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Pakistan Viele Tote bei Selbstmordanschlag

09.07.2010 ·  Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mehrere Menschen getötet worden, darunter viele Frauen und Kinder. Das Stammesgebiet Mohmand liegt an der Grenze zu Afghanistan und gilt als eine Hochburg der Taliban.

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Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im Nordwesten Pakistans mindestens 47 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 75 weitere seien verletzt worden, sagte der Regierungsbeamte Rasool Khan. Ein Mann habe am Freitag vor einem Verwaltungsgebäude in der Ortschaft Yakaghund im Stammesgebiet Mohmand einen Sprengsatz gezündete, sagte Khan weiter. Offenbar zündete der Attentäter seinen Sprengsatz auf einem Motorrad. Unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder.

Regierungsangaben zufolge wurden durch die Wucht der Explosion mehrere Gebäude schwer beschädigt. Darunter sei auch ein Gefängnis, aus dem anschließend mindestens 35 Gefangenen die Flucht gelungen sei, sagte Khan. Bei den Flüchtigen handele es sich um Kleinkriminelle. Zunächst hatten die Behörden befürchtet, dass auch Kämpfer der radikal-islamischen Taliban entkommen sein könnten.

Das Stammesgebiet Mohmand liegt an der Grenze zu Afghanistan und gilt als eine Hochburg der Taliban und als Rückzugsraum für Angehörige der Terrororganisation Al Qaida. In Mohmand und anderen Teilen der Gebirgsregion geht das pakistanische Militär seit Monaten verstärkt gegen die Extremisten vor.

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