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Pakistan Islamisten erobern Militärstützpunkt

16.01.2008 ·  Mindestens 200 militante Islamisten haben einen Stützpunkt der pakistanischen Streitkräfte an der Grenze zu Afghanistan angegriffen. „Die Militanten haben das Fort eingenommen“, sagte ein Armeeprecher. Mehr als 40 Menschen seien getötet worden.

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Militante Islamisten haben nach heftigen Kämpfen mit Regierungstruppen mit Dutzenden Toten im Nordwesten Pakistans erstmals einen Militärstützpunkt erobert. Bei den Gefechten um das Fort Sararogha in der unwegsamen Bergregion Süd-Waziristan wurden nach Armeeangaben am Mittwoch 40 Angreifer und sieben Soldaten getötet.

Aufständische bestritten das und erklärten, sie hätten 30 Soldaten getötet, wie der Nachrichtensender Aaj berichtete. Eine unabhängige Bestätigung der Zahlen gab es nicht.

Mehrere hundert schwer bewaffnete Extremisten hätten am frühen Morgen den paramilitärischen Stützpunkt gestürmt, sagte Armeesprecher Generalmajor Athar Abbas. „Die Militanten haben das Fort eingenommen“, sagte Abbas. Rund 15 Soldaten sei die Flucht gelungen, das Schicksal von weiteren 20 sei ungewiss. Die Armee bereite einen Gegenschlag vor, um das Fort zurückzuerobern.

Wiederholt Kämpfe zwischen Armee und Aufständischen

Nachdem ein erster Angriff von 200 Extremisten gegen Mitternacht zurückgeschlagen worden sei, hätte eine noch größere Zahl von Angreifern mit Raketen ein Loch in die Mauer des aus britischen Kolonialzeiten stammenden Forts geschossen, sagte der Sprecher.

Die Grenzregion zu Afghanistan gilt als Rückzugsgebiet von militanten Anhängern des Ende 2001 in Afghanistan gestürzten Taliban- Regimes und von verbündeten Al-Qaida-Kämpfern. In dem Gebiet ist es bereits in den vergangenen Monaten wiederholt zu Kämpfen zwischen Armee und Aufständischen gekommen. Berichten zufolge wird vermutet, dass der regionale Extremistenführer Baitullah Mehsud für den Sturm auf das Fort verantwortlich ist. Die Regierung in Islamabad wirft Mehsud vor, in den vergangenen Monaten für eine Serie von Anschlägen auf Sicherheitskräfte und Politiker verantwortlich zu sein. Darunter ist auch das Attentat auf Oppositionsführerin Benazir Bhutto am 27. Dezember in Rawalpindi.

In Afghanistan wurde unterdessen in der südlichen Provinz Kandahar ein kanadischer Nato-Soldat durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet. Ein weiterer sei bei dem Vorfall am Dienstag im Bezirk Arghandao verletzt worden, berichtete das kanadische Verteidigungsministerium auf seiner Internetseite. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

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