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Pyeongchang : Nordkorea sagt Kulturveranstaltung mit Süden ab

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Bild: AFP

Wegen kritischer Medienberichte im Süden lässt Nordkorea eine gemeinsame Veranstaltung vor den Winterspielen platzen. Die Berichterstattung in Südkorea sei beleidigend, teilte ein Sprecher mit.

          Nordkorea hat überraschend eine geplante gemeinsame Kulturveranstaltung mit Südkorea zur Feier der bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Pyeongchang abgesagt. Die nordkoreanische Seite habe südkoreanischen Medien voreingenommene und „beleidigende“ Berichterstattung über Nordkoreas Maßnahmen genannt, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Dienstag.

          Auch habe Nordkorea an südkoreanischen Berichten über „interne Veranstaltungen“ in dem Land Anstoß genommen. Details nannte Nordkorea demnach in seiner Mitteilung vom späten Montagabend nicht.

          Beide Länder hatten sich zuletzt nach langer Funkstille wieder angenähert. Als Teil ihrer Vereinbarungen sollte neben der Teilnahme nordkoreanischer Sportler an den Winterspielen in Südkorea unter anderem auch eine vor-olympische kulturelle Darbietung am 4. Februar im Kumgang-Gebirge an der Ostküste Nordkoreas stattfinden. Die jetzige Absage sei bedauerlich, teilte das Vereinigungsministerium mit. Nordkorea sollte sich an die Vereinbarungen halten.

          In Südkorea hatte es zuletzt die Befürchtung gegeben, die jüngsten Abmachungen mit Nordkorea könnten dazu führen, dass internationale Sanktionen gegen Pjöngjang, die wegen seines Atomprogramms verhängt wurden, verletzt werden.

          Auch gab es zuletzt in Südkorea Hinweise auf eine große Militärparade in Nordkorea am 8. Februar, mit der die kommunistische Führung den 70. Gründungstag der Streitkräfte feiern wolle. Die Parade würde einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele durchgeführt.

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