08.02.2008 · Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist nach Ermittlungen von Scotland Yard nicht wie ursprünglich angenommen durch Schüsse getötet worden. Sie starb an einer schweren Kopfverletzung in Folge der Bombenexplosion.
Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist nach Ermittlungen der britischen Polizei Scotland Yard nicht wie ursprünglich angenommen durch Schüsse ums Leben gekommen. „Benazir Bhutto starb an einer schweren Kopfverletzung, die Folge der Bombenexplosion war“, sagte der Leiter der pakistanischen Ermittlungskommission, Abdul Majeed, am Freitag in Islamabad. Das gehe aus dem Bericht von Scotland Yard hervor.
Die Politikerin sei durch die Wucht der Explosion mit dem Kopf gegen den Rand der Öffnung im Dach ihres gepanzerten Wagens geschlagen, sagte Majeed. Drei Schüsse, die der Attentäter vor Zündung der Bombe mit einer Pistole abgegeben hatte, hätten ihr Ziel verfehlt.
Scotland Yard hatte sich auf Bitten des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf in die Ermittlungen eingeschaltet. Schon das pakistanische Innenministerium hatte Berichten widersprochen, nach denen Bhutto bereits vor der Explosion durch Schüsse in Kopf und Nacken tödlich verletzt worden sei.
Bei dem Anschlag auf Bhutto, die zweimal Regierungschefin in Pakistan war, waren am 27. Dezember auch etwa 20 ihrer Anhänger ums Leben gekommen. Wie die Ermittler von Scotland Yard zu ihrem Untersuchungsergebnis kamen, blieb zunächst unklar. Eine Autopsie Bhuttos hatte auf Wunsch ihrer Familie nicht stattgefunden.