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Nordkorea Hymnen zum Führergeburtstag

16.02.2009 ·  Nordkorea feierte an diesem Montag den 67. Geburtstag des „Geliebten Führers“ - mit einem Vorhaben, das Kim Jong-il besonders wichtig ist: Seine Regierung bestätigte indirekt Spekulationen über bevorstehende Raketentests als Teil des nordkoreanischen Weltraum-Programmes.

Von Petra Kolonko, Tokio
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Er ist der „größte Führer der gegenwärtigen Zeit“, „der glänzende Stern“ über Korea, der mit „epischer Aufopferung“ für sein Land im Einsatz ist und ein „Politiker, wie man ihn selten findet“. Er ist ein „liebevoller Vater, der das Schicksal des Volkes erleuchtet“. Nordkorea feierte am Montag den 67. Geburtstag seines Führers Kim Jong-il, und die Propaganda überschlug sich in Lobpreisungen.

Eine Fotoausstellung aus Anlass des Geburtstages in Pjöngjang zeigt die „noblen Charakterzüge“ und „unsterblichen Merkmale“ Kim Jong-ils bei seinen Reisen. Die Besucher können sehen, wie er im vorigen Jahr seine „Vor-Ort-Anweisungen“ gab, sei es im Stahlwerk oder im Zoo von Pjöngjang. Bei einer Vorführung zu Ehren des Führers sangen Künstler der Kultur-Truppe des Zentralkomitees der Arbeiterpartei das Lied „Dank der Politik von Kim Jong-il“ und den Männerchor „Lass uns voranpreschen, um eine starke Nation aufzubauen“.

Weiterhin der unumstrittene Herrscher

Die koreanische Nachrichtenagentur KCNA vermerkte jedes einzelne Blumen-Bouquet, das der Führer aus dem Ausland (vor allem aus China, Russland und Kuba) erhalten hat. Geburtstagsfeiern für Kim Jong-il in China und Russland wurden verzeichnet. Auch die Natur trug laut KCNA etwas zu den Feierlichkeiten bei: Zum Geburtstag strahlte der Himmel klarer als sonst, der Mond beschien das Guerrilla-Camp, in dem Kim Jong-il nach der offiziellen Legende geboren wurde.

Die ausgiebige Feier des alternden Führers soll offenbar der koreanischen und der Weltöffentlichkeit demonstrieren, dass Kim Jong-il weiterhin der unumstrittene Herrscher des kommunistischen Staates ist und von einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder gar einer Nachfolge-Krise nicht die Rede sein kann. Wenn der Führer, der im vergangenen Sommer mehrere Monate nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden war, tatsächlich einen Schlaganfall erlitten hat, wie Geheimdienste wissen wollen, dann hat er sich jetzt wieder erholt und will der Welt und seinem Volk seine Machtfülle demonstrieren.

Nordkorea habe das Recht auf Weltraumprogramm

Den 67. Geburtstag des „Geliebten Führers“ feierte Nordkorea dieses Jahr auch mit einem Vorhaben, das Kim Jong-il besonders wichtig ist. Nachdem amerikanische und südkoreanische Geheimdienste berichtet hatten, der Norden bereite den Test einer Rakete vor, bestätigte an Führers Geburtstag seine Regierung indirekt diese Berichte, bezeichnete die Aktivitäten aber als Teil des nordkoreanischen Weltraum-Programmes. Man werde später sehen, was Nordkorea dort abschießen will, schrieb rätselhaft die nordkoreanische Nachrichtenagentur. Zuvor hatte es in Südkorea geheißen, Nordkorea bereite den Start einer Langstreckenrakete vor, die Alaska erreichen könnte. Pjöngjang ließ nun verlauten, Nordkorea habe das Recht auf Weltraumprogramm. Kritiker wollten nur Nordkoreas friedliche Wissenschaft behindern, hieß es.

Zu den Kritikern gehören Südkorea und nicht zuletzt die neue amerikanische Regierung, deren Außenministerin Clinton am Montag zum Auftakt ihrer Asienreise in Japan eintraf. Sie hatte vor ihrer Abreise Nordkorea vor Provokationen gewarnt, aber auch die Bereitschaft der Regierung Obama zu Gesprächen signalisiert. Das nordkoreanische Atomprogramm und die Zukunft der Sechsergespräche werden wichtige Themen der Gespräche von Frau Clinton in Japan, Südkorea und China sein.

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Politische Korrespondentin für Ostasien.

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