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Pakistan Anschlag vor Gericht in Lahore

 ·  Bei einem Selbstmordanschlag in der ostpakistanischen Stadt sind nach ersten Berichten zwanzig Menschen getötet worden. Vor dem Gerichtshof war eine Demonstration gegen Präsident Musharraf geplant.

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Bei einem Selbstmordanschlag in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind nach ersten Berichten mindestens zwanzig Menschen getötet worden. In örtlichen Medien hieß es, es werde befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen werde. Bei den meisten Opfern handle es sich um Polizisten, sagte ein Sprecher.

Ein Selbstmordattentäter habe sich auf einem belebten Platz vor dem Gerichtshof nahe einer Gruppe von Polizisten in die Luft gesprengt, teilte die Polizei mitteilte. Dort hatten sich wegen einer geplanten Kundgebung von Juristen gegen Präsident Pervez Musharraf zusätzliche Sicherheitskräfte vor dem Gebäud versammelt.

Der Attentäter, der auf einem Motorrad unterwegs gewesen sei, habe den Sprengsatz gezündet, als die Polizei ihn vor dem Gericht zum Anhalten aufgefordert habe, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Anschlag sei der Kopf des Attentäters in einiger Entfernung vom Anschlagsort gefunden worden.

Pakistan wird seit Monaten von einer Welle der Gewalt erschüttert. Vor zwei Wochen war die Oppositionsführerin Benazir Bhutto bei einem Anschlag in Rawalpindi im Norden des Landes getötet worden. Im vergangenen Jahr starben in Pakistan mehr als 800 Menschen durch Anschläge, bei denen es sich überwiegend um Selbstmordattentate gegen die Sicherheitskräfte handelte.

Die Mehrzahl der Anschläge ereignete sich seit Juli, nachdem die Armee die von militanten Islamisten besetzte Rote Moschee in Islamabad gestürmt hatte. Damals kamen etwa hundert Menschen ums Leben.

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