Es ist keine Woche her, da hat sich die nordkoreanische Führung in bewährter, also überlauter Manier über einen auf der südkoreanischen Seite der innerkoreanischen Grenze aufgestellten Weihnachtsbaum erregt und ihn fast in den Rang eines casus belli erhoben. Jetzt hat der junge Führer des einsamen stalinistischen Staates eine Wende vollzogen. In einer überraschenden Neujahrsansprache hat er nicht nur die Verbesserung der Lebensbedingungen seines Volkes gelobt - dies war schon von seinem vor einem Jahr verstorbenen Vater für das zu Ende gegangene Jahr proklamiert worden - und blieb uneingelöst. Kim Jong-un hat darüber hinaus zur Beendigung der Feindschaft mit Südkorea und dem Streben nach einer Wiedervereinigung des geteilten Landes aufgerufen.
Wie weit diese Bereitschaft zur Versöhnung trägt, lässt sich nur schwer sagen, zu undurchdringlich ist das Macht- und Ambitionengeflecht in Pjöngjang. Weil aber in Seoul gerade eine Präsidentin ins Amt gewählt wurde, die sich vom Konfrontationskurs ihres Vorgängers verabschiedet hat, darf man sich wohl ein wenig Hoffnung gestatten.
Hinterasien
joachim tarasenko (truthful)
- 02.01.2013, 12:51 Uhr
Das Anhängsel Ulbricht kann man nicht mit Herrn Kim vergleichen.
joachim tarasenko (truthful)
- 01.01.2013, 22:44 Uhr
Kim könnte Obama schon bald an Bedeutung überflügeln
Konstantin Schneider (bundesboy)
- 01.01.2013, 20:15 Uhr
W. Ulbricht 1961: Wir wollen keine Mauer bauen!
Viktor Hummel (Vihum)
- 01.01.2013, 16:39 Uhr
Ohne Drohpotenziale
Christoph Rohde (prediger1)
- 01.01.2013, 16:37 Uhr
