06.12.2008 · Amerikas künftiger Präsident Obama will dem Konjunktureinbruch entgegentreten: Mit hohen Investitionen in die Infrastruktur, in die Modernisierung von Schulen und Krankenhäusern sowie für Energiesparprojekte. Schnelle Lösungen für die Krise verspricht aber auch der Demokrat nicht..
Der designierte amerikanische Präsident Barack Obama hat seinen Willen bekräftigt, nach der Amtsübernahme am 20. Januar mit einem riesigen Konjunkturprogramm die amerikanische Wirtschaft zu stabilisieren. In seiner wöchentlichen Radioansprache am Samstag versprach er, mit massiven Investitionen in die Infrastruktur des Landes, in die Modernisierung von Schulen und Krankenhäusern sowie für Energiesparprojekte in öffentlichen Gebäuden 2,5 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen oder bedrohte Arbeitsplätze zu retten.
„Es gibt keine schnellen oder einfachen Lösungen für diese Krise, die in vielen Jahren gemacht wurde, und es wird wahrscheinlich schlimmer werden, bevor es besser wird“, hatte Obama am Freitag betont. Wirtschaftsexperten rechnen mit der schlimmsten und längsten Rezession in den Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg. Im November verzeichneten die Vereinigten Staaten laut den jüngsten Arbeitsmarktzahlen mit 6,7 Prozent Arbeitslosigkeit die schlechteste Quote seit 34 Jahren.
Die umfangreichsten Investitionen seit Präsident Eisenhower
Dabei schätzen manche Experten die reale Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten noch deutlich höher ein als die offiziellen Zahlen. Seit Dezember 2008 sind offiziell 1,91 Millionen Arbeitsplätze in Amerika verloren gegangen. Allein im November gab es 533.000 Jobs weniger.
Die von Obama geplanten Investitionen in den Straßenbau wären die größten seit der Zeit des amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower in den 50er Jahren, betonte der demokratische Wahlsieger vom 4. November. Erneut nannte er aber keine genauen Zahlen für seine Pläne. Medien hatten das Volumen des Konjunkturprogramms für die kommenden zwei Jahre auf eine Summe zwischen 150 und 700 Milliarden Dollar geschätzt.
"Es wird wahrscheinlich schlimmer werden, bevor es besser wird“
Anna-Maria Lanz (am.lanz)
- 06.12.2008, 16:52 Uhr
@am.lenz: schön, das es so kluge Leute wie Sie gibt, die es schon immer wussten.
Dr. Uwe Reinking (idoc)
- 06.12.2008, 19:37 Uhr
Binsenweisheiten und uralte Rezepte vom Neuen in USA.
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)
- 06.12.2008, 19:53 Uhr
strassenbau ?
georg hellner (georg58)
- 06.12.2008, 19:58 Uhr
Obama: "No, we can't."
Peter Zentner (Caterwaul)
- 06.12.2008, 20:14 Uhr