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Pakistan Taliban-Anführer bei Drohnen-Angriff getötet

Im nordwestpakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind nach amerikanischen Drohnenangriffen 14 Aufständische getötet worden. Unter den Toten ist offenbar auch der Taliban-Kommandeur Mullah Nazir.

© AFP Mullah Nazir 2007 in Südwaziristan

Bei zwei amerikanischen Drohnenangriffen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind nach Geheimdienstangaben ein wichtiger Taliban-Anführer und 13 weitere Extremisten getötet worden.

Es waren die ersten amerikanischen Drohnenangriffe im neuen Jahr. Ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, sagte am Donnerstag, Taliban-Anführer Mullah Nazir sei bei dem Raketenbeschuss am Vorabend im Stammesgebiet Süd-Waziristan getötet worden.

Nazirs Gruppe kämpft gegen ausländische Truppen in Afghanistan, nicht aber gegen pakistanische Sicherheitskräfte, mit denen es einen inoffiziellen Waffenstillstand geben soll. Ein Stammesangehöriger, der ebenfalls nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, tausende Menschen hätten am Donnerstag an der Beerdigung Nazirs teilgenommen.

Seine Miliz war im vergangenen Juni die erste Taliban-Gruppe, die Polio-Impfungen verbot. Nazir gab zur Begründung an, die Vereinigten Staaten missbrauchten Impfkampagnen dafür, um Informationen für Drohnenangriffe zu sammeln. Der Geheimdienstmitarbeiter sagte, neben Nazir seien fünf weitere Aufständische bei diesem Angriff getötet worden. Bei einem weiteren Angriff eines unbemannten Flugzeugs seien am Donnerstag in Nord-Waziristan acht Aufständische ums Leben gekommen.

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Quelle: Reuters

 
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