09.02.2012 · Bei einem Angriff einer amerikanischen Drohne auf ein Haus im Nordwesten Pakistans ist offenbar ein ranghohes Mitglied von Al Qaida getötet worden. Badr Mansoor zählte zu den Hauptzielen der amerikanischen Streitkräfte.
Ein Anführer des Terrornetzwerks Al Qaida in Pakistan ist am Donnerstag nach pakistanischen Geheimdienstangaben beim Angriff einer amerikanischen Drohne getötet worden. Der für die Koordinierung von Anschlägen zuständige Badr Mansoor sei am frühen Morgen nahe der afghanischen Grenze getötet worden, sagten Beamte des pakistanischen Geheimdienstes und ein Mitglied des Terrornetzwerks der Nachrichtenagentur AFP.
Der amerikanische Angriff erfolgte demnach in Miranshah im Stammesgebiet von Nord-Waziristan. Die Gegend gilt auch als wichtiger Rückzugsort für mit Al Qaida verbündete pakistanische Taliban-Mitglieder. Mansoor soll für Anschläge mit zahlreichen Toten verantwortlich sein und zählte zu den Hauptzielen der amerikanischen Streitkräfte. Sein Tod sei ein schwerer Schlag für Al Qaida in Pakistan, sagte ein ranghoher pakistanischer Beamter, der anonym bleiben wollte.
Seit dem Tod von Al-Qaida-Anführer Ilyas Kashmiri sei Mansoor „de facto zum Al-Kaida-Chef Pakistans“ aufgestiegen. Sollte sein Tod offiziell bestätigt werden, wären dies „exzellente Nachrichten für den Kampf gegen den Terrorismus“, sagte ein westlicher Terrorismusexperte in der Region.