06.09.2010 · Es ist der dritte schwere Selbstmordanschlag in Pakistan in weniger als einer Woche: Im Nordwesten Pakistans, einer Taliban-Hochburg, sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 17 Menschen getötet worden.
Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf eine Polizeistation im unruhigen Nordwesten Pakistans mindestens 17 Menschen mit in den Tod gerissen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden 46 weitere Menschen verletzt, als der Täter in einem mit Sprengstoff beladenen Auto in das Gebäude raste. Unter den Toten seien auch neun Sicherheitskräfte und vier Schülerinnen.
Zunächst bezichtigte sich niemand des Anschlags im Distrikt Lakki Marwat, der an das Stammesgebiet Süd-Waziristan grenzt. Die Region an der Grenze zu Afghanistan gilt als Hochburg radikal-islamischer Extremisten. Premierminister Yousaf Raza Gilani verurteilte die Tat.
Es war der dritte schwere Selbstmordanschlag in Pakistan in weniger als einer Woche. Bei den zwei vorangegangenen Attentaten in den Großstädten Lahore und Quetta wurden mehr als 100 Menschen getötet und etwa 400 verletzt. Im Distrikt Lakki Marwat waren zu Jahresbeginn bei einem Anschlag auf einen Sportplatz fast 100 Menschen ums Leben gekommen.
CIA? Mossad? Nein, Terroristen!
Fabian Vogt (accipiter)
- 07.09.2010, 01:30 Uhr