Home
http://www.faz.net/-gpf-75i5o
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Pakistan Kommission übergibt Bericht zu Bin Ladin

Warum konnte der Al-Qaida-Chef Bin Ladin viele Jahre unbehelligt in Pakistan leben? Eine pakistanische Untersuchungskommission hat Ministerpräsident Ashraf dazu nun einen Untersuchungsbericht vorgelegt.

© dpa Vergrößern Abottabad, Pakistan: Das Haus, in dem Bin Ladin getötet wurde

Eine pakistanische Untersuchungskommission hat einen Bericht über den langjährigen Aufenthalt des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden in dem Land vorgelegt. Der Vorsitzende des Gremiums, der frühere Richter Javed Iqbal, übergab das Dokument an Regierungschef Raja Pervez Ashraf, wie dessen Büro am Donnerstag mitteilte. Die Kommission sollte herausfinden, wie Bin Laden bis zu seinem Tod jahrelang unentdeckt in Pakistan leben konnte.

Ob der Bericht veröffentlicht wird, ist unklar. Aus pakistanischen Regierungkreisen hieß es, Ashraf werde darüber entscheiden, ob die Untersuchungsergebnisse geheim gehalten werden sollten oder nicht. Beobachter bezweifelten jedoch, dass die relevanten Teile des Berichts über den früheren Chef des Terrornetzwerks veröffentlicht werden sollten.

Bin Laden war Anfang Mai 2011 von einem amerikanischen Sonderkommando in der pakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad getötet worden. Er hatte sich mehrere Jahre lang dort versteckt. Kurz nach Bin Ladens Tötung setzte die pakistanische Regierung die fünfköpfige Untersuchungskommission ein. Das Gremium befragte Regierungsmitglieder und Militärangehörige sowie die drei Witwen Bin Ladens.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
IS bekennt sich Mehr als 100 Tote bei Anschlagsserie im Jemen

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu Selbstmordanschlägen auf zwei Moscheen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa bekannt. Berichten zufolge starben mindestens 137 Menschen. Mehr

20.03.2015, 19:57 Uhr | Politik
Schule in Pakistan Kinder und Lehrer bei Geiselnahme getötet

Im pakistanischen Peshawar haben Mitglieder der Taliban eine Schule überfallen und hunderte Schüler und Lehrer als Geiseln genommen. Viele von ihnen wurden getötet. Mehr

16.12.2014, 10:46 Uhr | Politik
Tod von Dag Hammarskjöld Spuren eines Komplotts

Im September 1961 kam der damalige UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Eine Expertenkommission soll nun neue Beweise prüfen - die auch auf eine Verschwörung unter Beteiligung westlicher Geheimdienste hindeuten könnten. Mehr

17.03.2015, 12:57 Uhr | Politik
Peshawar Zahlreiche Tote bei Anschlag auf Moschee in Pakistan

Bei einem Anschlag auf eine Moschee in der pakistanischen Stadt Peshawar sind nach Krankenhausangaben mindestens 19 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Mehr

13.02.2015, 16:01 Uhr | Politik
Griechenland und der IWF Ein ziemlich schwieriger Klient

Der Internationale Währungsfonds ist sehr frustriert über seinen Großkunden Griechenland. Dessen Reformverweigerung erinnert an Pakistan und Zimbabwe. Für die Finanzinstitution bedeutet sie eine Legitimationskrise. Mehr Von Winand von Petersdorff, Washington

24.03.2015, 15:51 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.01.2013, 19:02 Uhr

Deutsche Gründlichkeit

Von Berthold Kohler

Eine Kommission hat nach einjähriger Prüfung festgestellt, dass das seit zwanzig Jahren eingesetzte Sturmgewehr der Bundeswehr nicht immer treffsicher ist. An der Front in Afghanistan wusste man das schon lange. Mehr 16 30