24.02.2012 · Pakistans Ministerpräsident Gilani hat die Taliban zu Verhandlungen mit der afghanischen Regierung aufgefordert. Die Stellungnahme war eine der ersten derartigen von Seiten der pakistanischen Regierung.
Der pakistanische Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani hat die Taliban und andere militante Gruppierungen im Nachbarland zur Teilnahme an Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung aufgefordert. Die Stellungnahme vom Freitag war eine der ersten derartigen von Seiten der pakistanischen Regierung.
Ihre Unterstützung von Friedensgesprächen gilt wegen ihrer engen historischen Beziehungen zu den Taliban als entscheidend. Ein Großteil der Führung der Taliban wird zudem in Pakistan vermutet. Die Taliban haben mitgeteilt, sie wollten nicht mit der afghanischen Regierung sondern mit den Amerikanern verhandeln.
Vor dem Verfassungsgericht in Islamabad ist am Mittwoch der Prozess gegen den pakistanischen Premierminister Yousuf Raza Gilani fortgesetzt worden. Generalstaatsanwalt Maulvi Anwarul Haq nahm vor den Richtern Stellung zu dem Fall und präsentierte Beweise der Anklage. Gilani wird Missachtung des Gerichts vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Haftstrafe und der Verlust des Amts. Das Gericht vertagte sich auf Dienstag kommender Woche. Dann soll die Verteidigung gehört werden.
Der Premierminister hatte zum Prozessauftakt in der vergangenen Woche auf nicht schuldig plädiert. Das Verfassungsgericht wirft Gilani vor, gegen richterliche Anordnungen verstoßen zu haben. Bereits vor mehr als zwei Jahren hatten die Richter die Regierung aufgefordert, die Behörden in der Schweiz offiziell um die Wiederaufnahme eines Geldwäscheverfahrens gegen Präsident Asif Ali Zardari zu bitten. Gilani verweigert das, weil der Präsident nach Ansicht der Regierung Immunität genießt.