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Pakistan : Viele Tote bei Bombenanschlag auf schiitische Pilger

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Bei einem Bombenanschlag auf schiitische Pilger sind am Sonntag im Südwesten Pakistans 20 Personen umgekommen. Im Nordwesten des Landes wurden 21 Soldaten von Taliban erschossen.

          Bei einem Bombenanschlag auf Busse mit schiitischen Pilgern sind am Sonntag im Südwesten Pakistans 20 Personen gestorben. Eine Autobombe sei in der Nähe eines Buskonvois explodiert, teilten die Behörden mit. Bis zu 25 Personen wurden nach offiziellen Angaben bei der Explosion verletzt, darunter auch zwei Sicherheitsmänner, die die Busse eskortiert hatten. Die Schiiten waren nach Polizeiangaben auf einer Pilgerfahrt nach Iran. Die Tat ereignete sich in der Provinz Balochistan, in der die muslimische Minderheit immer wieder angegriffen wird. Zunächst war nicht klar, ob es sich um einen Selbstmordanschlag handelte.

          In jüngster Zeit ist es zunehmend häufig zu religiös motivierter Gewalt in Pakistan gekommen. Die Regierung steht in der Kritik, wenig dagegen zu unternehmen. Im August hatten Aufständische 19 Schiiten erschossen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sind im laufenden Jahr mehr als 320 Schiiten in dem Land ums Leben gekommen. Das Scheitern der Regierung, die Angreifer zu fassen und zu bestrafen, zeige, dass ihr die Auseinandersetzungen zwischen der mehrheitlich sunnitischen Bevölkerung und den Schiiten gleichgültig seien, erklärte die Organisation. Einige sunnitische Religionsführer schürten mit Hetzreden und Interviews den Konflikt. In Pakistan wie auch weltweit sind die meisten Muslime Sunniten. Etwa 20 Prozent der mehr als 180 Millionen Einwohner Pakistans gehören der schiitischen Glaubensrichtung an.

          Taliban richten 21 Soldaten massakriert

          Pakistanische Taliban töteten unterdessen 21 am Freitag gefangen genommene Soldaten. Die Männer seien gefesselt, mit verbundenen Augen nebeneinander aufgestellt und nacheinander erschossen worden, teilte ein Vertreter örtlichen Behörden der im Nordwesten des Landes liegenden Provinz Khyber am Sonntag mit. Ein Mann habe schwer verletzt überlebt. Man habe die Leichname der anderen gefunden. Die Getöteten waren am Freitag bei Angriffen auf drei Grenzposten in die Gewalt der pakistanischen Taliban geraten. Sie gehörten einer paramilitärischen Gruppe an, die aus Mitgliedern der Paschtunen rekrutiert wurde, und unterstützten den Staat im Kampf gegen islamistische Aufständische. Die Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) sind mit den afghanischen Taliban verbündet, die gegen die amerikanisch geführten Nato-Truppen am Hindukusch kämpfen.

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