06.08.2009 · Nach der Begnadigung der beiden amerikanischen Journalistinnen in Nordkorea, hat Präsident Obama das kommunistische Land abermals aufgefordert, sein Atomprogramm aufzugeben. Bill Clintons Reise dorthin bedeute keine Lockerung des Drucks.
Nach der Rückkehr der von Nordkorea begnadigten amerikanischen Journalistinnen hat Präsident Barack Obama das kommunistische Land aufgefordert, sein umstrittenes Atomprogramm aufzugeben. Zudem müsse Pjöngjang sein „provokatives Verhalten“ beenden, sagte Obama. Er appellierte an die Führung des Landes, entsprechend der Regeln der internationalen Gemeinschaft zu handeln. Die Vereinigten Staaten wollten „das Wohl des nordkoreanischen Volkes“.
Das amerikanische Außenministerium forderte Nordkorea im Ringen um ein Ende des Atomprogramms auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nordkorea sei nun „am Ball“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Führung des Landes hatte sich im April aus Protest gegen die Verurteilung eines Langstreckenraketentests durch den UN-Sicherheitsrat aus den Sechser-Gesprächen mit China, Japan, Russland, Südkorea und den Vereinigten Staaten zurückgezogen. Ende Mai erfolgte Nordkoreas zweiter Atomwaffentest.
„Die Reise könnte ein Eisbrecher sein“
Zur Freilassung der amerikanischen Journalistinnen Lee und Ling sagte Obama, es habe sich bei der Reise seines Vorvorgängers Bill Clinton um eine private, „humanitäre Mission“ gehandelt, die nicht als Lockerung des diplomatischen Drucks auf den stalinistisch geführten Staat gedeutet werden dürfe. Clinton hatte mit seinem Überraschungsbesuch in Nordkorea am Dienstag die Begnadigung der beiden Frauen erreicht. Sie waren Mitte März an der Grenze zu China festgenommen worden, als sie dort über nordkoreanische Flüchtlinge berichten wollten.
Politische Beobachter hatten spekuliert, das Treffen zwischen Bill Clinton und Kim könne den Auftakt für bilaterale Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm bilden. Der ehemalige Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland John Kornblum bewertete das Treffen Clintons mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il als Erfolg. „Die Reise könnte ein Eisbrecher in den Gesprächen sein“, sagte er der in Erfurt erscheinenden „Thüringer Allgemeine“. Sie habe die Gelegenheit geboten, „neue Wege in der Diplomatie zu beschreiten, ohne die offizielle amerikanische Position preiszugeben oder zu schwächen“.
Atommonopole sind noch schlimmer
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 06.08.2009, 20:16 Uhr
Eine lächerliche Überschrift...
Harry LeRoy (Cimon)
- 07.08.2009, 03:57 Uhr