Home
http://www.faz.net/-gq5-71fe5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nordkorea Kim Jong-un übernimmt Führung der Streitkräfte

 ·  Nordkoreas junger Staatschef Kim-Jong-un zementiert seine Macht im kommunistischen Staat: Nach Angaben staatlicher Medien ist er überraschend zum Marschall der Streitkräfte ernannt worden, dem höchsten militärischen Rang.

Artikel Bilder (1) Video (1) Lesermeinungen (3)
© dpa Nordkoreas Staatschef Kim-Jong-un: Die Macht im Visier

Im kommunistisch regierten Nordkorea übernimmt Staatschef Kim Jong-un auch den Posten des obersten Militärs. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete am Mittwoch, Kim sei zum Marschall der Streitkräfte ernannt worden. Damit ist es dem jungen Staatschef offenbar gelungen, seine Macht weiter zu festigen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Generalstabschef Ri Yong-ho möglicherweise im Zuge eines Machtkampfes seine Ämter verloren. Offiziell war als Grund für die Absetzung die angegriffene Gesundheit des stellvertretenden Marschalls angegeben worden.

Politische Beobachter gingen aber von einer Säuberung in der Parteispitze aus, mit der Kim und seine Vertrauten ihren Griff nach der Macht festigen wollten. Ri galt als enger Vertrauter des 2011 verstorbenen Machthabers Kim Jong-il, dem Vater des  jetzigen Herrschers.

Nordkorea: Kim Jong-un zum Obersten Militär ernannt

Kim Jong-Un war nach dem Tod seines Vaters im Dezember vergangenen Jahres zum neuen Machthaber des verarmten und international isolierten Landes aufgestiegen. Kurz danach wurde der Sohn zum Oberkommandierenden der Streitkräfte ernannt. Im April erhielt er weitere hohe Ämter, darunter den des Ersten Vorsitzenden der mächtigen Nationalen Verteidigungskommission und des Ersten Sekretärs der regierenden Partei der Arbeit. Außerdem ist er Mitglied des Präsidiums des Politbüros.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Hollandes Hand

Von Günther Nonnenmacher

Die Bundesregierung sollte sich klar darüber sein, was genau es bedeutet, wenn sie zur Krisenbewältigung „mehr Europa“ fordert. Mehr 30 32