Die syrische Armee will von Freitagmorgen an für die Zeit des islamischen Opferfests Eid al-Adha alle Militäreinsätze einstellen. Das teilten die Streitkräfte des Regimes von Baschar al Assad in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Erklärung mit. Die Waffenruhe solle bis zum Ende der Feiern am Montag gelten. Dessen ungeachtet kam es am Donnerstag in Syrien zu weiteren Kämpfen zwischen Einheiten des Regimes und Aufständischen. In Aleppo im Norden des Landes lieferten sich Soldaten von Machthaber Baschar al Assad nach Oppositionsangaben Gefechte mit Milizionären der Freien Syrischen Armee. Die Armee soll außerdem den am Stadtrand von Damaskus gelegenen Ortsteil Harasta beschossen haben; aus Hama wurden Explosionen gemeldet.
Der Sondergesandte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, hatte die Hoffnung geäußert, es gebe eine „mikroskopische Chance“, dass die Feuerpause am Opferfest in einen längeren Waffenstillstand münden könnte. Die Opposition gab sich indes skeptisch, schließlich sei die im Frühjahr von Brahimis Vorgänger Kofi Annan vermittelte Waffenruhe gescheitert, obwohl damals anders als jetzt UN-Beobachter im Land waren.
Kämpfe dauern an
Nach Angaben von Beobachtern nahm die Heftigkeit der Kämpfe am Donnerstag nicht ab. Allein bis zum Mittag seien landesweit 23 Menschen getötet worden, hieß es. In dem seit Monaten heftig umkämpften strategisch wichtigen Wirtschaftszentrum Aleppo seien Aufständische in ein bisher von den Kämpfen verschontes kurdisches Viertel eingerückt. Einwohner des Stadtteils sagten der Nachrichtenagentur AFP, die rund 200 Kämpfer wollten dort das Opferfest verbringen. Demnach gehörten sie dem wichtigsten Kampfverband der Freien Syrischen Armee in Aleppo an. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete die Einnahme eines Armeepostens bei Raka östlich von Aleppo durch Aufständische. Dabei seien drei Soldaten getötet und ein Panzer erbeutet worden.
Unterdessen forderte die Syrien-Untersuchungskommission der Vereinten Nationen am Donnerstag freien Zugang in das Land und ein Treffen mit Machthaber Assad. UN-Ermittler kündigten in Genf an, die Verantwortlichen für mögliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufzuspüren. Bislang konnten die UN-Ermittler nur mit Interviews zu Menschenrechtsverletzungen durch das Regime oder die Aufständischen ermitteln.
Wer gibt das Geld zur Ausrüstung der FSA ? Wer bildet sie aus und
unterstützt die illegale Einreise
Michael Fichtner (kartracer)
- 25.10.2012, 22:49 Uhr
Die reguläre Armee gegen ? Wer sind "die
Aufständischen" ? Wir hören dass weniger als ein Drittel
franz Ujvar (ujvar)
- 25.10.2012, 20:41 Uhr
" Die syrische Armee will ...
Adrian Baumeister (SirParzival)
- 25.10.2012, 19:12 Uhr
