte Menschenmenge einen Hilfskonvoi im Distrikt Rahim Yarkhan in der zentralpakistanischen Provinz Punjab mit Steinen bewarf. In der südlichen Provinz Sindh blockierten Flutopfer eine Straße.

„Bitte alle Deutschen darum, für die Flutopfer zu spenden“

Zunehmend kritisch ist die Lage in der Stadt Jacobabad im Süden des Landes. „Wir arbeiten hart daran, das Wasser von Jacobabad wegzulenken“, sagte der pakistanische Sportminister Jakhrani. Knapp ein Viertel der zwischen 300.000 und 400.000 Einwohner der Stadt seien bis Montag in Sicherheit gebracht worden. Die Umgebung von Jacobabad wurde bereits überflutet.

Angesichts des vergleichsweise geringen Spendenaufkommens bat Außenminister Westerwelle (FDP) die Bundesbürger, mehr Hilfe zu leisten. „Ich bitte alle Deutschen darum, für die Flutopfer zu spenden“, sagte er der Bild-Zeitung. Wer seine Spende einer seriösen Hilfsorganisation gebe, können sicher sein, dass sie die Opfer auch erreiche, sagte der Minister.

Am Dienstag startet in Berlin ein Flugzeug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit 18 Tonnen Hilfsgütern nach Pakistan. Wie eine Sprecherin sagte, sollen unter anderem Zeltplanen, Decken sowie Werkzeug- und Küchensets in die Krisenregion gebracht werden.

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