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Nordkorea „Ein sehr provokativer Akt“

 ·  Die Vereinigten Staaten haben Nordkorea vor neuen Raketen- und Atomtests gewarnt. Dies wäre ein „sehr provokativer Akt“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

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Die Vereinigten Staaten haben Nordkorea vor neuen Raketen- und Atomtests gewarnt. Dies wäre ein „sehr provokativer Akt“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Es würde bedeuten, dass Nordkorea
seine internationalen Verpflichtungen nicht einhalte und Pjöngjang
seine Isolation und seine Armut daher nicht überwinden werde. Washington stellt Nordkorea für den Fall einer Kooperation Wirtschaftshilfe in Aussicht.

Die Sprecherin des Außenministeriums sagte: „Unsere Position bleibt unverändert: Tun Sie das nicht!“ Nordkorea trifft nach südkoreanischen Angaben möglicherweise Vorbereitungen für einen neuen Atomwaffentest. Zudem plant das Regime in Pjöngjang für Mitte April den Start eines
Satelliten mit Hilfe einer Langstreckenrakete.

Rakete könnte Alaska erreichen

Am Wochenende hatte Nordkorea der Öffentlichkeit eine Langstreckenrakete vorgestellt, mit der das weitgehend abgeschottete Land nach eigenen Angaben in Kürze einen Wettersatelliten ins All bringen will. In einem ungewöhnlichen Schritt lud die nordkoreanische Führung am Sonntag Journalisten zur neuen Abschussrampe Sohae an der chinesischen Grenze ein, um die 30 Meter
lange dreistufige Rakete in Augenschein zu nehmen. Vorgesehen ist der Start zwischen dem 12. und dem 16. April. Staatschef Kim Jong Un selbst habe die Entscheidung getroffen, den Journalisten die Startanlage zu zeigen, sagte der Direktor der Anlage, Jang Myong Jin.

Die Unha-3 kann Alaska und damit das amerikanische Festland erreichen. Sorgen bereitet den Nachbarn Nordkoreas, dass der Test schiefgehen und die Rakete von ihrem Kurs abweichen könnte. 2009 hatte Nordkorea eine Rakete abgefeuert, die über japanisches Gebiet flog. Die Regierung in Tokio hat jetzt die Luftabwehr des Landes in Alarmbereitschaft versetzt, um die nordkoreanische Rakete notfalls abschießen zu können.

Südkorea: Pjöngjang bereitet Atomtest vor

Sollte es Nordkorea gelingen, die dritte Stufe von der Rakete zu trennen, hätte das Land seine technologischen Fähigkeiten entscheidend verbessert. Es hätte damit bewiesen, dass es über eine Interkontinantal-Rakete verfügt, mit der ein
Atomsprengkopf transportiert werden kann. Fachleute bezweifeln die Darstellung Nordkoreas, bereits 2009 mit der Unha-2-Rakete einen Satelliten ins Weltall gebracht zu haben. Die Gefahr, dass die Unha-3 auf dicht besiedeltes Gebiet stürzt, wird als äußerst gering angesehen.

Neben dem Raketenstart bereitet Nordkorea einem Medienbericht nach auch einen dritten Atomtest vor. Unter Berufung auf Geheimdienstkreise meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, die Vorbereitungen seien auf Satellitenaufnahmen zu erkennen. Ein Tunnel für den Test werde in der nordöstlichen Stadt Punggye Ri angelegt, neben den Schächten für die Versuche der Jahre 2006 und 2009.

Nordkorea hatte im Februar einen Stopp seiner Atomtests, der Uran-Anreicherung und der Starts von Langstreckenraketen angekündigt. Dafür soll das verarmte Land Lebensmittel erhalten. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der seit drei Jahren ausgesetzten Verhandlungen wurde jedoch durch Nordkoreas Ankündigung eines Raketenstarts zunichte gemacht.

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