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Operation Iraqi Freedom Amerikanische Kampftruppen haben Irak verlassen

19.08.2010 ·  Zwei Wochen früher als geplant haben die letzten amerikanischen Kampftruppen den Irak verlassen. Am Donnerstag habe die letzte Einheit die Grenze nach Kuwait überschritten, sagte ein Sprecher der Armee. 56.000 amerikanische Soldaten sollen im Irak stationiert bleiben.

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Zwei Wochen früher als angekündigt haben die letzten amerikanischen Kampftruppen nach amerikanischen Medienberichten den Irak verlassen. Die amerikanische Armee bestätigte den Abzug. Am Donnerstagmorgen habe die letzte Kampfeinheit den Irak über die Grenze nach Kuwait verlassen, sagte ein Sprecher der Armee. Eine amerikanisch geführte internationale Koalition war vor siebeneinhalb Jahren in den Irak einmarschiert, um den damaligen Machthaber Saddam Hussein zu stürzen.

Nach dem Abzug der Kampftruppen bleiben laut CNN-Informationen zunächst etwa 56.000 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. Das Pentagon hatte zuletzt erklärt, die Truppenstärke bis Ende August auf 50.000 Mann zu verringern. Die verbleibenden Einheiten sollen unter anderem zur Ausbildung der irakischen Armee eingesetzt werden. Bis Ende 2011 sollen dann alle amerikanischen Soldaten das Land verlassen haben. Die irakische Armee besteht momentan aus knapp 200.000 Soldaten.

Der Abzug war ursprünglich für den 31. August geplant. Dies markiere nach siebeneinhalb Jahren das Ende der „Operation Iraqi Freedom“ („Operation Irakische Freiheit“), zitiert der Sender MSNBC den Sprecher des amerikanischen Außenministeriums Philip Crowley. Es handele sich um einen historischen Moment.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hatte am Mittwochnachmittag vor Bekanntwerden der Nachricht im Bundesstaat Ohio gesagt: „Wir halten das Versprechen, das wir gemacht haben. Unsere Kampfmission drüben im Irak wird vorbei sein.“ Der Rückzug des rund 14.000 Soldaten umfassenden Truppeneinheit hatte nach Angaben der „Washington Post“ bereits am Samstag begonnen. Die Truppen hätten knapp 600 Kilometer langen Weg über Land zurücklegen müssen. In die Armee eingebettete Reporter mussten der Zeitung zufolge bis zum Donnerstag Stillschweigen über den Rückzug bewahren, um die Truppen nicht in Gefahr zu bringen.

Nach Informationen des Fernsehsenders CNN sind nun noch 56.000 amerikanische Soldaten im Land. 6000 weitere, die Teil von Spezialeinheiten sind, sollen bis Ende des Monats den Irak verlassen. Der Nachrichtensender Fox News berichtete, es gebe noch Kampftruppen mit einer Stärke von 2600 Mann im Irak, die aber auch in den kommenden Tagen abziehen würden. Am 1. September beginnt die Operation „New Dawn“. Sie sieht vor, dass die verbleibenden 50.000 Soldaten irakische Sicherheitskräfte ausbilden und ihnen bei der Terrorbekämpfung helfen. Diese restlichen regulären Truppen sollen nach dem Willen Obamas den Irak bis Ende 2011 verlassen.

Fünf Monate nach den Wahlen hat der Irak noch immer keine Regierung

Der Präsident hatte den kompletten Rückzug damit begründet, sich verstärkt auf den Anti-Terror-Kampf in Afghanistan konzentrieren zu wollen. Nach Informationen der „New York Times“ wollen die USA bis zu 7000 private Sicherheitskräfte einstellen, um ihre Diplomaten und Mitarbeiter nach Abzug der letzten Soldaten zu schützen. Das Ende der Kampfoperation gilt als großer Einschnitt für die irakische Regierung, da sie größere Verantwortung für die Sicherheit in dem Land übernehmen muss. Allerdings gibt es auch fünf Monate nach den Parlamentswahlen noch immer keine neue Regierung.

Eine jüngste Runde von Verhandlungen zwischen den beiden stimmstärksten Blöcken, der Rechtsstaat-Allianz des amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und der Al-Irakija-Liste des Wahlsiegers Ijad Allawi, wurde zu Wochenbeginn erneut abgebrochen. Vor dem Abzug der Kampftruppen hatten auch die Aufständischen ihre Angriffe auf die irakischen Sicherheitskräfte verstärkt. Erst am Dienstag ereignete sich der schwerste Einzelanschlag im Irak seit Jahresbeginn. Bei einem Attentat auf Armee-Bewerber in Bagdad kamen 58 Menschen ums Leben. Im Mai waren bei einer Serie von Attentaten fast 100 Menschen getötet worden. Seit der Invasion des Landes im März 2003 wurden mehr als 4400 amerikanische Soldaten getötet.

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